Siegelsdorf (Veitsbronn)
Siegelsdorf Gemeinde Veitsbronn
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1640)&title=Siegelsdorf 49° 30′ N, 10° 52′ O
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| Höhe: | 300 (296–313) m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 1640 (1. Jan. 2022)<ref>Landkreis Fürth – Nahverkehrsplan 2023. (PDF; 10,7 MB) In: vgn.de. Verkehrsverbund Großraum Nürnberg, S. 64, abgerufen am 1. Oktober 2024.</ref> | |||||
| Postleitzahl: | 90587 | |||||
| Vorwahl: | 0911 | |||||
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Siegelsdorf (fränkisch: Siegls-doaf<ref>W. Wiessner: Stadt und Landkreis Fürth, S. 92. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „sīglsdoʳf“.</ref>) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Veitsbronn im mittelfränkischen Landkreis Fürth in Bayern.<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Siegelsdorf liegt in der Gemarkung Veitsbronn.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 8. Oktober 2024.</ref>
Geographie
Das Dorf liegt am Südufer der Zenn und bildet mit dem östlich gelegenen Bernbach eine geschlossene Siedlung. Im Süden grenzen die Gewerbegebiete Am Reitweg, Stöckacherstraße und Bruckleite an. Im Südwesten liegt das Flurgebiet Am Reutfeld, im Südosten die Geisleite. Der Tuchenbach mündet zwischen Veitsbronn und Siegelsdorf von links in die untere Zenn ein.
Die Kreisstraße FÜ 17 führt über Bernbach nach Veitsbronn (0,8 km nordöstlich) bzw. über Kagenhof nach Raindorf (2,2 km westlich). Die FÜ 8 führt nach Veitsbronn (0,5 km nordöstlich) bzw. nach Seukendorf (2,5 km südlich). In Siegelsdorf zweigt die Bahnstrecke Siegelsdorf–Markt Erlbach von der Bahnstrecke Fürth–Würzburg ab.<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 16. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Der Ort wurde im Würzburger Lehenbuch von 1303 als „Siglasdorf“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Personenname Sigilo.<ref>W. Wiessner: Stadt und Landkreis Fürth, S. 92.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Siegelsdorf 8 Anwesen. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Stadtvogteiamt Langenzenn aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das St.-Klara-Klosteramt. Grundherren waren die Gotteshäuser Burgfarrnbach und Seukendorf (1 Gütlein), die Deutschordenskommende Nürnberg (2 Güter), die Reichsstadt Nürnberg: St.-Klara-Klosteramt (1 Hof, 1 Gütlein, 1 Hirtenhaus), Landesalmosenamt (1 Hof) und der Nürnberger Eigenherr von Pömer (1 Gut).<ref name="H173">H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 173.</ref>
Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Cadolzburg. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Siegelsdorf dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Veitsbronn zugeordnet. Es gehörte auch der im selben Jahr gebildeten Ruralgemeinde Veitsbronn an.<ref>H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 234.</ref><ref>Veitsbronn > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 16. Mai 2025.</ref>
Am 10. Juni 1928 ereignete sich ein Eisenbahnunfall in Siegelsdorf. Der Nachtzug D 47 entgleiste beim Überfahren der Zenngrundbrücke kurz vor Einfahrt in den Bahnhof Siegelsdorf. Dabei starben 24 Menschen, mehr als 100 wurden zum Teil schwer verletzt. Die Ursache war vermutlich mangelnde Wartung der Gleisanlagen nach dem Ersten Weltkrieg in Verbindung mit einer Lokomotive, die darauf besonders empfindlich reagierte.
Baudenkmäler
- Bahnhofstr. 3 und 5: Bahnhof und Lagerhalle<ref name="Denkmalliste">Denkmalliste für Veitsbronn (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
- Hauptstr. 11: Wohn- und Mühlengebäude<ref name="Denkmalliste"/>
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Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Katharina (Seukendorf) gepfarrt,<ref name="H173"/> seit der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist die Pfarrei St. Veit (Veitsbronn) zuständig.<ref name="OV 1925"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach Heilig Geist (Veitsbronn) gepfarrt.<ref>Struktur. In: ssb-clw.kirche-bamberg.de. Abgerufen am 13. Juli 2023.</ref>
Politik
Die SPD hat in Siegelsdorf seit 1908 einen eigenen Ortsverein. Er zählt zu den ältesten Ortsvereinen in Mittelfranken.<ref>Internetseite des Ortsvereins der SPD Siegelsdorf (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Siegelsdorf. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 333 (Digitalisat).
- Hanns Hubert Hofmann: Nürnberg-Fürth (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 4). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1954, DNB 452071224, S. 173 (Digitalisat). Vorlage:Hofmann Nürnberg-Fürth 1954 Zusätzliche Quelle
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Vorlage:Wiessner Stadt- und Landkreis Fürth
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Siegelsdorf in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Siegelsdorf im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
<references responsive />
Vorlage:Navigationsleiste Gemeindeteile der Gemeinde Veitsbronn Vorlage:Hinweisbaustein