Bokel (Beverstedt)
Bokel Gemeinde Beverstedt
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(2394)&title=Bokel 53° 24′ N, 8° 46′ O
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| Höhe: | 9 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 20,98 km²<ref name="Info2021" /> | |||||
| Einwohner: | 2394 (31. Dez. 2023)<ref name="Info2021" /> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 114 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. November 2011 | |||||
| Postleitzahl: | 27616 | |||||
| Vorwahl: | 04748 | |||||
Lage von Bokel in Niedersachsen
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Bokel ist eine Ortschaft in der Einheitsgemeinde Beverstedt im niedersächsischen Landkreis Cuxhaven.
Geografie
Lage
Die Ortschaft Bokel befindet sich im südwestlichen Teil der Einheitsgemeinde Beverstedt. Der Ort liegt im Elbe-Weser-Dreieck im Süden des Landkreises Cuxhaven.
Ortsgliederung
- Bokel (Hauptort)
- Haßbüttel
- Kransmoor
- Langenfelde
- Seebeck
Nachbarorte
| Hollen | Lunestedt – Ortsteil Freschluneberg | Stubben |
| Hollen – Ortsteil Heise | Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt | |
| Bramstedt (Einheitsgemeinde Hagen im Bremischen) |
Bramstedt – Ortsteil Lohe (Einheitsgemeinde Hagen im Bremischen) |
Holste (Samtgemeinde Hambergen – Landkreis Osterholz) Axstedt (Samtgemeinde Hambergen – Landkreis Osterholz) |
(Quelle:<ref name="Karte" />)
Geschichte
Bokel gehört zu den ältesten Siedlungen dieser Geest und wurde urkundlich erstmals im Jahre 1110 als „Bockla“ (Buchenwald) erwähnt.<ref name="Geschichte I" /> Jahrhundertelang bildeten ein Teil der Hauptstraße sowie der Bock- und der Mühlenstraße das eigentliche Dorf. Nach dem Dreißigjährigen Krieg (1618–48) erfolgte die Besiedlung des Brinks. Das Dorf entwickelte sich langsam von 38 Feuerstellen im Jahre 1718 bis auf 50 Feuerstellen im Jahre 1791. Die Bewohner trieben fast alle Ackerbau und Viehzucht und waren überwiegend gegenüber den damaligen Grundherren (Stotel, Wersebe, Kloster Lilienthal) abgabenpflichtig. Die Gemeinschaftsteilungen und Lastenablösungen fanden erst ab 1818 statt. 1894 gehörte Bokel zum Kreis Geestemünde, Amtsgericht Hagen, Post Bokel; 1927 kam die Zugehörigkeit zum Finanzamt Wesermünde-Land.
Mit der Entstehung der Moorkolonien Kransmoor (um 1830)<ref name="Moorkolonie" /><ref name="Geschichte II" /> und Langenfelde (um 1880) sowie der Eröffnung der Eisenbahnlinie Bremen-Geestemünde (1862) mit der Station Stubben veränderte sich die Gemeinde in mancher Hinsicht:
- Die Einwohnerzahl stieg bis zum Jahre 1900 auf 1073.
- Handwerker und Gewerbetreibende ließen sich in größerer Zahl nieder.
- Molkerei (1904), Post (1907) und Bahn boten neue Arbeitsplätze.
- Die Hauptstraße (Landesstraße 134) wurde 1851 gepflastert, 1892/93 erneuert und 1928 verbreitert. In den Jahren 1988 und 1989 wurde sie grundlegend erneuert, beidseitig mit Rad- und Fußweg versehen und mit einer Regenwasserleitung ausgestattet.
