Sergius Golowin
Sergius Golowin (* 31. Januar 1930 in Prag; † 17. Juli 2006 in Bern) war ein Schweizer Autor, Mythenforscher und Publizist.
Leben
Sergius Golowin kam 1930 in Prag zur Welt. 1933 kehrte seine Mutter, die Dichterin Alla von Steiger (Golowina), zusammen mit ihrem Sohn in die Schweiz zurück; der Vater Aleksandr Sergejewitsch Golowin (1904–1968), ein russischer Bildhauer, lebte getrennt von der Familie in Paris. Nach seiner Schulzeit war Sergius Golowin als Bibliotheksassistent an der Berner Stadt- und Universitätsbibliothek tätig. Er engagierte sich in der Jugendbewegung. Zwischen 1957 und 1968 arbeitete er als Archivar in Burgdorf. Später lebte Golowin als freier Schriftsteller in der Nähe von Bern. Zwischen 1971 und 1981 setzte er sich als Grossrat des Landesringes der Unabhängigen (LdU) insbesondere für die Jugendkultur und für Umweltanliegen ein. Als Folge eines parlamentarischen Vorstosses von Sergius Golowin erkannte der Kanton Bern 1975 die Minderheitsrechte der Fahrenden auf ihre eigene Kultur an. Viele seiner Bücher thematisieren die Fahrenden. Er war auch aktiv als langjähriges Vorstandsmitglied der 1975 in Bern gegründeten Radgenossenschaft der Landstrasse, der Dachorganisation der schweizerischen Jenischen.
Sergius Golowin war Verfasser zahlreicher Bücher und Artikel etwa zu volkskundlichen Themen und der Esoterik. Für seine Verdienste um die Volkskunde und um Menschen am Rande der Gesellschaft erhielt er 1974 den Preis der Schweizerischen Schillerstiftung. Exklusivbeiträge von Golowin veröffentlichte Urban Gwerder in seiner Zeitschrift Hotcha (1968–1971).
Sergius Golowin war naher Zeitzeuge vieler Berühmtheiten und Ereignisse: Er begleitete Timothy Leary, als dieser, aus dem Gefängnis befreit, ins Schweizer Exil flüchtete, war mit Friedrich Dürrenmatt und Hans Carl Artmann befreundet. Golowin ist überdies von HR Giger porträtiert worden, nahm am ersten und zweiten von Urs Tremp organisierten „Symposium für Alchemie“ teil und war auch dabei, als Polo Hofers legendäre Berner Rockgruppe Rumpelstilz – die seinen Wahlkampf unterstützte – ihren ersten Auftritt hatte. Ausserdem war er mit Martin Schippert bekannt, dem Gründer der Schweizer Hells Angels. Golowin gehörte zu den fichierten Personen des Landes mit Ficheneintrag als „prominentester Nonkonformist von Bern“.
Im Jahre 1973 nahm Sergius Golowin für die Kosmischen Kuriere die Langspielplatte Lord Krishna von Goloka auf. Die Aufnahme zeichnet sich durch improvisierte elektronische Klänge mit Sprachaufnahmen von Sergius Golowin aus. Musikalisch unterstützt wurde er dabei von den Musikern Klaus Schulze, Walter Westrupp, Bernd Witthüser, Jerry Berkers, Jürgen Dollase und Jörg Mierke.
Im Jahr 1978 nahm er an der Fiesta Monte Verità zum Gedenken an Gusto Gräser in Ascona teil und trat auf dem Monte Verità als Redner auf.
Würdigung
Am 16. September 2016 – 10 Jahre nach Golowins Tod – fand erstmals eine öffentliche Würdigung seiner Persönlichkeit, seines Schrifttums und seines Wirkens statt. Dies im Rahmen der Feckerchilbi in Bern, eines traditionsreichen jenischen Festes. Der Erinnerungsanlass mit szenischen Lesungen stand unter dem Motto "Sergius Golowin als Inspirator für die Jenischen, Sinti und Roma in der Schweiz"; er wurde organisiert und geleitet von Willi Wottreng, Publizist und Geschäftsführer der Radgenossenschaft der Landstrasse.
Werke (Auswahl)
Literatur
- Stefan Bittner: Eine unglaublich sensibilisierte Zeit für alles Lustige: Sergius Golowin. In: Bernhard C. Schär u. a. (Hrsg.): Bern 68. Lokalgeschichte eines globalen Aufbruchs. Ereignisse und Erinnerungen. Hier + Jetzt, Baden 2008, ISBN 978-3-03-919078-2, S. 42–48.
- Bernhard Giger: Sergius Golowin (1930–2006): Berner Bibliothekar, Schriftsteller, Erzähler und Avantgardist. Nachruf. In: Weltwoche vom 26. Juli 2006.
- Erik Golowin: Sergius Golowin. Aufbruch ins psychedelische Zeitalter. Synergia, Basel 2015, ISBN 978-3-944615-28-8.
