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Sick (Unternehmen)

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Sick AG

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Logo SICK AG 2009.svg
Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN DE0007237208 ,
(keine Börsennotierung)
Gründung 1946
Sitz Waldkirch
Leitung
  • Jan-H. Eberhardt
  • Ulrike Kahle-Roth
  • Nicole Kurek
  • Markus Scaglioso
  • Niels Syassen
Mitarbeiterzahl 10.158 (2025)<ref name="gb">Geschäftsbericht 2025. (PDF) Sick, 2025, abgerufen am 30. April 2025.</ref>
Umsatz 1,85 Mrd. EUR (2025)<ref name="gb" />
Branche Sensortechnik
Website sick.com

Die Sick AG mit Sitz in Waldkirch (Breisgau) ist ein weltweit agierender Hersteller von Sensoren für die Fabrik-, Logistik- und Automatisierungstechnik. Das Unternehmen beschäftigt rund 11.800 Mitarbeitende und erwirtschaftete 2024 einen Umsatz von 1,85 Mrd. EUR.<ref name="gb" />

Geschichte

1946 wurde das Unternehmen von Erwin Sick (1909–1988) in Vaterstetten bei München gegründet. Durch Vorstellung des ersten serienreifen Unfallschutz-Lichtvorhangs auf der internationalen Werkzeugmaschinenmesse in Hannover gelang 1952 der wirtschaftliche Durchbruch. 1956 zog das Unternehmen von Vaterstetten nach Waldkirch. Zu diesem Zeitpunkt waren 25 Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt. 1972 erfolgte die Gründung der ersten Tochtergesellschaft in Frankreich. 1976 expandierte das Unternehmen nach Übersee und gründete eine weitere Tochtergesellschaft in den USA.

Im Jahr 1988 starb Gründer Erwin Sick im Alter von 79 Jahren. Seine Frau Gisela Sick (1922–2024) übernahm ab diesem Zeitpunkt die Unternehmensführung als Hauptgesellschafterin.

1996 wurde aus der Erwin Sick GmbH eine Aktiengesellschaft.

Am 15. April 2026 gab die Sick AG bekannt, dass sie rund 500 Arbeitsplätze in Baden-Württemberg abbauen will.<ref name=":0">Konzern aus Südbaden - Sensorunternehmen Sick will zusätzlich 500 Stellen abbauen. In: sueddeutsche.de. Süddeutsche Zeitung GmbH, München, 15. April 2026, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 16. April 2026;.</ref><ref name=":1">Dinah Steinbrink, Peter Steffe: Beschäftigte an mehreren Standorten betroffen - Sensorenhersteller Sick aus Waldkirch streicht 500 Stellen in der Region. In: swr.de. Südwestrundfunk, Stuttgart, 16. April 2026, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 16. April 2026;.</ref><ref name=":2">Julian Baumann: Technologiekonzern bestätigt Stellenabbau an deutschen Standorten – rund 500 Mitarbeiter betroffen. In: merkur.de. Münchener Zeitungs-Verlag GmbH & Co. KG, München, 15. April 2026, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 16. April 2026;.</ref> Betroffen sind die Standorte in Waldkirch, Reute, Freiburg und Donaueschingen.<ref name=":0" /><ref name=":1" /><ref name=":2" /> Der Abbau erfolgt zusätzlich zu einem zuvor geplanten Personalabbau von etwa 100 Arbeitsstellen an den Standorten Hamburg und Karlsruhe.<ref name=":0" /><ref name=":1" /> Das Unternehmen begründete die Maßnahme mit der Notwendigkeit, die Profitabilität zu erhöhen und Kosten zu senken.<ref name=":0" /><ref name=":1" /> Es wurde zudem angekündigt, den betroffenen Mitarbeitern sozialverträgliche Perspektiven bieten zu wollen.<ref name=":0" /><ref name=":1" />

Branchen

Die Sick AG stellt Sensoren für die Fabrikautomation her, u. a. die Automobil-, Nahrungsmittel-, Verpackungs-, Pharma- und Kosmetikindustrie. Zur Logistikautomation zählen Anwendungsbereiche wie z. B. Flughäfen, Verkehr, Handel- und Distributionszentren, Gebäudesicherheit und Häfen. Im Bereich der Prozessautomation werden Sick-Sensoren u. a. im Berg- und Schiffsbau, Kraftwerken und der Chemieindustrie verwendet.<ref name="branchen">Branchen. Abgerufen am 16. April 2026.</ref>

Produkte

Sick bietet Produkte zum Messen, Detektieren, Überwachen und Kontrollieren, Absichern, Verbinden und Integrieren, Identifizieren und Positionieren an.

