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Schwärzliche Flockenblume

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

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Schwärzliche Flockenblume
Datei:Centaurea 02 bgiu.jpg

Schwärzliche Flockenblume
(Centaurea nigrescens subsp. nigrescens)

Systematik
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Carduoideae
Tribus: Cynareae
Gattung: Flockenblumen (Centaurea)
Art: Schwärzliche Flockenblume
Wissenschaftlicher Name
Centaurea nigrescens
Willd.

Die Schwärzliche Flockenblume (Centaurea nigrescens) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Flockenblumen (Centaurea) innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae).

Beschreibung

Datei:Centaurea nigrescens.jpg
Illustration aus J. H. Jaume Saint-Hilaire: La flore et la pomone francaises. 3. Band, 1830, Tafel 244: Oberer Pflanzenteil, 1 Basales Blatt, 2 Äußeres Hüllblatt, 3 Inneres Hüllblatt, 4 Äußere Röhrenblüte, 5 Innere Röhrenblüte

Vegetative Merkmale

Bei der Schwärzlichen Flockenblume handelt es sich um eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen meist 30 und 100, selten bis zu 150 Zentimetern erreicht.<ref name="FoNA" /> Der kantige Stängel ist kahl und von der Mitte an in wenige beblätterte Äste geteilt.

Die unteren Laubblätter sind gestielt, lanzettlich geformt und fiederlappig- oder ungeteilt. Die oberen sitzen mehr oder weniger direkt am Stängel an.

Generative Merkmale

Die Blütezeit liegt vorwiegend in den Monaten Juli bis September. Die einzeln stehenden, körbchenförmigen Blütenstände sind von den obersten Laubblättern umhüllt. Die schwärzlichen, regelmäßig gefransten äußeren Hüllblattanhängsel sind mehr oder weniger dreieckig. Die inneren können – je nach Unterart – auch rundlich geformt sein. Sie sind mehr oder weniger stark angedrückt und überdecken die inneren, grünlichen Anhängsel nicht, so dass dadurch die Hülle schwarzgrün gescheckt erscheint. In den Blütenkörben befinden sich 40 bis über 100 Röhrenblüten. Die Röhrenblüten sind purpurfarben.

Die bräunlichgraue Achäne ist 2,5 bis 3 Millimeter lang und besitzt selten einige Pappusborsten.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 22 oder 44.<ref name="Oberdorfer2001" /><ref name="FoNA" />

Verbreitung und Standortansprüche

Centaurea nigrescens kommt vorwiegend in Süd- und Südosteuropa vor. Sie ist ein submediterranes Florenelement. Sie ist ursprünglich in Frankreich, Italien, in Mitteleuropa, auf der Balkanhalbinsel, in Rumänien und in der Türkei.<ref name="GRIN" /> Centaurea nigrescens ist in Nordamerika,<ref name="FoNA" /> Argentinien und Australien ein Neophyt.<ref name="GRIN" />

Von der formenreichen und noch ungenügend erforschten Art Centaurea nigrescens gibt es in Mitteleuropa die drei Unterarten: Eigentliche Schwärzliche Flockenblume (Centaurea nigrescens subsp. nigrescens), Südliche Schwärzliche Flockenblume (Centaurea nigrescens subsp. transalpina) und Wocheiner Schwärzliche Flockenblume (Centaurea nigrescens subsp. vochinensis). In Deutschland ist die Schwärzliche Flockenblume selten vor allem im mittleren und westlichen Gebiet zu finden, so z. B. im Nahetal und im Oberrheingebiet. In Österreich kommt Centaurea nigrescens zerstreut vor und ist vermutlich in drei Unterarten vertreten. In der Schweiz ist die Schwärzliche Flockenblume nur im Süden gebietsweise verbreitet zu finden. Darüber hinaus kommt sie sehr selten vor.

Centaurea nigrescens wächst in Mitteleuropa sowohl in Fettwiesen als auch in trockeneren Rasengesellschaften. Sie bevorzugt mehr oder weniger trockene, warme, nährstoffreiche und schwere Böden. Sie ist eine Charakterart des Verbands Arrhenatherion, kommt aber auch in Pflanzengesellschaften der Verbände Mesobromion oder Molinion vor.<ref name="Oberdorfer2001" />

Systematik

Die Erstveröffentlichung von Centaurea nigrescens erfolgte 1803 durch Carl Ludwig von Willdenow. Synonyme für Centaurea nigrescens <templatestyles src="Person/styles.css" />Willd. sind: Jacea nigrescens <templatestyles src="Person/styles.css" />(Willd.) Soják, Centaurea dubia subsp. nigrescens <templatestyles src="Person/styles.css" />(Willd.) Hayek, Centaurea jacea subsp. nigrescens <templatestyles src="Person/styles.css" />(Willd.) Čelak., Centaurea pratensis subsp. nigrescens <templatestyles src="Person/styles.css" />(Willd.) P.Fourn.<ref name="Euro+Med" />

