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Scipio Agricola Herbig

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Datei:Scipio Agricola Herbig.jpg
Herbig sm. Immisch<ref>Während ihres Kartells durften die Corpsburschen der Lusatia und der Franconia Jena die Bandschleife (hier grün–rot–gold) des anderen Corps am Revers tragen und an dessen Conventen teilnehmen. Vgl. Erich Bauer: Geschichte des Corps Lusatia Leipzig 1807–1932, S. 254</ref>

Scipio Agricola Herbig (* 24. Februar 1821 in Wanzleben; † 23. Mai 1891 in Dresden<ref>Stadtarchiv Dresden, Standesamt Dresden III, Sterbe-Nebenregister 1891, Nr. 616.</ref>) war ein deutscher Jurist. Er saß im Konstituierenden Reichstag des Norddeutschen Bundes.<ref>Egbert Weiß: Corpsstudenten im Reichstag des Norddeutschen Bundes. Einst und Jetzt 42 (1997), S. 9, 23</ref>

Leben

Herbig, Sohn eines Justizrates, besuchte die Nikolaischule in Leipzig.<ref>Hans Voigt, Hans Scholze: Abiturienten der Nikolai-Schule zu Leipzig. Leipzig 1912. S. 14</ref> Nach dem Abitur studierte er von 1837 bis 1841 Rechtswissenschaft an der Universität Leipzig mit einem Zwischensemester an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Er wurde 1839 im Corps Lusatia Leipzig aktiv und war im Wintersemester 1840/41 Senior.<ref>Kösener Corpslisten 1960, 3, 317</ref> Er focht elf Mensuren, darunter eine gegen den späteren Revolutionär Wilhelm Adolph von Trützschler.<ref>Mensurprotokoll aus den Annalen des Corps Lusatia, bei Egbert Weiß: Corpsstudenten in der Paulskirche. Einst und Jetzt, Sonderheft 1990, S. 55</ref>

Ab 1845 war er im Staatsdienst tätig. Zunächst Vizeaktuar in Zwickau, wurde er 1846 in das Kreisamt Schwarzenberg versetzt.<ref>Wochenblatt für merkwürdige Rechtsfälle in actenmässigen Darstellung ..., Band 6</ref> Von 1856 bis 1864 war er Bezirksgerichtsdirektor in Annaberg, von da an Geh. Justizrat und zuletzt Ministerialdirektor im Justizministerium des Königreichs Sachsen in Dresden.

1867 war er Mitglied des Konstituierenden Reichstags des Norddeutschen Bundes für den Wahlkreis Königreich Sachsen 21 (Annaberg, Schwarzenberg) und das Altliberale Zentrum. Von 1885 bis 1890 gehörte er als von König Albert nach freier Wahl ernanntes Mitglied der Ersten Kammer des Sächsischen Landtags an.

Ehrungen

  • Albrechtsorden, Komturkreuz II. Klasse<ref>Eigenhändiger Eintrag von Herbig im Corpsalbum der Lusatia Leipzig (1882)</ref>

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

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