Sighetu Marmației
| Sighetu Marmației Marmaroschsiget Máramarossziget | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
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| Basisdaten | ||||||
| Staat: | Datei:Flag of Romania.svg Rumänien | |||||
| Historische Region: | Maramuresch | |||||
| Kreis: | Maramureș | |||||
| Koordinaten: | Vorlage:Infobox Ort in Rumänien/adm2iso_type:city(32793) 47° 56′ N, 23° 53′ O
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| Zeitzone: | OEZ (UTC+2) | |||||
| Höhe: | 274 m | |||||
| Fläche: | 135,36 km² | |||||
| Einwohner: | 32.793 (1. Dezember 2021<ref name="vz2021">Volkszählung 2021 in Rumänien, Populația rezidentă după etnie, 1. Dezember 2021 (rumänisch).</ref>) | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 242 Einwohner je km² | |||||
| Postleitzahl: | 435500 | |||||
| Telefonvorwahl: | (+40) 02 62 | |||||
| Kfz-Kennzeichen: | MM | |||||
| Struktur und Verwaltung (Stand: 2024<ref>Autoritatea Electorală Permanentă: Primar. prezenta.roaep.ro, 9. Juni 2024, abgerufen am 23. November 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>) | ||||||
| Gemeindeart: | Munizipium | |||||
| Gliederung: | 5 Gemarkungen/Katastralgemeinden: Iapa, Lazu Baciului, Șugău, Valea Cufundoasă, Valea Hotarului | |||||
| Bürgermeister : | Vasile Moldovan (PSD) | |||||
| Postanschrift: | Str. Bogdan Vodă, nr. 14 loc. Sighetu Marmației, jud. Maramureș, RO-435500 | |||||
| Website: | ||||||
Vorlage:Check Geschlecht gegen Wikidata
Sighetu Marmației <templatestyles src="IPA/styles.css" /> (inoffiziell Sighet; {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), ruthenisch Sihota) ist eine Stadt im Kreis Maramureș in Rumänien an der Grenze zur Ukraine und liegt im Theiß-Tal.
Ältere Bezeichnungen sind auf Rumänisch Sighetul-Maramurășului sowie auf Deutsch Sighet und auf Ungarisch Sziget, was „Insel“ bedeutet.<ref>Wörterbuch der Ortschaften aus Siebenbürgen.</ref>
Die Stadt hatte 2007 um die 41.600 Einwohner. Im Jahr 2011 waren es laut Zensus 37.640, davon 13 % Ungarn, 2,3 % Ukrainer und 1,5 % Roma. Die benachbarten Ortschaften sind Sarasău, Săpânța, Giulești, Vadu Izei, Rona de Jos, Bocicoiu Mare und Solotwyno in der Ukraine.
Geschichte
Die Region von Sighet war bereits in der Bronzezeit von Menschen besiedelt. Es gab eine sehr wichtige Verbindung in das Tal der Theiß. Die ersten Zeugnisse einer festen Ansiedlung stammen aus dem 11. Jahrhundert.
Der ungarische König Ladislaus IV. siedelte zwischen 1272 und 1290 die ersten Rumänen dort an. 1326 wurde der Ort erstmals urkundlich erwähnt.<ref>Angaben bei Istoricul localității auf der Website der Stadt Sighetu Marmației, abgerufen am 11. Juni 2024 (rumänisch).</ref> Die Drágfy-Familie aus Maramureș war die Gründerin des Fürstentums Moldau. Im Jahr 1352 war die Stadt eine freie Königsstadt<ref>Teofil Ivanciuc: Primele atestări ale târgurilor de coroană maramureșene. Revista Arhivei Maramureșene, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 26. Dezember 2019; abgerufen am 26. Januar 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und war der Verwaltungssitz des Komitats Máramaros.
Ab 1556 wurde die Siedlung – wie auch die Burg von Huszt – zur Residenzstadt der Fürsten von Siebenbürgen. Von 1570 bis 1733 wurde die Stadt dann Teil des Großfürstentums Siebenbürgen. Im Jahr 1733 wurde Máramarossziget durch den ungarischen König Karl III. wieder Bestandteil des Königreiches Ungarn.
Nach dem Ersten Weltkrieg kam Siebenbürgen gemäß dem Vertrag von Trianon zu Rumänien, aber nach dem Zweiten Wiener Schiedsspruch von 1940 war es wieder Bestandteil von Ungarn. Die faschistische ungarische Besatzungsregierung führte 1941 eine erste Deportation von jüdischen Bewohnern Sighets durch, brachte sie zur Grenze der Sowjetunion und übergab sie an die dortigen deutschen Besatzer. Sie wurden gemeinsam mit anderen deportierten ungarischen Juden von Einsatzgruppen erschossen. In einer zweiten Deportation 1944 brachten deutsche Wehrmacht und SS etwa 13.000 Juden aus Sighet und umliegenden Orten Ins Konzentrationslager Auschwitz. Unter ihnen war auch der spätere Friedensnobelpreisträger Elie Wiesel, der in seinem Buch „Die Nacht“ von der Deportation und seiner Haft in Auschwitz berichtet. Heutzutage leben nur noch etwa 100 Juden in der Stadt.