Nach dem Ersten Weltkrieg und besonders deutlich nach dem Zweiten Weltkrieg hat sich die Einwohnerzahl der Gemeinde durch die Eingliederung der Vertriebenen (hauptsächlich aus Westpreußen und Bessarabien) und Evakuierten beträchtlich erhöht.<ref name="Geschichte III" />
Im Herbst des Jahres 1944 mussten in Bokel 220 Personen untergebracht werden, die vornehmlich in Bremerhaven nach Bombenangriffen ihre Wohnungen verloren hatten. Durch das Deutsche Wohnungshilfswerk sollten in ländlichen Gemeinden Behelfsheime geschaffen werden. In Bokel sollten zehn davon gebaut werden.<ref name="Geschichte IV" />
„Bis Kriegsende wurden fünf dieser Behelfsheime fertig und bezogen: zwei auf dem Bätjerplatz (…), zwei auf dem Hof Seebeck und eins in der Seebeckstraße (…). Die restlichen in Langenfelde (…), Kransmoor (…) und auf dem Lehdeberg (…) vorgesehenen Bauten wurden, da die Materialbeschaffung sehr schwierig war, nicht fertig gestellt.“
Nach 1945 entstand durch Zuzug von Flüchtlingen und Vertriebenen sowie verbliebenen Evakuierten mit der Siedlung Lehdeberg ein neuer Ortsteil.
Eingemeindungen
Der Versuch in den 1960er Jahren, Bokel und die Nachbargemeinde Stubben zu einer politischen Gemeinde zusammenzuschließen, scheiterte. Damit wurde möglicherweise die Chance vertan, bei der Verwaltungsreform um 1970 Sitz der Samtgemeinde zu werden. 1971 wurde Bokel eine der neun Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Beverstedt.
Seit dem 1. November 2011 ist Bokel eine Ortschaft in der Einheitsgemeinde Beverstedt.<ref name="Voris" /><ref name="Neubildung" />
Einwohnerentwicklung
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¹ jeweils zum 31. Dezember
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Politik
Gemeinderat und Bürgermeister
Auf kommunaler Ebene wird die Ortschaft Bokel vom Beverstedter Gemeinderat vertreten. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
Ortsvorsteher
Der Ortsvorsteher von Bokel ist Stefan Somnitz (SPD).<ref name="Info2021" /> Die Amtszeit läuft von 2021 bis 2026.
Wappen
Der Entwurf des Kommunalwappens von Bokel stammt von dem Heraldiker und Wappenmaler Gustav Völker, der zahlreiche Wappen im Landkreis Cuxhaven erschaffen hat.<ref name="Wappen" />
| [[Datei:{{#property:p94}}|100px|links|Wappen von Bokel]] | Blasonierung: „In Grün eine bewurzelte silberne Buche mit vier Ästen, deren Stamm mit einer goldenen Sense in Querstellung belegt ist.“<ref name="Wappen">Landkreis Wesermünde (Hrsg.): Wappen des Landkreises Wesermünde. Grassé Offset Verlag, Bremerhaven/Wesermünde 1973, OCLC 469321470 (201 S., eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden. [abgerufen am 23. Oktober 2021]).</ref> |
| Wappenbegründung: Die Buche erinnert an die Deutung des schon 1105 als Bochla urkundlich erwähnten Ortsnamens als Buchengehölz. Die vier Äste weisen auf die vier Ortsteile Haßbüttel, Seebeck, Kransmoor und Langenfelde hin. Die Sense ist ein Sinnbild der Landwirtschaft, des Haupterwerbszweiges der Gemeinde. |
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bauwerke
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- Hofanlage Auf dem Brink 7 von 1817
- Wohn- und Wirtschaftsgebäude Hauptstraße 74 von 1769
- Großsteingräber bei Bokel (wurden im späten 19. oder frühen 20. Jahrhundert zerstört)
Denkmäler
In Bokel steht ein Kriegerdenkmal für die Gefallenen und Vermissten aus dem Ersten<ref name="Grabsteine I" /> und Zweiten Weltkrieg.<ref name="Grabsteine II" /><ref name="Denkmalprojekt" />
Naturdenkmale
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- Eine Eiche (Verordnungsdatum 2. Oktober 1995)
Persönlichkeiten
Personen, die mit dem Ort in Verbindung stehen
- Volker Lüdke (* 1929), Politiker (SPD), Ehrenbürgermeister, war 39 Jahre lang Bürgermeister von Bokel<ref name="Pioniere" />
- Daniela Behrens (* 1968), Politikerin (SPD) und niedersächsische Ministerin für Inneres und Sport, war bis zur Auflösung der Gemeinde 2011 Ratsfrau in Bokel<ref>Sozialministerin Daniela Behrens | Nds. Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung. Abgerufen am 22. März 2022.</ref>
Sagen und Legenden
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Literatur
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/393177127X ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
- Gemeinde Bokel – Arbeitskreis (Hrsg.): Geschichte und Geschichten eines Dorfes. 900 Jahre Bokel. Selbstverlag, Bokel 2010.