Nach Euro+Med kann man insgesamt folgende Unterarten unterscheiden, hier mit ihren Verbreitungsgebieten:<ref name="Euro+Med" />

  • Centaurea nigrescens subsp. neapolitana <templatestyles src="Person/styles.css" />(Boiss.) Dostál (Syn.: Centaurea neapolitana <templatestyles src="Person/styles.css" />Boiss., Jacea neapolitana <templatestyles src="Person/styles.css" />(Boiss.) Holub, Centaurea spathulata <templatestyles src="Person/styles.css" />Ten.): Sie kommt nur in Italien vor.<ref name="Euro+Med" />
  • Eigentliche Schwärzliche Flockenblume (Centaurea nigrescens <templatestyles src="Person/styles.css" />Willd. subsp. nigrescens): Sie kommt in Italien, Österreich, Ungarn, auf der Balkanhalbinsel und in Rumänien vor.<ref name="Euro+Med" />
  • Centaurea nigrescens subsp. pinnatifida <templatestyles src="Person/styles.css" />(Fiori) Dostál: Sie kommt nur in Italien vor.<ref name="Euro+Med" />
  • Centaurea nigrescens subsp. ramosa <templatestyles src="Person/styles.css" />Gugler: Sie kommt in Frankreich und in Italien vor.<ref name="Euro+Med" />
  • Centaurea nigrescens subsp. smolinensis <templatestyles src="Person/styles.css" />(Hayek) Dostál (Syn.: Centaurea smolinensis <templatestyles src="Person/styles.css" />Hayek, Jacea smolinensis <templatestyles src="Person/styles.css" />(Hayek) Holub, Centaurea dubia subsp. smolinensis <templatestyles src="Person/styles.css" />(Hayek) Hayek): Dieser Endemit kommt nur in Bosnien und Herzegowina vor.<ref name="Euro+Med" />
  • Südliche Schwärzliche Flockenblume (Centaurea nigrescens subsp. transalpina <templatestyles src="Person/styles.css" />(DC.) Nyman, Syn.: Centaurea transalpina <templatestyles src="Person/styles.css" />DC., Centaurea jacea subsp. transalpina <templatestyles src="Person/styles.css" />(DC.) R.C.V.Douin, Jacea nigrescens subsp. transalpina <templatestyles src="Person/styles.css" />(DC.) Soják, Centaurea dubia <templatestyles src="Person/styles.css" />Suter non <templatestyles src="Person/styles.css" />S.G.Gmel.): Sie kommt in Frankreich, in der Schweiz, in Österreich und in Italien vor.<ref name="Euro+Med" />
  • Wocheiner Schwärzliche Flockenblume (Centaurea nigrescens subsp. vochinensis <templatestyles src="Person/styles.css" />(W.D.J.Koch) Nyman, Centaurea vochinensis <templatestyles src="Person/styles.css" />Rchb. nom. illeg., Centaurea dubia subsp. vochinensis <templatestyles src="Person/styles.css" />(W.D.J.Koch) Hayek, Centaurea nigrescens var. vochinensis <templatestyles src="Person/styles.css" />W.D.J.Koch, Centaurea carniolica <templatestyles src="Person/styles.css" />Host, Centaurea rotundifolia <templatestyles src="Person/styles.css" />(Bartl.) Hayek, Jacea carniolica <templatestyles src="Person/styles.css" />(Host) Holub, Centaurea nigrescens var. rotundifolia <templatestyles src="Person/styles.css" />Bartl.): Sie kommt in Italien, in Slowenien, Österreich und in Ungarn vor.<ref name="Euro+Med" />

Literatur

Einzelnachweise

<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Oberdorfer2001"> </ref> <ref name="Euro+Med"> Werner Greuter (2006+): Compositae (pro parte majore). – In: Werner Greuter, E. von Raab-Straube (Hrsg.): Compositae.: Datenblatt Centaurea nigrescens In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. </ref> <ref name="FoNA"> David J. Keil, Jörg Ochsmann: Centaurea.: Centaurea nigrescens, S. 177 - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico. Volume 19: Magnoliophyta: Asteridae, part 6: Asteraceae, part 1 (Mutisieae–Anthemideae). Oxford University Press, New York und Oxford, 2006, ISBN 0-19-530563-9. </ref> </references>

Weblinks