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Seda (Lettland)

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Seda (Lettland) (dt. Sedde)
Wappen von Seda (Lettland)
Seda (Lettland) (Lettland)
Seda (Lettland) (Lettland)
Einwohner Zahlenformat
Basisdaten
Staat: LettlandDatei:Flag of Latvia.svg Lettland
Verwaltungsbezirk: Bezirk Valmiera
Koordinaten: Vorlage:Infobox Ort in Lettland/Region zu ISO-Code_type:city 57° 39′ N, 25° 45′ O keine Zahl: Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl LVKoordinaten: Vorlage:Infobox Ort in Lettland/Region zu ISO-Code_type:city 57° 39′ 1″ N, 25° 45′ 4″ O
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Einwohner: Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl LV (Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „[“)
Fläche: 2,02 km²
Bevölkerungsdichte: Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „[“ Einwohner je km²
Höhe: 50 m
Stadtrecht: seit 1991
Datei:Sedas kultūras nams.jpg
Kulturhaus in Seda
Datei:Seda - škola.JPG
Schulgebäude in Seda
Datei:Sedas pilsētas dome 2000-08-05 - panoramio.jpg
Gebäude der Stadtverwaltung am Zentralen Platz Skolas Laukums

Seda ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine Stadt in Vidzeme, dem historischen Livland, im Norden Lettlands, die in den 1950er Jahren als Arbeitersiedlung in einem Torfabbaugebiet errichtet wurde. Im Jahre [[:V zählte sie Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl LV Einwohner.<ref>Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl LV</ref> Sie ist nach dem durch das Stadtgebiet fließenden Fluss Seda benannt, der in den Burtnieker See mündet.<ref>Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3412068896 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>

Geschichte

Das Sumpfgebiet „Seda“ gehörte zum Gut Wolfarths Linde (heute lett. Jērcēni). 1938 wurde eine staatliche Aktiengesellschaft „Kūdra“ (= Torf) zur Ausbeutung der Torfvlorkommen gegründet. Bis 1954 befand sich in dem Wald- und Sumpfgebiet lediglich ein einzelnes Gehöft.

Am 5. August 1954 wurde der Plan zum Bau einer Torffabrik mit Arbeitersiedlung genehmigt. In der Folgezeit wurde ein Gebiet nördlich der Eisenbahnlinie ValgaRiga gerodet und mit den Bauarbeiten begonnen. Das Projekt wurde als Allunions-Komsomol-Stoss-Bauobjekt<ref>lettisch: "Vissavienības komjaunatnes triecienceltni" aus www.strencunovads.lv</ref> beworben, so dass sich junge Arbeiter aus allen Teilen der Sowjetunion meldeten. Die Bevölkerung der neu angelegten Siedlung wuchs auf 4000 Einwohner, durch deren Zusammensetzung Seda eine russische Sprachinsel in Nordlettland war. 1991 erhielt Seda die Stadtrechte, obwohl die Bevölkerung infolge Unabhängigkeit und wirtschaftlicher Umstrukturierung Lettlands bereits im Schwinden war und inzwischen nur noch etwa ein Viertel ihrer ursprünglichen Größe beträgt. 2006 waren 64 % der Einwohner Russen und 17 % Letten. Die restlichen 19 % verteilen sich auf 16 andere Nationalitäten. Etwa die Hälfte aller Einwohner besaß die lettische Staatsbürgerschaft. Ein Drittel davon waren Pensionäre.

Datei:Seda, Latvia 07.jpg
Typische Wohngebäude aus den 1950er Jahren
Datei:Sedas pareizticīgo baznīca 2004-10-09.jpg
Orthodoxe Kirche in Seda
Datei:Seda raudteepeatus.jpg
Geschlossener Eisenbahn-Haltepunkt Seda
Datei:Seda soo, 2014-2.jpg
Seda-Sumpf

Die privatisierte Betreibergesellschaft ist der größte Torfproduzent Lettlands.

Die 1972 eröffnete Station Seda an der Bahnstrecke von Rīga nach Valga wurde im Dezember 2019 aufgrund des nur noch geringen Passagieraufkommens geschlossen.<ref>tvnet.lv</ref><ref>Murjanu TV: Seda. Pilsēta, kurā apstājies laiks. auf YouTube, 20. Juli 2020, abgerufen am 25. Februar 2024 (Laufzeit: 5:22 min).</ref>

Das Leben in Seda wird in dem 2004 produzierten Film Seda. Purva ļaudis (Seda. Das Volk des Sumpfes) anschaulich dargestellt.<ref>ELM MEDIA: Seda. Purva ļaudis on Vimeo. In: vimeo.com. 19. Februar 2012, abgerufen am 16. März 2024.</ref>

Architektur

Der Stadtaufbau ist sehr kompakt. Um einen großen zentralen Rundplatz, den Skolas laukums (Schulplatz) mit dem Gebäude der Stadtverwaltung und der Schule, laufen die von Birken und Linden gesäumten breiten Straßen sternförmig auseinander. Die Architektur der öffentlichen Gebäude im Stil des Sozialistischen Klassizismus der unmittelbaren Nach-Stalin-Aera, wie dem repräsentativen Kulturhaus von 1959 und der Schule, sowie der schlichter gehaltenen Wohnhäuser findet sich als Bauensemble nirgendwo sonst in Lettland. Zum Ortsrand hin wurden später einige der sonst in der Sowjetunion üblichen Wohnhäuser in Plattenbauweise errichtet. Die eilig gebauten, sämtlich gelblichen Gebäude aus den 1950er Jahren zeigen Spuren der Zeit und stehen zur Hälfte leer. 2004 wurde ein Ladengebäude zur orthodoxen Kirche des Erzengel Michael umgebaut.<ref>sites.google.com</ref>

Der Seda-Sumpf

Das 7582 Hektar große Sumpfgebiet ist mit einem Feldbahnnetz von 40 km Länge und einer Spurweite von 750 mm erschlossen, das für den Torf-Transport benützt wird, jedoch nicht für den öffentlichen Personennahverkehr. Nach einem halben Jahrhundert sind die Torfbestände zum Großteil ausgebeutet. Die entstandenen Feuchtflächen beherbergen eine artenreiche Fauna an teilweise geschützten Tieren und sind wichtig für Zugvögel. Im Frühling sammeln sich hier mehrere hunderte nördliche Schwäne und im Herbst über tausend Wildgänse. Ein großes Gebiet im Herzen des Sumpfes ist noch im Naturzustand, da alle Versuche einer Trockenlegung scheiterten. Hier wurden Baumwurzeln aus dem Sumpf gefördert, die teilweise 3000 Jahre lang erhalten geblieben sind. Im Herbst ist das Gebiet bei Sammlern von Heidelbeeren und Moosbeeren beliebt. In den trockeneren Wäldern wachsen auch Pilze.<ref>ldf.lv</ref>

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references />