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Sergei Nikolajewitsch Juschenkow

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Foto einer Person
Sergei Juschenkow (2001)

Sergei Nikolajewitsch Juschenkow ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); * 27. Juni 1950 in Medwedkowo, Oblast Kalinin, RSFSR, UdSSR; † 17. April 2003 in Moskau, Russland) war ein russischer Politiker.

Biographie

Juschenkow schloss 1974 die Militärpolitische Schule in Nowosibirsk ab.<ref>Биография Сергея Юшенкова. 18. April 2003, abgerufen am 31. Oktober 2023 (russisch).</ref> 1984 absolvierte er die Militärpolitische Lenin-Akademie in Moskau und unterrichtete dort zwischen 1987 und 1990 später die marxistisch-leninistische Philosophie.<ref>Владимир Войнович: Юшенков Сергей Николаевич. In: Совет по внешней и оборонной политике. Abgerufen am 31. Juli 2022 (russisch).</ref>

Im März 1990 wurde Juschenkow in den Kongress der Volksdeputierten der RSFSR gewählt.<ref>Биография Сергея Юшенкова. 17 апреля в Москве был убит депутат Государственной Думы Сергей Юшенков. In: lenta.ru. 17. April 2003, abgerufen am 31. Juli 2022 (russisch).</ref>

Vom 19. bis 21. August 1991, während Staatsstreichs gegen Gorbatschow, war er an der Organisation der Verteidigung des Weißen Hauses beteiligt.

Im September 1991 wurde Juschenkow Mitglied der nichtständigen parlamentarischen Kommission für eine parlamentarische Untersuchung der Ursachen und Umstände des Staatsstreichs in der UdSSR.<ref>Биография Сергея Юшенкова. 17 апреля в Москве был убит депутат Государственной Думы Сергей Юшенков. In: lentu.ru. 17. April 2003, abgerufen am 31. Oktober 2023 (russisch).</ref>

Juschenkow war 1993 bis 1994 Informationsminister in Russland, später Mitglied des Verteidigungsausschusses der Duma und Vorsitzender der Partei Liberales Russland, die er u. a. mit dem 2002 erschossenen Abgeordneten Wladimir Golowlew gründete. Er leitete eine Kommission, die die Sprengstoffanschläge auf Wohnhäuser 1999 untersuchte.

Am 17. April 2003 wurde er vor seiner Wohnung von einem Unbekannten erschossen.<ref>Manfred Quiring: Putins russische Welt. Wie der Kreml Europa spaltet. Christoph Links, Berlin 2017, S. 38.</ref> Wenige Stunden vor seinem Tod hatte er seine Partei Liberales Russland für die Teilnahme an den Parlamentswahlen im Dezember 2003 registriert.<ref>Russian liberal leader gunned down in 'political killing'. In: independent.co.uk. 17. April 2003, abgerufen am 1. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Liberal Russian Political Figure Slain on Moscow Street (Published 2003). 17. April 2003 (nytimes.com [abgerufen am 1. Januar 2026]).</ref> Laut Michail Trepaschkin wurde Juschenkow auch wegen seines Wahlversprechens, die Sprengstoffanschläge auf Wohnhäuser 1999 aufzuklären, getötet.<ref>Siehe die Dokumentation "Nedoverie" (https://www.imdb.com/de/title/tt0389929/)</ref> Grigori Pasko zufolge hatte Juschenkow kurz vor seinem Tod Drohungen von einem hochrangigen FSB-General namens Alexander Michailow erhalten.<ref>Bellona: Grigory Pasko: My work with Yushenkov had just started, when he was killed. In: Bellona.org. 23. April 2003, abgerufen am 1. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Quellen

Einzelnachweise

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