Zum Produktportfolio zählen Lichtschranken und Lichttaster, induktive, kapazitive und magnetische Sensoren, magnetische Zylindersensoren, Automatisierungs-Lichtgitter, Distanzsensoren, Encoder, Motor-Feedback-Systeme, Füllstandssensoren, Drucksensoren, Temperatursensoren, Durchflusssensoren, Identifikationslösungen wie z. B. Barcodescanner und RFID-Leser, Laserscanner, optoelektronische Schutzeinrichtungen, Sicherheitsschalter, sichere Steuerungen, Farbsensoren, Kontrastsensoren, Lumineszenzsensoren, Gasanalysatoren, Staubmessgeräte, Ultraschall-Gasdurchflussmessgeräte und Verkehrssensoren.<ref name="produkte">Produkte. Abgerufen am 16. April 2026.</ref>

Nach eigenen Angaben investierte das Unternehmen 2025 rund 239 Millionen Euro in Forschung & Entwicklung. Sick beschäftigt 1448 Mitarbeiter weltweit im Bereich Forschung & Entwicklung.<ref name="gb" />

Allgemein

Fünf vom Unternehmen hergestellte Laserscanner, die zudem im Bereich Objektschutz (Security), Hafen und Robotik als Sensor benutzt werden, wurden auf dem fahrerlosen Auto Stanley eingesetzt, das 2005 den Darpa-Grand-Challenge gewann. Von den 10.8158 Mitarbeitenden im Jahr 2025 waren 5662 in Deutschland beschäftigt.

Im Mai 2012 installierte die Firma ein Thermoportal auf der österreichischen Seite des Karawankentunnels. Dieser Scanner misst die Bremsentemperatur der durchfahrenden Lkw und schlägt Alarm, wenn die Bremsen eines Wagens zu heiß geworden sind. Für diese Erfindung erhielt die Firma 2013 den Deutschen Innovationspreis im Bereich Gefahrguttransport.<ref>Mit dem Karawankentunnel von Österreich nach Slowenien. In: Karawankentunnel. Abgerufen am 16. April 2026.</ref><ref>Modernstes Thermoportal Europas erkennt überhitzte Fahrzeuge am Karawankentunnel auf YouTube</ref>

Das Unternehmen gehört seit mehreren Jahren zu Deutschlands besten Arbeitgebern.<ref name="arbeitgeber">“SICK erneut als "Great Place to Work” ausgezeichnet. Sick, 30. März 2024, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 24. September 2015; abgerufen am 30. April 2025.</ref> Die Sick AG ist Mitglied im Wirtschaftsverband Industrieller Unternehmen Baden.<ref>wvib Schwarzwald AG. Abgerufen am 13. November 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Sozial engagiert sich Sick vor allem in den Bereichen Ausbildung und Forschungsförderung, unter anderem als Patenunternehmen von Jugend forscht.<ref>Stiftung Jugend forscht. In: jugend-forscht.de. Abgerufen am 22. Januar 2017.</ref> Das Unternehmen ist Sponsor des Freiburger Barockorchesters<ref>Freunde des Barockorchesters. In: barockorchester.de. Abgerufen am 22. Januar 2017.</ref> und der Messe Freiburg (Sick-Arena) Die Kategorie Kategorie:Wikipedia:Veraltet nach Jahr 2026 existiert noch nicht. Lege sie mit folgendem Text {{Zukunftskategorie|2026}} an. .<ref>Namenssponsoring Messehalle 4. In: freiburg.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 18. November 2016; abgerufen am 18. November 2016.</ref><ref>Waldkirch: Die Messehalle 4 in Freiburg heißt jetzt Sick-Arena. In: Badische Zeitung. 10. Februar 2017, abgerufen am 17. Februar 2017.</ref>

International

Mit mehr als 10.000 Mitarbeitern ist das Unternehmen weltweit mit 63 Tochtergesellschaften und Beteiligungen sowie zahlreichen Vertretungen präsent.<ref name="gb" /> Die Tochtergesellschaften sitzen in einigen Ländern Europas sowie in Kanada, Vereinigte Staaten, Südamerika, Australien, Nord- und Südafrika und Asien. Produziert wird in Deutschland, Ungarn, Malaysia und den Vereinigten Staaten. Größere Auslieferungslager neben Deutschland betreibt Sick in China und den Vereinigten Staaten.<ref name="international">Geschäftsbericht 2025. (PDF) In: tools.sick.com. Abgerufen am 30. April 2026.</ref>

Bilder

Weblinks

Commons: Sick – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 48° 5′ 16,5″ N, 7° 56′ 54,9″ O

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