Gemäß dem Pariser Vertrag nach dem Zweiten Weltkrieg kam Siebenbürgen wieder zu Rumänien, so dass die Stadt von 1952 bis 1960 Teil der Verwaltungs-Region Baia Mare wurde. Seit 1968 ist sie schließlich Bestandteil des Kreises Maramureș.
Seit 1997 existiert hier das Memorial Sighet, eine Gedenkstätte für Opfer des Kommunismus und Mitglieder des antikommunistischen Widerstands.
Verkehr
Ende August 2007 wurde die historische Grenzbrücke Sighetu Marmației in die Ukraine geschlossen. Am 30. Juni 2008 fand die feierliche Neueröffnung statt. Die Holzbrücke über die Teiß, an der Grenze zur Ukraine, die nur für 3,5 Tonnen schwere Fahrzeuge zugelassen ist, soll laut einem Beschluss von Ende 2023 mit einer neuen Betonbrücke ersetzt werden.<ref>Pod nou la Sighetu Marmației, la vama cu Ucraina. Cel din lemn va fi demolat, bei ziarmaramures.ro, abgerufen am 23. November 2024 (rumänisch).</ref>
Der Bahnhof Sighetu Marmației liegt an den Bahnstrecken von Debrecen und nach Iwano-Frankiwsk. In Sighetu Marmației, etwa 65 Kilometer von der Kreishauptstadt Baia Mare entfernt, treffen die Nationalstraßen (Drum național) DN18 und DN19 aufeinander.
Sehenswürdigkeiten
- Muzeul Satului Maramureșean Dorfmuseum der Region Maramures
Persönlichkeiten
- Jekusiel Jehuda Teitelbaum (1808–1883), war hier Oberrabbiner (1858–1883)
- Chananja Jom Tow Lipa Teitelbaum (1838–1904), chassidischer Gelehrter, war hier Oberrabbiner (1883–1904)
- Hersch Leib Gottlieb (Hersch Leib Sigheter) (1829–1930), jüdischer Zeitschriftenherausgeber, wurde hier geboren und gab 1878 hier die erste hebräischsprachige Zeitschrift in Österreich-Ungarn heraus
- Franz von Bolgár (1851–1923), österreich-ungarischer Offizier, Publizist und Politiker, wurde hier geboren
- Simon Hollósy (1857–1918), Maler, wurde hier geboren
- Tibor Gerevich (1882–1954), Kunsthistoriker, wurde hier geboren
- Joel Teitelbaum (1887–1979), Rabbiner, wurde hier geboren
- John Gassner (1903–1967), Theaterwissenschaftler, Kulturjournalist, Pädagoge und Herausgeber, wurde hier geboren
- Alexander Friedman (1905–1987), israelischer Architekt, wurde hier geboren
- Gisella Perl (1907–1988), jüdische Gynäkologin und inhaftierte Lagerärztin in Auschwitz, wurde hier geboren
- Magda Rigó (1910–1985), Opernsängerin, wurde hier geboren
- Moshe Teitelbaum (1914–2006), amerikanischer chassidischer Theologe und Rabbiner, wurde hier geboren
- Amos Manor (1918–2007), Direktor des Schin Bet
- Hédi Fried (1924–2022), jüdische Psychologin und Überlebende der KZs Auschwitz und Bergen-Belsen<ref>Hédi Fried bei dn.se am 21. Januar 2015 abgerufen am 19. Mai 2016 (schwedisch)</ref>
- Elie Wiesel (1928–2016), US-amerikanischer Schriftsteller und Nobelpreisträger, wurde hier geboren
- György Jakubinyi (* 1946), römisch-katholischer Erzbischof von Karlsburg (Alba Iulia), wurde hier geboren
- Tudor Gavril Dunca (* 1951), Politiker, Elektroingenieur und ehemaliger Botschafter, wurde hier geboren
- Cristian Oros (* 1984), Fußballspieler, wurde hier geboren
- Alisia Boiciuc (* 2005), Handballspielerin, wurde hier geboren
Galerie
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Park im Zentrum
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Hauptstraße im Zentrum
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Kulturhaus
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2007 renovierte ruthenische Kirche im Zentrum
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Geburtshaus Elie Wiesels
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
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