- {{#ifeq: Franziska Meister|Redaktion||Franziska Meister: }}{{#if:Sergius Golowin|Vorlage:Str replace|Sergius Golowin}}. In: Historisches Lexikon der Schweiz{{#if: |. {{#iferror: {{#iferror:{{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}|}}|}}}}{{#if: |, abgerufen am {{#iferror: {{#iferror:{{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}|}}|}}}}.{{#invoke:TemplatePar|valid|1|N>0
|cat= Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:HLS |errNS= 0 |template= Vorlage:HLS |format= |preview= 1 }}{{#invoke:TemplatePar|check |all= 1= Autor= |opt= 2= Datum= Zugriff= Abruf= |cat= {{#ifeq:0 | 0 |Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:HLS}} |errNS= 0 |template= Vorlage:HLS |format= |preview= 1 }}
Weblinks
- Vorlage:Helveticat-GND
- }} Literatur von und über {{#invoke:WLink|getArticleBase}} im Katalog der {{#ifeq: Sergius Golowin | Deutsche Nationalbibliothek | DNB | Deutschen Nationalbibliothek}}{{#ifeq: 0 | 0
| {{#if:
| Vorlage:DNB-Portal – veraltete Parametrisierung 3=
}}
}}
- [https://lexikon.a-d-s.ch/Person/664 Eintrag über {{#if:
|
| {{#invoke:WLink|getArticleBase}}
}}] im Lexikon des Vereins Autorinnen und Autoren der Schweiz
- Sergius Golowin im Lexikon der Berner Schriftstellerinnen und Schriftsteller
- Zum Gedenken an Sergius Golowin Sammlung von weiteren Nachrufen
- Vortrag von Sergius Golowin: „Absinth, die grüne Fee“ by UNIWUT Entheovision Vortrag Entheovision II Berlin 2004
- Texte der Golowin-Gedenk-Veranstaltung in Bern vom 16. September 2016 unter http://www.radgenossenschaft.ch, Kapitel "Kultur".
{{#ifeq: p | p | | {{#if: 118166786n/81/3214632120319 | |
}} }}{{#ifeq:||{{#if: | [[Kategorie:Wikipedia:GND fehlt {{#invoke:Str|left|{{{GNDCheck}}}|7}}]] }}{{#if: | {{#if: | | }} }} }}{{#if: | {{#ifeq: 0 | 2 | | }} }}{{#if: | {{#ifeq: 0 | 2 | | }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: 118166786 | | {{#if: {{#statements:P227}} | | }} }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: 118166786 | {{#if: {{#invoke:Wikidata|pageId}} | {{#if: {{#statements:P227}} | | }} }} }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: n/81/32146 | | {{#if: {{#statements:P244}} | | }} }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: n/81/32146 | {{#if: {{#invoke:Wikidata|pageId}} | {{#if: {{#statements:P244}} | | }} }} }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: 32120319 | | {{#if: {{#statements:P214}} | | }} }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: 32120319 | {{#if: {{#invoke:Wikidata|pageId}} | {{#if: {{#statements:P214}} | | }} }} }} }}Vorlage:Wikidata-Registrierung
{{#if: Golowin, Sergius | {{#if: Golowin, Sergei | {{#if: Schweizer Publizist und Mythenforscher | {{#if: 31. Januar 1930 | {{#if: Prag, Tschechoslowakei | {{#if: 17. Juli 2006 | {{#if: Bern, Schweiz || Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Golowin, Sergius
}} |
| ALTERNATIVNAMEN | Golowin, Sergei
}} |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Publizist und Mythenforscher
}} |
| GEBURTSDATUM | 31. Januar 1930
}} |
| GEBURTSORT | Prag, Tschechoslowakei
}} |
| STERBEDATUM | 17. Juli 2006
}} |
| STERBEORT | Bern, Schweiz
}} |
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:DNB-Portal/ohne GND
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:DNB-Portal
- Wikipedia:GND fehlt
- Wikipedia:Normdaten-TYP falsch oder fehlend
- Wikipedia:GND in Wikipedia fehlt, in Wikidata vorhanden
- Wikipedia:GND in Wikipedia vorhanden, fehlt jedoch in Wikidata
- Wikipedia:LCCN in Wikipedia fehlt, in Wikidata vorhanden
- Wikipedia:LCCN in Wikipedia vorhanden, fehlt jedoch in Wikidata
- Wikipedia:VIAF in Wikipedia fehlt, in Wikidata vorhanden
- Wikipedia:VIAF in Wikipedia vorhanden, fehlt jedoch in Wikidata
- Publizist
- Autor
- Volkskundler
- Heimatforscher (Schweiz)
- Literatur (Bern)
- Archivar (Schweiz)
- Grossrat (Bern)
- LdU-Mitglied
- Person (Bern)
- Person (Prag)
- Schweizer
- Geboren 1930
- Gestorben 2006
- Mann