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Schwermaschinenbaukombinat TAKRAF

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VEB Schwermaschinenbaukombinat TAKRAF Leipzig

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Takraf-DDR Logo.svg
Rechtsform Kombinat
Gründung 1958 (VVB)
1979 (Kombinat)
Auflösung 1990
Auflösungsgrund Privatisierung
Sitz Leipzig,
Deutschland Demokratische Republik 1949Datei:Flag of East Germany.svg Deutsche Demokratische Republik
Mitarbeiterzahl 37.847<ref>„Die Wirtschaft – Unabhängige Wochenzeitung für Wirtschaft, Handel und Finanzen“ (Hrsg.): Kombinate: Was aus ihnen geworden ist. Reportagen aus den neuen Ländern. Verlag Die Wirtschaft, München 1993, ISBN 3-349-01041-5, S. 377–381. (Anhang: Zentralgeleitete Kombinate der Industrie und des Bauwesens nach Ministerien, Stand 30. Juni 1990, basierend auf Zahlen des statistischen Betriebsregisters der DDR)</ref>
Branche Maschinenbau
Stand: 30. Juni 1990
Datei:Größenvergleich Schaufelradbagger Mobilbagger.JPG
Schaufelradbagger des Typs SRs 704 von TAKRAF in Lauchhammer
Datei:Berlin osthafen takraf-kran 20050203 P1000098.JPG
TAKRAF-Kran der BEHALA im Berliner Osthafen
Datei:Bundesarchiv Bild 183-1984-0310-114, Leipzig, Frühjahrsmesse, Freigelände, Container-Vollportalkran.jpg
TAKRAF-Krane auf der Leipziger Messe im Jahr 1984
Datei:Abraumförderbrücke F60.jpg
TAKRAF-Förderbrücke F60 in Lichterfeld

TAKRAF ist die Abkürzung für Tagebau-Ausrüstungen, Krane und Förderanlagen und bezeichnete ein Kombinat der DDR. Zu ihm gehörten fast alle Volkseigenen Betriebe der Branche, ebenso Zulieferbetriebe, kombinatseigene technische Forschungseinrichtungen, Projektierungsbüros, Rüstungsbetriebe und andere.

Im Takraf VEB Lauchhammer wurden ab 1969 die F60 Abraumförderbrücken als die größten beweglichen Arbeitsmaschinen der Welt gebaut. Vom Nachfolgebetrieb wurde 1995 der Bagger 293 für den Tagebau Hambach als das weltgrößte und schwerste Landfahrzeug hergestellt.

Geschichte

In der DDR

Vorläufer des Kombinates war die VVB TAKRAF, die bis 1978 bestand und bis 1965 den Namen VVB Bergbau-Ausrüstungen und Förderanlagen getragen hatte.<ref>VVB Tagebauausrüstungen, Krane und Förderanlagen Leipzig (Bestand) Webseite "Deutsche Digitale Bibliothek" abgerufen am 5. Januar 2025</ref> Die TAKRAF-Produkte wurden unter einem Einheitslogo aus dem Namen auch in anderen Ländern vermarktet.

TAKRAF-Stammbetrieb und Sitz der Kombinatsleitung wurde 1985 der VEB Verlade- und Transportanlagenbau (VTA) Leipzig. Dieser Betrieb war im Prozess der Verstaatlichung aus dem Privatunternehmen Bleichert Transportanlagen GmbH und der SAG Bleichert Leipzig, die zum Januar 1954 der DDR übergeben wurde, hervorgegangen. Der Betrieb firmierte zunächst als VEB Bleichert Transportanlagenfabrik, 1955 als VEB Schwermaschinenbau Verlade- und Transportanlagen (VTA) Leipzig und 1973 schließlich als VEB Verlade- und Transportanlagen Leipzig Paul Fröhlich.

Das Kombinat unterstand dem Ministerium für Schwermaschinen- und Anlagenbau. Weitere zentralgeleitete Kombinate des Schwermaschinenbaus können in der Liste von Kombinaten der DDR eingesehen werden.

Generaldirektoren des Kombinats bzw. der VVB TAKRAF:

Zum Zeitpunkt der Privatisierung 1990 bestand das Kombinat aus 26 Einzelbetrieben, darunter:<ref>Wochenzeitung die Wirtschaft: Kombinate, Was aus ihnen geworden ist (Reportage aus den neuen Ländern); Verlag die Wirtschaft; Berlin, München; 1993; S. 31</ref>

Privatisierung nach der Wende

Am 1. Mai 1990 wurde das Kombinat in die TAKRAF Schwermaschinenbau AG umgewandelt, die als Holding fungierte und der Treuhandanstalt gehörte. Ihr unterstanden die Unternehmen, die vorher dem Kombinat angegliedert waren. Folgende Unternehmensteile wurden in der nachfolgenden Zeit aus diesem Unternehmensverbund herausgelöst:

Aus der Takraf Holding, dem Takraf Anlagenbau (TAA) und dem Kerngeschäft der Schwermaschinenbau Lauchhammerwerk AG (LHW AG) wurde 1992 die Takraf Lauchhammer GmbH Leipzig (TLL) gegründet, die heute als Takraf GmbH firmiert und zum italienischen Konzern Tenova gehört.

Literatur

  • Dieter Gollasch: TAKRAF. ein Kombinat des DDR-Schwermaschinenbaus. In: Mensch und Werk. Schriftenreihe zur Entwicklung der Industrie in der Stadt Leipzig 1945 bis 1990. Band I. Vokal Verlag, Leipzig 2006, ISBN 3-9810418-3-6.
  • Dirk Schneider: Ein Leipziger Jahrhundertwerk – Seilbahnkönig & Tagebaugigant. MDR.de, 19. Januar 2021, abgerufen am 20. Januar 2021.

Weblinks

Commons: TAKRAF – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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