Weblinks
- Website der Gemeinde Beverstedt – Bokel
- Interessengemeinschaft Bokel-Stubben
- Linkkatalog zum Thema Bokel bei Bremerhaven bei curlie.org (ehemals DMOZ)
- Bürgerverein Bokel – Geschichte und Infrastruktur in Kürze
Einzelnachweise
<references> <ref name="Denkmalprojekt">Gefallenendenkmal – Bokel, Landkreis Cuxhaven, Niedersachsen. In: Onlineprojekt Gefallenendenkmäler. September 2007, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 17. September 2021; abgerufen am 3. Juli 2021.</ref> <ref name="destatis">
Gemeindeverzeichnis – Archiv – Regionale Gliederung – Jahresausgaben – Niedersachsen. (Alle politisch selbständigen Gemeinden im EXCEL-Format). In: Website Destatis. Statistisches Bundesamt, abgerufen am 3. Juli 2021.
</ref> <ref name="destatis1973">
Niedersächsisches Landesverwaltungsamt (Hrsg.): Gemeindeverzeichnis für Niedersachsen. Gemeinden und Gemeindefreie Gebiete. Eigenverlag, Hannover 1. Januar 1973, S. 47, Landkreis Wesermünde (Digitalisat [PDF; 21,3 MB; abgerufen am 3. Juli 2021]).
</ref> <ref name="destatis1975">
Gemeinden in Deutschland nach Fläche und Bevölkerung. (XLSX; 896 kB) In: Website Destatis. Statistisches Bundesamt, 31. Dezember 1975, abgerufen am 3. Juli 2021 (Siehe unter: Niedersachsen, Nr. 1908).
</ref> <ref name="Gemeindeverzeichnis1910">
Ulrich Schubert: Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 – Landkreis Geestemünde. Angaben vom 1. Dezember 1910. In: gemeindeverzeichnis.de. 14. März 2021, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 6. April 2023; abgerufen am 3. Juli 2021.
</ref> <ref name="Gemeindeverzeichnis1956">
Vorlage:Gemeindeverzeichnis Deutschland 1956
</ref> <ref name="Gemeindeverzeichnis1971">
Statistisches Bundesamt Wiesbaden (Hrsg.): Amtliches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland – Ausgabe 1971 (Bevölkerungsstand: 27. Mai 1970, Gebietsstand 1. Januar 1971). W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1971, S. 104 (Digitalisat).
</ref> <ref name="Geschichte I">
Gemeinde Bokel – Arbeitskreis (Hrsg.): Geschichte und Geschichten eines Dorfes. 900 Jahre Bokel. Selbstverlag, Bokel 2010, S. 11 ff.
</ref> <ref name="Geschichte II">
Gemeinde Bokel – Arbeitskreis (Hrsg.): Geschichte und Geschichten eines Dorfes. 900 Jahre Bokel. Selbstverlag, Bokel 2010, S. 58 und Fotos auf S. 143.
</ref> <ref name="Geschichte III">
Gemeinde Bokel – Arbeitskreis (Hrsg.): Geschichte und Geschichten eines Dorfes. 900 Jahre Bokel. Berichte von Flucht und Vertreibung. Selbstverlag, Bokel 2010, S. 116–120.
</ref> <ref name="Geschichte IV">
Gemeinde Bokel – Arbeitskreis (Hrsg.): Geschichte und Geschichten eines Dorfes. 900 Jahre Bokel. Berichte von Flucht und Vertreibung. Selbstverlag, Bokel 2010, S. 115.
