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Exzessives Schreien im Säuglingsalter

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Datei:Crying newborn.jpg
Schreiendes Baby

Als exzessives Schreien im Säuglingsalter wird das Verhalten eines Säuglings bezeichnet, der an unstillbaren, dauerhaften Schrei- und Unruheattacken leidet.<ref name="awmf" /> Das Leiden beginnt in der Regel um die zweite Lebenswoche und bildet sich in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle nach drei bis vier Monaten zurück. Aufgrund des zeitlichen Auftretens und weil Bauchschmerzen durch Blähungen oder Darmkoliken häufig vorkommen, wird das Leiden auch als Dreimonatskolik bezeichnet.<ref>Bauchkrämpfe (Koliken). Swissmom.</ref> Die betroffenen Säuglinge werden auch Schreibabys genannt.<ref>Drei-Monats-Koliken (Babykoliken, Kolik, Schreibaby). Netdoctor.at</ref>

Definition und Klassifikation

Schreien ist Teil des normalen Verhaltensrepertoires eines Säuglings. Durch Schreien signalisiert der Säugling zum Beispiel, dass er Hunger oder Schmerzen hat, ihm unwohl ist oder dass er Zuwendung braucht. Nach der gebräuchlichsten Definition liegt exzessives Schreien vor, wenn die von Morris Wessel 1954 formulierte sogenannte „Dreierregel“ erfüllt ist.<ref name="Herman" /> Diese besagt, dass die Schreiepisoden über einen Zeitraum von mindestens drei Wochen an mindestens drei Tagen pro Woche mehr als drei Stunden pro Tag auftreten. Neben der Dreierregel wird insbesondere die Unstillbarkeit der Schreiattacken als charakteristisches Merkmal betont. Die subjektiv erlebte Belastung der Säuglinge und Eltern spielt für die Beurteilung der Schwere der Beeinträchtigung („Krankheitswert“) eine wichtige Rolle. Unter anderem hiervon wird das Ausmaß der therapeutischen Bemühungen abhängig gemacht.<ref name="Herman">Martin Herman, Audrey Le: The Crying Infant. In: Emerg Med Clin N Am., 2007, 25, S. 1137–1159. PMID 17950139</ref><ref name="Lentze">Michael J. Lentze, Jürgen Schaub, Franz J. Schulte (Hrsg.): Pädiatrie. Springer, Berlin 2007, ISBN 978-3-540-71895-6</ref>

1954 zeigte sich in einer der frühesten Studien, die sich mit exzessivem Schreien befassten, dass die Schreiepisoden bis zum Alter von drei Monaten nachließen, deshalb wurde der Name Dreimonatskolik gebräuchlich.<ref name="Herman" /> Weitere Bezeichnungen sind Säuglingskolik, Trimenonkolik, Schreibaby oder auch Schreikind.

In der ICD-10 ist exzessives Schreien nicht als eigenständige Störung eingeordnet, aber wird unspezifisch unter dem Kapitel „Unspezifische Symptome im Kleinkindalter“ aufgeführt. Auch das Klassifikationssystem Zero to Three (DC: 0–3R 2005), das speziell Störungen bei Säuglingen und jungen Kleinkindern erfasst, definiert exzessives Schreien nicht mehr als Krankheit, da die Forschungslage dies nicht rechtfertigt.<ref name="Schulte-Markwort">B. Herpertz-Dahlmann, F. Resch, M. Schulte-Markwort, A. Warnke (Hrsg.): Entwicklungspsychiatrie. Schattauer, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-7945-2358-0</ref> Exzessives Schreien kann beispielsweise ein Symptom der Regulationsstörungen im Säuglingsalter sein. Am ehesten ist die Einordnung als Anpassungsstörung (F43.2) im ICD-10 möglich.<ref name="awmf" />

In der seit 2022 gültigen ICD-11 wird exzessives Schreien im Säuglingsalter als eigenständiger Code unter der Bezeichnung „Ungewöhnlich häufiges und starkes Schreien im Säuglings- und Kleinkindalter“ (MG44.0) als Symptom erfasst. Die „Kolik beim Säugling oder Kleinkind“ (DD93.1) wird als Funktionelle Störung klassifiziert.

