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Schwabenbach (Floßbach)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Schwabenbach
Datei:20170421 110335 Schwabenbach-Weiher.jpg
Schwabenbachweiher in Friedelsheim

Schwabenbachweiher in Friedelsheim

Daten
Gewässerkennzahl DE: 239148882
Lage Pfälzerwald

Oberrheinische Tiefebene


Deutschland

Flusssystem Rhein
Abfluss über Floßbach → Isenach → Rhein → Nordsee
Quelle im Hammelstal unterhalb des Becherskopfes bei Bad Dürkheim
49° 25′ 18″ N, 8° 5′ 28″ O
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Quellhöhe 342 m ü. NHN <ref name="TK25">Topografische Karte 1:25.000.</ref>
Mündung bei Fußgönheim von links in den FloßbachKoordinaten: 49° 27′ 38″ N, 8° 18′ 18″ O
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Mündungshöhe 95 m ü. NHN <ref name="TK25" />
Höhenunterschied 247 m
Sohlgefälle 14 ‰
Länge 17,7 km<ref name="WW" />
Einzugsgebiet 25,31 km²<ref name="WW"><ref name="DE-RP_WW">GeoExplorer der Wasserwirtschaftsverwaltung Rheinland-Pfalz (Hinweise)</ref>.</ref>
Durchflossene Stauseen Stauteiche der Betzenquelle, Schwabenbachweiher

Der Schwabenbach ist ein knapp 18 km langes Gewässer III. Ordnung in der Pfalz (Rheinland-Pfalz). Als linker Zufluss des Floßbachs entwässert er über diesen und die Isenach indirekt in den Rhein.

Von kommunaler Seite ist für die Betreuung des Schwabenbachs der Gewässer-Zweckverband Isenach-Eckbach zuständig.<ref name="sgd-sued">Wasserwirtschaftliches Gesamtkonzept für das Einzugsgebiet von Isenach und Eckbach. Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd, Neustadt an der Weinstraße, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. März 2012; abgerufen am 9. Januar 2015.</ref>

Geographie

Verlauf

Der Schwabenbach entspringt auf einer Höhe von 342 m ü. NHN<ref name="LANIS">Lage und Höhe der Schwabenbachquelle auf: <ref name="DE-RP_LANDIS-Karte">Kartendienst des Landschaftsinformationssystems der Naturschutzverwaltung Rheinland-Pfalz (LANIS-Karte) (Hinweise)</ref>, abgerufen am 14. März 2023.</ref> im mittleren Pfälzerwald auf Bad Dürkheimer Waldgemarkung im Hammelstal, einem Hochtal zwischen dem Becherskopf (522 m) im Nordwesten und dem Seekopf (532 m) im Südosten. Nach etwa 700 m empfängt er an der Becherbrücke seinen ersten linken Zufluss, den Bach von der Steinquelle, der etwas über 500 m lang ist.

Der Schwabenbach bezieht anschließend den von links kommenden Bach am Hammelsbrunnen, den von rechts einmündenden Bach aus der Moosdell, das Wasser der drei Stauteiche der Betzenquelle sowie den ebenfalls von rechts einmündenden Bach vom Weißen Stein in seinen Lauf ein. Dann folgt er ostwärts dem Poppental, wo ihm noch von rechts der Bach aus den Geislöchern zufließt, bis zur Haardt, dem Ostrand des Pfälzerwalds. Dort durchquert er die westliche Bruchzone des Oberrheingrabens und wechselt aus dem Mittelgebirge in die Oberrheinische Tiefebene.

Teilweise verrohrt passiert der Schwabenbach das Wohngebiet von Wachenheim und danach, wieder offengelegt, im Bereich eines Regenrückhaltebeckens die dortige aus der Römerzeit stammende Villa rustica. Im Bereich der Burgstraße von Friedelsheim lieferte der Bachlauf im Mittelalter das Wasser für den Verteidigungsgraben einer Niederungsburg. Heute ist der Bach Namenspate von Schwabenbachweiher und Schwabenbachhalle. In Gönnheim floss der Schwabenbach früher durch das heutige Naturdenkmal Kühweiher und versorgte es mit Frischwasser. Weil der Bach zunehmend ungeklärte Abwässer mitführte und zudem starken Laubeintrag bewirkte, verlandete der Weiher mehr und mehr. Deshalb wird der Schwabenbach heute direkt südlich am Kühweiher vorbeigeführt und ist von ihm durch eine Schwelle getrennt. Lediglich bei starkem Hochwasser entwässert der Bach noch heute teilweise in die Reste des Kühweihers.

Östlich des Wohngebiets von Fußgönheim überquert der Schwabenbach zunächst den von Süd nach Nord verlaufenden Bewässerungsgraben Erlenbach und mündet schließlich auf 95 m Höhe<ref name="LANIS" /> von links in den Floßbach, der seinerseits zwischen Lambsheim und Eppstein die Isenach erreicht, einen linken Nebenfluss des Rheins.

Der knapp 18 km lange Lauf Schwabenbachs endet ungefähr 247 Höhenmeter unterhalb seiner Quelle, er hat somit ein mittleres Sohlgefälle von etwa 14 ‰.

Zuflüsse

Der Schwabenbach hat im Pfälzerwald etliche kurze Zuflüsse. Die wichtigsten sind:<ref name="WW" />

  • (Bach von der) Steinquelle (links), 0,5 km und 0,59 km²
  • (Bach von der) Brunnenquelle (links), auch Bach am Hammelsbrunnen, 0,6 km und 0,93 km²
  • (Bach aus der) Moosdell (rechts), 0,3 km und ca. 0,80 km²<ref name="schätzung">Einzugsgebiet geschätzt.</ref>
  • Bach vom Weißen Stein (rechts), 0,5 km und 0,34 km²
  • Bach aus den Geislöchern (rechts), 0,6 km und 0,30 km²<ref name="schätzung" />

Ortschaften

(von der Quelle zur Mündung)

Hydrologie

Der Oberlauf des Schwabenbachs und seine Zuflüsse führen im Allgemeinen wenig Wasser, was in amtlichen Kartenwerken meist durch Strichelung der Lauflinien markiert ist.<ref name="LANIS" /> Verstärkt wird die Wasserführung hauptsächlich durch zahlreiche laufnahe Quellen, vor allem die wasserreiche Betzenquelle, die am linken Hang nur etwa 20 m oberhalb des Bachs entspringt.

Am Mittel- und Unterlauf nimmt der Schwabenbach das Oberflächenwasser rasch auf, das ihm bei Starkregen von großen Weinbergsflächen zufließt, die leicht zum Bachlauf geneigt sind. Deshalb kann es bei entsprechenden Wetterlagen speziell in den Dorfzentren von Friedelsheim und Gönnheim zu Überschwemmungen kommen. Früher diente vor allem der Bereich des Friedelsheimer Fußballplatzes, der in unmittelbarer Nähe des Schwabenbachs liegt, als eine Art inoffizielles Regenrückhaltebecken. In den vergangenen Jahrzehnten wurden jedoch entlang des Bachlaufs bauliche Maßnahmen zur Regenrückhaltung durchgeführt.

Einzelnachweise

<references />