</ref> <ref name="Grabsteine I">
Grabsteine – Bokel (Beverstedt, Cuxhaven) – Kriegerdenkmal – 1. Weltkrieg. In: grabsteine.genealogy.net. 2007, abgerufen am 3. Juli 2021.
</ref> <ref name="Grabsteine II">
Grabsteine – Bokel (Beverstedt, Cuxhaven) – Kriegerdenkmal – 2. Weltkrieg. In: grabsteine.genealogy.net. 2007, abgerufen am 3. Juli 2021.
</ref> <ref name="Info2016">
Informationen über Bokel. In: Website Gemeinde Beverstedt. 16. November 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 30. März 2017; abgerufen am 11. Dezember 2019.
</ref> <ref name="Info2021">
Informationen über Bokel. In: Website Gemeinde Beverstedt. 15. November 2021, abgerufen am 1. März 2022.
</ref> <ref name="Karte">
Übersichtskarte Landkreis Cuxhaven. In: cuxland-gis.landkreis-cuxhaven.de. November 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 11. Dezember 2019; abgerufen am 5. Januar 2021.
</ref> <ref name="Klön">
Jan Klön: Mine meenung an’n Stammdisch. In: Wesermünder Neueste Nachrichten.
</ref> <ref name="Hake">
Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3931771164 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
</ref> <ref name="Moorkolonie"> Eine Moorkate aus Kransmoor hatte eine „märchenhafte Karriere“: 1910 gelangte sie in eine Ausstellung des Bremer Überseemuseums, dort überstand sie unbeschadet den 2. Weltkrieg, wurde ab 1961 Blickfang einer Ausstellung über den Torf und kam 1976 in das Freilichtmuseum Speckenbüttel in Bremerhaven. </ref> <ref name="Müller">
Hans Müller-Brauel: Die vorgeschichtlichen Denkmäler des Kreises Wesermünde. In: Jahrbuch der Männer vom Morgenstern. Bremerhaven 1910.
</ref> <ref name="Neubildung">
Gesetz über die Neubildung der Gemeinde Beverstedt, Landkreis Cuxhaven. In: Niedersächsische Staatskanzlei (Hrsg.): Niedersächsisches Gesetz- und Verordnungsblatt (Nds. GVBl.). Nr. 5/2011. Hannover 17. Februar 2011, S. 61, S. 3 (Digitalisat [PDF; 155 kB; abgerufen am 3. Juli 2021]).
</ref> <ref name="Pioniere">
Jens Gehrke: „Pioniere“ hören auf: Gemeinde Beverstedt verabschiedet Ratsmitglieder. In: Website Nord 24. 27. September 2016, abgerufen am 3. Juli 2021.
</ref> <ref name="Rademacher">
Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de
</ref> <ref name="Sagen I">
Gemeinde Bokel – Arbeitskreis (Hrsg.): Geschichte und Geschichten eines Dorfes. 900 Jahre Bokel. Selbstverlag, Bokel 2010, S. 342.
</ref> <ref name="Sagen II">
Gemeinde Bokel – Arbeitskreis (Hrsg.): Geschichte und Geschichten eines Dorfes. 900 Jahre Bokel. Selbstverlag, Bokel 2010, S. 343.
</ref> <ref name="Sagen III">
Gemeinde Bokel – Arbeitskreis (Hrsg.): Geschichte und Geschichten eines Dorfes. 900 Jahre Bokel. Selbstverlag, Bokel 2010, S. 344–360.
</ref> <ref name="Voris">
Gesetz über die Neubildung der Gemeinde Beverstedt, Landkreis Cuxhaven. In: Niedersächsisches Vorschrifteninformationssystem (NI-VORIS). 17. Februar 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 18. September 2018; abgerufen am 3. Juli 2021.
</ref> </references>
Appeln | Beverstedt (mit Osterndorf und Wehldorf) | Bokel | Frelsdorf | Heerstedt | Hollen (mit Heise) | Kirchwistedt (mit Ahe, Altwistedt, Horst und Stemmermühlen) | Lunestedt (mit Freschluneberg und Westerbeverstedt) | Stubben | Wellen | Wollingst