Häufigkeit, Verlauf und Symptomatik

Exzessives Schreien im Säuglingsalter ist häufig. Studien zeigen, dass zwischen 8 und 29 % aller gesunden Säuglinge von exzessivem Schreien betroffen sind.<ref name="hofacker">N. von Hofacker et al.: Rätsel der Säuglingskoliken. In: Monatsschrift Kinderheilkunde, 1999, 147, S. 244–253.</ref> Die unterschiedliche Definition von exzessivem Schreien in den verschiedenen Studien erklärt die breite Streuung der Häufigkeit.

Die anfallsartigen, unstillbaren Schrei- und Unruheepisoden beginnen meist um die zweite Lebenswoche und nehmen etwa bis zur sechsten Lebenswoche an Intensität und Häufigkeit zu. In der Regel bildet sich die Symptomatik danach bis zum Ende des dritten Lebensmonats weitgehend zurück. Bei etwa 4 % aller Schreibabys bleibt sie bis zum sechsten Monat bestehen, in seltenen Fällen auch länger.<ref name="Dornes2000">Martin Dornes: Die emotionale Welt des Kindes. 5. Auflage. Fischer, Frankfurt a. M., 2000, ISBN 978-3-596-14715-1</ref><ref>I St James-Roberts, T. Halil: Infant crying patterns in the first year: normal community and clinical findings. In: J Child Psychol Psychiatry, 1991, 32(6), S. 951–368.</ref><ref>L. Lehtonen, T. Korhonen, H. Korvenranta (): Temperament and sleeping pattern in infantile colic during the first year of life. In: J Dev Behav Pediatr, 1994.</ref>

Das Schreien tritt gehäuft in den Abendstunden auf; häufig ist bei kurzen Tagschlafphasen (die meist weniger als 30 Minuten dauern) eine gegen die Abendstunden zunehmende Übermüdung und Überreizung des Säuglings zu beobachten. Weitere Symptome, die zusätzlich auftreten können, sind ein geblähter Bauch, eine rötliche Verfärbung der Haut und eine Erhöhung der Muskulaturspannung. Typischerweise läuft dabei das Gesicht des Säuglings rot an, der Rumpf wird nach hinten überstreckt und Arme und Beine mit erhöhter Muskelspannung angewinkelt. Beruhigungshilfen wie das Abdunkeln des Zimmers, Schnuller und Spieluhren zeigen keine Wirkung.<ref name="awmf" />

Nach Mechthild Papoušek kann Exzessives Schreien im Säuglingsalter auch mit einer Überforderung der Mutter oder beider Eltern einhergehen. Das auffällige Verhalten des Kindes kann die soziale Interaktion der Eltern mit dem Kind beeinflussen.<ref name="vtkjp">F. Mattejat (Hrsg.) (2003): W. Hiller, E. Leibing, F. Leichsenring, S. K. D. Sulz: Das große Lehrbuch der Psychotherapie: Lehrbuch der Psychotherapie, Bd. 4 : Verhaltenstherapie mit Kindern, Jugendlichen und ihren Familien: Bd. 4. München: CIP-Medien.</ref><ref name="hofacker-papousek-1998-disorders">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>

Diagnose und Ursache

Wichtig ist ein ausführliches Patientengespräch, das die körperliche, psychische und soziale Vorgeschichte und Situation des Säuglings und seiner Eltern beleuchten soll. Hier können Informationen bezüglich der Mutter-Kind-Interaktion, der familiären Situation sowie bezüglich des Vorliegens spezifischer Ressourcen und Belastungs- und Risikofaktoren erhoben werden.<ref>M. Ziegler, R. Wollwerth de Chuquisengo, M. Papoušek: Exzessives Schreien im Säuglingsalter. In: M. Papoušek, M. Schieche, H. Wurmser (Hrsg.): Regulationsstörungen der frühen Kindheit. Frühe Risiken und Hilfen im Entwicklungskontext der Eltern-Kind-Beziehungen. Huber, Bern 2004, S. 111–143.</ref>

Bevor die Diagnose „exzessives Schreien im Säuglingsalter“ gestellt werden kann, müssen verschiedene körperliche Störungen und Erkrankungen, die ebenfalls das Symptom Schreien verursachen können, ausgeschlossen werden. Es handelt sich also um eine Ausschlussdiagnose.

