Serothorax
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| {{#if: J94.8 | J94.8 | Eintrag fehlt }} | Sonstige näher bezeichnete Krankheitszustände der Pleura | Eintrag fehlt }} |
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Als Serothorax wird ein fibrin- und eiweißhaltiger Pleuraerguss,<ref name="P, S. 1412" /> also eine Ansammlung seröser Flüssigkeiten im Pleuraspalt bezeichnet.<ref name="LV S. 254">Lehrbuch Vorklinik, S. 254.</ref> Er tritt als Folge einer entzündlichen oder tumorösen Erkrankung des Brustfelles auf.<ref name="P, S. 1412">Pschyrembel, S. 1412.</ref> Ist der Pleuraerguss eiweiß- und zellarm, so wird er als Hydrothorax (früher auch Brustwassersucht)<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}{{#ifeq: 0 | 0
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| Vorlage:Meyers-1905 – veraltete Parametrisierung
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}}</ref> bezeichnet. Der Hydrothorax tritt üblicherweise infolge einer rechts- oder linksventrikulären Herzinsuffizienz, eines nephrotischen Syndroms oder (als hepatischer Hydrothorax)<ref>Berthold Jany, Tobias Welte: Pleuraerguss des Erwachsenen – Ursachen, Diagnostik und Therapie. In: Deutsches Ärzteblatt, Mai 2019, Band 116, Heft 21, S. 377–385, hier S. 379 und 382.</ref> einer Leberzirrhose auf.<ref>Pschyrembel, S. 669 ff.</ref>
Ursachen
Als Ursachen für einen Serothorax werden in der Literatur Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Störungen des Bluteiweißhaushaltes wie Dysproteinämie und Hypoproteinämie, bösartige Brustfellerkrankungen,<ref name="LV S. 254" /> bei intrathorakalen Erkrankungen beziehungsweise abdominellen Erkrankungen entstehende Entzündungen (wie zum Beispiel Bauchspeicheldrüsenentzündung) und Rheuma genannt.<ref>Georg Heberer, Wolfgang Köle, Harald Tscherne: Chirurgie – Lehrbuch für Studierende der Medizin und Ärzte. 4. Auflage. Springer-Verlag, Berlin / Heidelberg / New York 1983, ISBN 3-540-11899-3, S. 225.</ref>
Diagnose
Anzeichen eines Serothorax sind eine spürbare Dämpfung bei der Perkussion des Brustkorbes, ein nur geringes oder nicht wahrnehmbares Atemgeräusch sowie eine Verschattung des erkrankten Thoraxbereiches im Röntgenbild.<ref>Georg Heberer, Wolfgang Köle, Harald Tscherne: Chirurgie – Lehrbuch für Studierende der Medizin und Ärzte. 4. Auflage. Springer-Verlag, Berlin / Heidelberg / New York 1983, ISBN 3-540-11899-3, S. 225–226.</ref>
Therapie
Der Pleuraerguss wird mittels Pleurapunktion behandelt. Die Punktion dient gegebenenfalls der Minderung von Druckerscheinungen im Thorax sowie der Feststellung der ursächlichen Krankheitserreger. Die den Serothorax verursachende Erkrankung ist abhängig ihrer Genese chirurgisch oder internistisch zu behandeln.<ref>Georg Heberer, Wolfgang Köle, Harald Tscherne: Chirurgie – Lehrbuch für Studierende der Medizin und Ärzte. 4. Auflage. Springer-Verlag, Berlin / Heidelberg / New York 1983, ISBN 3-540-11899-3, S. 226.</ref>
Literatur
- Robert F. Schmidt, Klaus Unsicker: Lehrbuch Vorklinik. Deutscher Ärzte-Verlag, Köln 2003, ISBN 3-7691-0443-9, S. 254.
- Pschyrembel – Klinisches Wörterbuch. 257. Auflage. Verlag de Gruyter, Berlin / New York 1994, ISBN 3-11-014183-3, S. 669 ff. u. 1412.
- Georg Heberer, Wolfgang Köle, Harald Tscherne: Chirurgie – Lehrbuch für Studierende der Medizin und Ärzte. 4. Auflage. Springer-Verlag, Berlin / Heidelberg / New York 1983, ISBN 3-540-11899-3, S. 225 ff.
- Peter Thurn, Egon Bücheler: Einführung in die Röntgendiagnostik. 7. Auflage. Georg Thieme Verlag, Stuttgart / New York 1982, ISBN 3-13-316007-9, S. 199, Abb. 228.
Einzelnachweise
<references />