Selbstbindung der Verwaltung
Die Selbstbindung der Verwaltung ist eine Rechtsfigur des deutschen Verwaltungsrechts und bezeichnet die Bindung einer Verwaltungsbehörde durch früheres tatsächliches<ref>Bundesverwaltungsgericht, Urteil vom 17.01.1996, 11 C 5.95</ref> Handeln und veröffentlichte Verwaltungsanweisungen<ref>Bundesfinanzhof, Urteil vom 14.05.2009, IV R 27/06</ref> (z. B. Steuerrichtlinien), insbesondere im Bereich der Leistungsverwaltung.
Nach {{#switch: juris
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Infolge der Selbstbindung tritt bei gleichartigen Ermessensentscheidungen für eine Behörde eine Ermessensreduktion auf Null ein.<ref>Bayerischer Verwaltungsgerichtshof, Urteil vom 07.08.2013, 10 B 13.1234</ref> Die Selbstbindung der Verwaltung begründet damit in gleichliegenden Fällen einen Leistungs- und Teilhabeanspruch des Begünstigten, außerdem ein Abwehrrecht des Wettbewerbers gegen die unrechtmäßige Subventionierung eines Konkurrenten,<ref>Heinz-Josef Friehe: Das Abwehrrecht des Wettbewerbers gegen die Subventionierung eines Konkurrenten, JuS 1981, 867.</ref> jedoch keinen Anspruch auf unrechtmäßige Gleichbehandlung.
Literatur
- Hans Birk: Methodisches zur Anwendung des Art. 3 GG, VBlBW 1985, 274 ff.
- Joachim Burmeister: Selbstbindungen der Verwaltung, DÖV 1981, 503 ff.
- Volkmar Götz: Über die "Gleichheit im Unrecht", in: Festschrift Bundesverwaltungsgericht (1978), S. 245 ff.
- Christian-Friedrich Menger: Zur Selbstbindung der Verwaltung durch norminterpretierende Richtlinien, VerwArch Band 63 (1972), S. 213 ff.
- Michael Sachs: Zur dogmatischen Struktur der Gleichheitsrechte als Abwehrrechte, DÖV 1984, 411 ff.
Weblinks
- Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales: Rundschreiben II Nr. 01/2013 über die Weiteranwendung der Ausführungsvorschriften zur Hilfe zu einer angemessenen Schulbildung durch den Träger der Sozialhilfe nach {{#switch: buzer
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Einzelnachweise
<references />