Krankheiten, die als Ursache anhaltenden Schreiens in Frage kommen, sind beispielsweise Verstopfung, Infektionen der Atemwege, Mittelohrentzündungen, Infektionen der Harnwege, Refluxkrankheit, Darmentzündung, Einstülpung des Darms, Kuhmilchproteinintoleranz, Knochenbrüche, neurologische Störungen oder verschiedene genetische Syndrome können dazu führen, dass der Säugling unentwegt schreit. Insgesamt können die genannten Krankheiten bei 5–10 % der Säuglinge diagnostiziert werden, die mit dem Symptom exzessiven Schreiens auffallen.<ref name="Checkliste">Reinhold Kerbl, Ronald Kurz, Reinhard Roos: Checkliste Pädiatrie. Thieme, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-13-139103-2</ref>

Verhaltensprotokolle sind Schrei- und Schlaftagebuch sowie Fütter- und Ernährungsprotokolle und dienen der Diagnose. Sie geben Aufschluss über die Schlafphasen und die Regelmäßigkeit des Tagesablaufes. Eine Verhaltensbeobachtung in unterschiedlichen Kontexten (Füttersituation, Spiel, Beruhigungssituation, Trennungssituation und Wiedersehen) kann zur Diagnostik beitragen.<ref name="awmf">Dt.Ges.f. Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie u. a. (Hrsg.): Leitlinien zur Diagnostik und Therapie von psychischen Störungen im Säuglings-, Kindes- und Jugendalter. 3. überarbeitete Auflage. Deutscher Ärzte Verlag, 2007, ISBN 978-3-7691-0492-9, S. 357–378.</ref>

Die Ursache exzessiven Schreiens ist unbekannt. Es können mehrere Faktoren zusammenspielen.

Normales und exzessives Schreiverhalten

Alle Säuglinge schreien in den ersten Lebensmonaten. Eine Gesamtdauer von bis zu 60 Minuten am Tag gilt als normal. In den ersten drei Lebensmonaten schreien Säuglinge durchschnittlich etwa 7–29 Minuten innerhalb von 24 Stunden. Diese Zahl nimmt mit zunehmendem Lebensalter ab, wie der Bindungsforscher Martin Dornes, Autor des Buches Der kompetente Säugling im Rahmen seiner umfangreichen Säuglings- und Kleinkindforschungen mitteilte.<ref name="Dornes2000" />

Während die Häufigkeit von Schreiattacken bei Säuglingen mit normalem Schreiverhalten und solchen mit exzessivem Schreiverhalten gleich ist, sind die Schreiepisoden der letzteren länger.<ref>Ronald G. Barr: Colic and crying syndromes in infants. In: Pediatrics, 1998 Nov, 102 (5 Suppl. E), S. 1282–1286. PMID 9794970</ref> Sie lassen sich zudem weniger gut durch elterliches Beruhigungsverhalten wie das Tragen am Körper beruhigen.<ref>Ronald G. Barr u. a.: Carrying as colic “therapy”: a randomized controlled trial. In: Pediatrics, 1991, 87(5), S. 623–630. PMID 2020506</ref> Einigen Autoren zufolge könnte exzessives Schreien eine Extremvariante normalen Schreiverhaltens sein.<ref>Remo H. Largo: Behavioral and developmental manifestations: disorders or normal variations? Monatsschr Kinderheilkd. 1993 Sep;141(9):698–703. PMID 7692243</ref><ref>William R. Treem: Infant colic. A pediatric gastroenterologist’s perspective. In: Pediatr Clin North Am., 1994 Oct, 41(5), S. 1121–1138. PMID 7936776</ref> Gleichzeitig wird vorgeschlagen, exzessives Schreien unabhängig von der Frage der Normalität als ein Symptom aufzufassen, welches die Interaktion von Säugling und Bezugspersonen in jedem Falle beeinflusst.<ref>Ronald G. Barr: Normality: a clinically useless concept. The case of infant crying and colic. In: J Dev Behav Pediatr., 1993 Aug;14(4), S. 264–270. PMID 8408670</ref>

