Schönewerda
Schönewerda Landgemeinde Stadt Roßleben-Wiehe
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(589)&title=Sch%C3%B6newerda 51° 19′ N, 11° 22′ O
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| Höhe: | 120 m | |||||
| Fläche: | 9,38 km²<ref name="Gindex">Gemarkung Schönewerda, Stadt Roßleben-Wiehe. In: GEOindex. Abgerufen im Februar 2026.</ref> | |||||
| Einwohner: | 589 (2020)<ref>Rossleben-Wiehe – Chronik 2021 – Anzahl der Einwohner nach Ortsteilen getrennt. (PDF) Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 29. Oktober 2021; abgerufen am 30. Oktober 2021.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 63 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. April 1999 | |||||
| Eingemeindet nach: | Roßleben | |||||
| Postleitzahl: | 06571 | |||||
| Vorwahl: | 034672 | |||||
Lage von Schönewerda in Thüringen
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Schönewerda ist ein Ortsteil der Landgemeinde Stadt Roßleben-Wiehe in Thüringen. Der Ortsteil hat den Status einer Ortschaft nach der Thüringer Kommunalordnung und damit eine Ortschaftsverfassung mit Ortschaftsrat und Ortschaftsbürgermeister.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; KK kB) § 3 und 4. In: Webauftritt. Stadt Roßleben-Wiehe, abgerufen im Januar 2026.</ref>
Geographische Lage
Schönewerda liegt im Ostteil des Kyffhäuserkreises, nördlich der Unstrut in der Aue zwischen Finne und Ziegelrodaer Forst. Der Ort befindet sich nahe der Grenze zu Sachsen-Anhalt. Durch das Dorf führt die Landesstraße 1218. Die Kerngemeinde Stadt Roßleben liegt südöstlich von Schönewerda direkt an der Grenze zu Sachsen-Anhalt.
Geschichte
Vorlage:Hinweisbaustein Der heutige Ort Schönewerda wurde aus zwei Ortsteilen gebildet. Dies ist noch heute von seiner Unstrutseite oder aus der Luft zu erkennen. Erst 1936 wurden die Orte Eßmannsdorf und Schönewerda zur Gemeinde Schönewerda vereinigt. Wobei das östlich gelegene Eßmannsdorf weitaus älter als Schönewerda ist. Es erscheint bereits in dem zwischen 880 und 899 entstandenen Hersfelder Zehntverzeichnis als Hessimesdorf.
Da nach dem Tod des Bottendorfer Pfalzgrafen Friedrich IV: auch die Ortschaften Eßmannsdorf und Schönewerda an die Grafen von Anhalt fielen, muss dessen Todestag als Ersterwähnung angenommen werden. Das über 1200-jährige Eßmannsdorf war also das Dorf des Hessimo. Schönewerda selbst könnte unter dem Einfluss einwandernder Flamen im 12. Jahrhundert entstanden sein. Die Silbe „Werda“ im Ortsnamen ist von dem Begriff Werder abgeleitet und weist auf die Insellage des Ortes hin. Im Mittelalter konnte man Schönewerda nur über Zugbrücken betreten. Die Unstrutgemeinde lag an einer Handelsstraße, dem sogenannten Kärnerweg, der vom Pass bei Harras über Querfurt nach Halle und über Allstedt nach Eisleben führte. Die Grafen von Orlamünde, die Besitzer dieses Fleckens, bestätigten in zwei Urkunden von 1310 und 1325 den Kaufleuten des Ortes besondere Rechte. Nach dem Thüringer Grafenkrieg (1342–1345) verloren die Grafen von Orlamünde ihre Macht. Völlig überschuldet verkauften sie den Wendelstein an den landgräflichen Hofrichter Christian von Witzleben, welcher von seinem Landesherrn auch mit dem Dorf Schönewerda belehnt wurde. Schönewerda hatte trotz der Bezeichnung Ratskeller, kein Stadtrecht, aber Markt durfte abgehalten werden und auch dies war bereits ein großes Privileg. Im sächsischen Bruderkrieg (1444–1451) zwischen den beiden Söhnen des Kurfürsten Friedrich der Streitbare wurden auch Eßmannsdorf und Schönewerda von den Kriegshorden arg in Mitleidenschaft gezogen.-Im Jahr 1628 verlor Schönewerda seine Selbständigkeit an die Herren von Geusau. Schlimm war für die Unstrutgemeinde der Durchzug der Schweden im Dreißigjährigen Krieg. Kaum ein Stein blieb auf dem anderen. Der Ort hatte sich kaum vom Krieg erholt, als im Jahr 1753 ein Großbrand alles wieder zerstörte. In den Wirren der napoleonischen Gewaltherrschaft wurde Schönewerda im Jahr 1806 von französischen Reitern gebrandschatzt.
Am 1. April 1999 wurde Schönewerda nach Roßleben eingemeindet.<ref>StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1999</ref> Die Stadt Roßleben wiederum fusionierte am 1. Januar 2019 mit der Stadt Wiehe sowie den Gemeinden Donndorf und Nausitz zu der neuen Stadt- und Landgemeinde Roßleben-Wiehe.
Sehenswürdigkeiten
- Kirche St. Johannes (Schönewerda)
Regelmäßige Veranstaltungen
- Kirmes Schönewerda (3. Oktoberwochenende)
- Weihnachtsmarkt Schönewerda (1. Adventssamstag)
Weblinks
- Literatur von und über Schönewerda im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Informationen über Schönewerda auf der Seite der Stadt Roßleben-Wiehe
Einzelnachweise
<references />
Vorlage:Klappleiste/Anfang Bottendorf | Donndorf | Garnbach | Kleinroda | Kloster Donndorf | Langenroda | Nausitz | Roßleben | Schönewerda mit Eßmannsdorf | Wiehe mit Hechendorf Vorlage:Klappleiste/Ende Vorlage:Hinweisbaustein