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Seeschlacht bei Sinope

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Seeschlacht bei Sinope
Teil von: Krimkrieg
Datei:Battle of Sinop.jpg
Seeschlacht bei Sinope von Ivan Ajvazovskij
Datum 30. November 1853
Ort bei Sinope, türkische Schwarzmeerküste
Ausgang Vernichtung der osmanischen Flotte
Konfliktparteien

Russisches Kaiserreich 1721[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]:  Russland

Osmanisches Reich 1844Datei:Flag of the Ottoman Empire (1844–1922).svg Osmanisches Reich

  • Datei:Flag of Egypt (1793-1844).svg Ägypten<ref>Bernd Langensiepen, Ahmet Güleryüz: The Ottoman Steam Navy 1828–1923, Seite 4. Conway Maritime Press, London 1995</ref><ref>Lawrence Sondhaus: Naval Warfare, 1815-1914, Seite 57f. Routledge, New York 2012</ref><ref>Lawrence Sondhaus: Navies of Europe, Seite 40. Routledge, New York 2014</ref>
Befehlshaber

Russisches Kaiserreich 1721[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Pawel Nachimow

Osmanisches Reich 1844Datei:Flag of the Ottoman Empire (1844–1922).svg Osman Pascha
Osmanisches Reich 1844Datei:Flag of the Ottoman Empire (1844–1922).svg Adolphus Slade

Truppenstärke

6 Linienschiffe,
2 Fregatten,
3 Dampfer

7 Fregatten,
3 Korvetten,
2 Dampfer

Verluste

37 getötet,
233 verwundet,
3 Schiffe beschädigt

ca. 3000 getötet oder verwundet,
7 Fregatten (davon eine versenkt und 6 auf Grund gesetzt),
3 Korvetten auf Grund gesetzt,
2 Landbatterien zerstört

Die Seeschlacht bei Sinope fand am 30. November 1853 bei der nordtürkischen Hafenstadt Sinope statt. In ihr vernichtete die Flotte des Russischen Kaiserreiches die vor Anker liegenden osmanischen Schiffe. Häufig wird diese Schlacht als die letzte große Schlacht der klassischen Segelschiffe betrachtet sowie als die erste große Schlacht des Krimkrieges (1853–1856).

Vernichtung der osmanischen Flotte

Kleinere Seekämpfe zwischen den Russen und dem Osmanischen Reich fanden bereits seit Wochen statt, so dass die Osmanen mehrere Schwadronen ins Schwarze Meer entsandten, die sich bei Sinope versammelten, darunter auch ägyptische Schiffe. Die Russen, angeführt vom Admiral Pawel Nachimow, kamen in der Formation von zwei Linien mit je drei Kampfschiffen nach Sinope und griffen die türkischen Linien an. Die Schlacht dauerte zwei Stunden. Die Russen benutzten zerstörerische „Bombenkanonen“ von Paixhans, um die türkische Flotte zu vernichten.<ref>Rolf Hobson: Maritimer Imperialismus. Seemachtideologie, seestrategisches Denken und der Tirpitzplan 1875-1914. Hrsg.: Militärgeschichtliches Forschungsamt. Band 61. R. Oldenbourg Verlag, München, ISBN 3-486-56671-7, S. 30.</ref> Sie verschossen zum ersten Mal in der Seekriegsgeschichte Sprenggranaten. Mehrere Schiffe explodierten, andere fingen Feuer und wurden vom Wind auf die Felsen getrieben. Auch die Küstenbatterien wurden von russischen Kriegsschiffen zerstört. Auf türkischer Seite überstand einzig die mit 12 Kanonen ausgestattete Taif die Gefechte. Sie konnte nach Konstantinopel entkommen. Der kommandierende türkische Vizeadmiral Osman Pascha wurde verwundet, geriet in russische Gefangenschaft und wurde nach Sewastopol gebracht.<ref>Winfried Baumgart: Akten Zur Geschichte des Krimkriegs. Juni Serie III, Band 2, Seite 71. Oldenbourg Verlag, München 2006</ref>

Eingesetzte Einheiten

Vorlage:Hinweisbaustein

Russland

Vizeadmiral Nachimows Flotte
Schiff Geschütze Kommandant Verluste Anmerkungen
getötet verwundet Insgesamt
Veliky Kniaz' Constantin 120 008 026 034
Parizh 120 001 016 017
Tri Swjatitelja 120 008 018 026
Imperatriza Marija 084 016 039 055 Flaggschiff von Admiral Nachimow
Rostislaw 084 003 105 108
Tschesma 084 000 004 004
Kulevichik 060 000 000 000
Kagul 044 000 000 000
Krym 004 Dampfer
Odessa 004 Dampfer
Khersones 004 Dampfer

Osmanisches Reich

Vizeadmiral Osman Pashas Flotte
Schiff Geschütze Kommandant Verluste Anmerkungen
getötet verwundet Insgesamt
Nizamiye 062 Flaggschiff von Osman Pasha, gestrandet
Nesim-i Zafer 060 gestrandet
Navek-i Bahri 058 explodiert
Damiat 056 ägyptisches Schiff, gestrandet
Kaid-i Zafer 054 gestrandet
Avnullah 044 gestrandet
Fazililah 044 gestrandet
Necm-i Fesan 024 gestrandet
Feyz-i Mabud 024 gestrandet
Guh-i Sefid 022 explodiert
Taif 012 Dampfer
Eregli 010 Dampfer

Folgen

Die Schlacht bei Sinope lieferte Großbritannien und Frankreich den Grund, Russland wenige Monate später den Krieg zu erklären, um das in Zerfall begriffene Osmanische Reich zu unterstützen.

Literatur

  • Roger Charles Anderson: Naval wars in the Levant 1559–1853. University Press, Liverpool 1952, ISBN 1-57898-538-2

Weblinks

Commons: Seeschlacht bei Sinope – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />