Seckendorf (Cadolzburg)
Seckendorf Markt Cadolzburg
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(200)&title=Seckendorf 49° 29′ N, 10° 51′ O
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| Höhe: | 325 (322–329) m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 200[Ohne Beleg] | |||||
| Postleitzahl: | 90556 | |||||
| Vorwahl: | 09103 | |||||
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Seckendorf (fränkisch: Seggn-doaf<ref>W. Wiessner: Stadt und Landkreis Fürth, S. 90. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „seggndoʳf“.</ref>) ist ein Gemeindeteil des Marktes Cadolzburg im Landkreis Fürth (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Seckendorf liegt in der Gemarkung Roßendorf.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 8. Oktober 2024.</ref>
Geographie
Das Dorf liegt in einer flachhügeligen Ebene, bestehend aus Acker- und Grünland mit vereinzeltem Baumbestand. Im Südwesten wird die Flur Sauerland genannt. 0,5 km westlich des Ortes liegt das Maienwegholz. Die Kreisstraße FÜ 2 führt nach Schwadermühle zur Staatsstraße 2409 (1,5 km südöstlich) bzw. nach Raindorf zur Kreisstraße FÜ 17 (2,4 km nördlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 16. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Seckendorf ist der Ursprung des gleichnamigen Geschlechtes Seckendorff (Burg Seckendorf), das mit Heinrich von Seckendorff am 1. Mai 1254 bzw. mit den Brüdern Arnold, Burkhard und Ludwig von Seckendorff am 16. Oktober 1259 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Die Familie ist weit verzweigt und hat für den fränkischen Raum über Jahrhunderte eine prägende Bedeutung. Die Bedeutung des Ortsnamens ist unklar: In Betracht kommt eine Ableitung vom niederdeutschen Wort „segge“ (= Riedgras, Schilf) oder der Personenname Sacco.<ref>W. Wiessner: Stadt und Landkreis Fürth, S. 90 f.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Seckendorf neun Anwesen. Das Hochgericht und die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte das brandenburg-ansbachische Stadtvogteiamt Langenzenn aus. Grundherren waren das Kastenamt Cadolzburg (1 Halbhof), das Gotteshaus Cadolzburg (1 Viertelhof) und die Reichsstadt Nürnberg: Landesalmosenamt (2 Höfe, 2 Halbhöfe, 1 Viertelhof), St.-Klara-Klosteramt (1 Hof, 1 Viertelhof).<ref name="H172">H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 172.</ref> 1802 gab es im Ort sieben Anwesen.<ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 5, Sp. 272.</ref>
Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Cadolzburg. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Seckendorf dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Seukendorf und der im selben Jahr gegründeten Ruralgemeinde Horbach zugeordnet.<ref>H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 229.</ref>
Seckendorf wurde im Rahmen der Gebietsreform in Bayern als einziger Gemeindeteil der Gemeinde Horbach am 1. Mai 1978 nach Cadolzburg umgegliedert.<ref>Cadolzburg > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 16. Mai 2025.</ref>
Bau- und Bodendenkmäler
- Burgstall Seckendorf<ref name="Denkmalliste">Denkmalliste für Cadolzburg (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
- Burgkapelle mit mittelalterlichen Fresken<ref name="Denkmalliste"/>
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- ehemaliges Baudenkmal
- Haus Nr. 6: Erdgeschossiges Wohnstallhaus bestehend aus getünchten Sandsteinquadern, noch 18. Jahrhundert. Verputzter Fachwerkgiebel. Korbbogige Traufseittüre mit flacher Kröpfrahmung, aufgedoppeltem Türflügel und geschnitztem Mittelpfosten; gleichartige Stalltüre zugesetzt.<ref>A. Gebeßler: Stadt und Landkreis Fürth, S. 155. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen. Ursprüngliche Hausnummerierung.</ref>
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Katharina (Seukendorf) gepfarrt,<ref name="H172"/> seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist die Pfarrei St. Katharina (Seukendorf) zuständig.<ref name="OV 1867"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren ursprünglich nach St. Michael (Wilhermsdorf) gepfarrt,<ref name="OV 1961"/> heute ist die Pfarrei St. Otto (Cadolzburg) zuständig.<ref>Struktur. In: ssb-clw.kirche-bamberg.de. Abgerufen am 22. März 2023.</ref>
Aktivitäten
- Am Ortsrand befindet sich das Segelfluggelände Seckendorf, auf dem der Aero Club Fürth ansässig ist.
- Die bis November 2010 bestehende Freiwillige Feuerwehr wurde aufgrund eines Mangels an aktiven Mitgliedern aufgelöst.
- Im Februar 2011 wurde der Feuerwehr- und Dorfverein Seckendorf neu gegründet.
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Seckendorf. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 272 (Digitalisat).
- August Gebeßler: Stadt und Landkreis Fürth (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 18). Deutscher Kunstverlag, München 1963, DNB 451450957, S. 155.
- Hanns Hubert Hofmann: Nürnberg-Fürth (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 4). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1954, DNB 452071224, S. 172 (Digitalisat). Vorlage:Hofmann Nürnberg-Fürth 1954 Zusätzliche Quelle
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Gottfried Stieber: Seckendorff. In: Historische und topographische Nachricht von dem Fürstenthum Brandenburg-Onolzbach. Johann Jacob Enderes, Schwabach 1761, OCLC 231049377, S. 755–756 (Digitalisat).
- Vorlage:Wiessner Stadt- und Landkreis Fürth
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Seckendorf in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Seckendorf im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
<references responsive />
Vorlage:Navigationsleiste Gemeindeteile des Marktes Cadolzburg