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Siebenhöfen (Blomberg)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Siebenhöfen
Stadt Blomberg
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(64)&title=Siebenh%C3%B6fen 51° 56′ N, 9° 3′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(64) 51° 55′ 58″ N, 9° 3′ 27″ O
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Höhe: 140 m ü. NHN
Fläche: 3,62 km²
Einwohner: 64 (30. Juni 2021)<ref name="Einwo2021">Regionale Entwicklungsstrategie Lippischer Südosten. (PDF; 1,83 MB) S. 9, abgerufen am 7. November 2022.</ref>
Bevölkerungsdichte: 18 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1970
Postleitzahl: 32825
Vorwahl: 05235
Datei:Blomberg Ortsteile Siebenhoefen.svg
Karte
Lage von Siebenhöfen in Blomberg

Siebenhöfen gehört seit 1970 zu den 19 Ortschaften der Stadt Blomberg im Kreis Lippe in Nordrhein-Westfalen. Siebenhöfen liegt etwa drei Kilometer westlich des Blomberger Stadtzentrums. Im Ortsteil leben auf 3,62 km² Fläche 64 Einwohner, das entspricht einer Bevölkerungsdichte von 18 Einwohnern/km². Der derzeitige Ortsvorsteher ist Jörg Berten, zugleich Ortsvorsteher von Maspe und Borkhausen (Stand: 18. Dezember 2008). Die Ortschaft Siebenhöfen umfasst die früheren Gemeinden Ober- und Untersiebenhöfen sowie Wilbasen. Von den sieben Höfen werden heute nur noch zwei im landwirtschaftlichen Vollerwerb geführt.<ref name="siebenhöfen">Blomberger Ortschaft Siebenhöfen</ref>

Geschichte

Der Name Siebenhöfen entstand erst im 20. Jahrhundert, der historische Ort heißt Wilbasen. Die erste Erwähnung stammt aus dem Paderborner Kloster Abdinghof, dem urkundlich das Anrecht eines Zehnten aus Wilbasen bestätigt wird. Im Jahr 1448 gab es einen Freistuhl zu Wilbasen, dessen Stuhlherrn die lippischen Landesherrn waren. Der Gerichtsort lag bis zum Ende des 16. Jahrhunderts unter einer Eiche. Außerdem war Wilbasen seit dem 14. Jahrhundert als Wallfahrtsort bekannt. Daher stammt auch der Begriff Wilbasen, der will büßen bedeutet. Schon 1398 wird urkundlich eine Kirche erwähnt, in der sich die Familiengruft der lippischen Edelherrn befand. Diese wurde später in die Klosterkirche nach Blomberg verlegt. Die letzten Überreste der Kirche in Wilbasen wurden 1703 abgerissen, der Kirchhof war schon lange als Viehweide genutzt worden.<ref name="Landeskunde">Wilhelm Rinne: Landeskunde Nordrhein-Westfalen Band: Lippe, Seite 254. Verlag Ferdinand Schöningh, Paderborn 1993. ISBN 3-506-76111-0</ref>

Um 1430 wird erstmals von einem Kirchweihfest mit angeschlossenem Markt in Wilbasen berichtet. Der Schutzpatron war der heilige Liborius. Der noch heute attraktive Wilbaser Markt, eine Kirmes mit Pferdemarkt, findet jedes Jahr im September statt und ist überregional bekannt.<ref name="Landeskunde"/>

Der Name der Gemeinde Siebenhöfen wurde etwa im Jahr 1915 in Obersiebenhöfen geändert. Am 1. Mai 1926 wurde eine neue Gemeinde Siebenhöfen gebildet. Die Gemeinde Obersiebenhöfen ging in der neuen Gemeinde auf. Von der Gemeinde Maspe kamen Gebietsteile hinzu.<ref></ref>

Am 1. Januar 1970 (Gesetz zur Neugliederung des Kreises Detmold) wurde Siebenhöfen Teil der Stadt Blomberg.<ref>Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 104.</ref>

Persönlichkeiten

Einzelnachweise

<references/>

Weblinks

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