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Seven Sisters (Ölkonzerne)

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Datei:Shell Building corner 2021.jpg
Ehemaliges Shell Gebäude errichtet 1929 im Financial District, San Francisco, nach dem Art Deco und neogotischen Design von George W. Kelham (1871–1936). Shell USA benutzte das Gebäude bis 1960. Aufnahme von 2021.

Als „Seven Sisters“ (sieben Schwestern) wurden nach dem Zweiten Weltkrieg sieben Ölkonzerne bezeichnet, die in den 1950er, 1960er und 1970er Jahren (zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts) den globalen Ölmarkt beherrschten. Die Bezeichnung dieser Gruppe an Unternehmen soll auf den italienischen ENI-Manager Enrico Mattei zurückgehen.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig The new Seven Sisters: oil and gas giants dwarf western rivals.] Financial Times, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 16. März 2009.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Erdölkonzerne Seven Sisters

Zu der Gruppe der „Seven Sisters“ zählte man die folgenden Unternehmen:

  1. Standard Oil of New Jersey (Handelsname in Deutschland: ESSO<ref>Eastern States Standard Oil (ESSO)</ref>) – später mit Mobil zu ExxonMobil zusammengeschlossen.
  2. Royal Dutch Shell (Shell)
  3. Anglo-Persian Oil Company (APOC) – später Anglo-Iranian Oil Company (AIOC), dann British Petroleum (BP) und schließlich BP Amoco nach der Übernahme von Amoco (früher Standard Oil of Indiana). Inzwischen tritt das Unternehmen nur noch unter dem Kürzel BP auf.
  4. Standard Oil Co. of New York (Socony) – Später Mobil Oil bzw. ExxonMobil
  5. Standard Oil of California (Socal) – Daraus entstand sind Chevron, dann, durch Zusammenschluss mit Texaco, ChevronTexaco. Inzwischen wurde der Name „Texaco“ wieder abgelegt und das Unternehmen firmiert wieder als Chevron.
  6. Gulf Oil – Gulf wurde 1984 zerschlagen, der größte Teil ging an Chevron, Teile an BP und Cumberland Farms.
  7. Texaco – schloss sich mit Chevron zusammen.

Von den ursprünglichen „Seven Sisters“ sind damit heute noch vier – ExxonMobil, Chevron, Shell und BP – übrig geblieben. Sie werden zusammen mit ConocoPhillips (Handelsname in Deutschland: Jet) und der französischen Total auch als die „Supermajors“ bezeichnet, also die „Supergroßen“. Weitere umgangssprachliche Bezeichnungen sind „Big Oil“.

Hinterlassenschaft

Die Struktur der „Seven Sisters“ hat sich durch Veränderungen am Ölmarkt und geopolitischer Veränderungen – hier sind die Ölpreiskrisen der 1970er und die Gründung der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) zu nennen<ref></ref> – für immer verändert. Außerdem kamen Ende des 20. Jahrhunderts viele neue, staatliche Erdölorganisationen auf, z. B. die Sinopec und China National Petroleum Corporation (CNPC) u. a. Auch die Sowjetunion hat nach ihrem Zerfall Anfang der 1990er bzw. mit dem Ende des Kalten Kriegs einige Umbrüche bzw. Transformation der Erdöl- und Erdgasindustrie durchlebt.<ref></ref><ref></ref>

Siehe auch

Literatur

Einzelnachweise

<references />