Psychische und soziale Faktoren

Die Eltern-Kind-Beziehung ist geprägt durch eine komplexe nonverbale Kommunikation, die sich auf Mimik, Laute und Berührungen stützt. Der Säugling kommuniziert schon sehr früh mit seiner Umgebung und teilt seine grundlegenden Bedürfnisse mit. Die Bezugspersonen reagieren zumeist instinktiv auf diese Äußerungen. Dabei stimmen sie ihre Antworten auf die Befindlichkeit des Kindes ab. Hierbei unterstützen sie den Säugling dabei, seine selbstregulatorischen Fähigkeiten zu entwickeln und auf den Entwicklungsstand bezogene Einschränkungen dieser Fähigkeit auszugleichen. Mechthild Papoušek bezeichnet in diesem Zusammenhang das Verhalten der Eltern als intuitive Elternschaft. Gelingt diese präverbale Kommunikation, fühlen sich die Eltern in ihrem Tun bestärkt und sicher. Wenn Eltern nicht in der Lage sind, ihr Kind zu beruhigen, kann dies unbegründete Schuldgefühle auslösen.<ref>Martin Dornes: Der kompetente Säugling. Die Präverbale Entwicklung des Menschen. Fischer, Frankfurt a. M., 1993, ISBN 978-3-596-11263-0</ref>

Organische Faktoren

In den ersten sechs Lebensmonaten verdoppeln Säuglinge ihr Körpergewicht. Diese Phase intensiven Wachstums ist von einer starken Aktivität des kindlichen Darms geprägt und setzt dessen optimales Funktionieren voraus.<ref name="Shenassa">Edmond D. Shenassa, Mary-Jean Brown: Maternal smoking and infantile gastrointestinal dysregulation: the case of colic. Pediatrics. 2004 Oct;114(4):e497–505. PMID 15466076</ref> Eine gestörte Anpassung der Funktion des kindlichen Magen-Darm-Traktes könnte auf zwei unterschiedliche Weisen zu krampfartigen Schmerzen führen: zum einen könnten verstärkte Bewegungen des kindlichen Darms (Peristaltik) direkt Krämpfe verursachen; zum anderen könnten zu langsame Darmbewegungen eine schmerzhafte Auftreibung des Darms durch Gase (Blähungen) bewirken. Daneben wird als weitere Ursache das Ess- und Trinkverhalten des Säuglings diskutiert: so könnten eine zu hohe Trinkgeschwindigkeit, zu große Nahrungsmengen und das Schlucken von Luft während des Essens (Aerophagie), die Ansammlung von Gasen im Darm begünstigen.<ref name="Checkliste" /> Die These, dass Koliken die Ursache für die Schreistörung sind, unterstützt auch eine neue Studie, welche die Darmflora von Säuglingen untersucht hat. Die Säuglinge, die durch vermehrtes Schreien auffällig wurden, hatten auch vermehrt Proteobacteria im Stuhl. Zu diesen gehören auch Gasbildner, welche schmerzhafte Blähungen auslösen könnten.<ref>C de Weerth, S Fuentes, P Puylaert, WM. de Vos: Intestinal Microbiota of Infants With Colic: Development and Specific Signatures. In: Pediatrics; doi:10.1542/peds.2012-1449.</ref> Eine Studie wies auf Vitamin-B12-Mangel während der Schwangerschaft als einen möglichen Risikofaktor.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>

Als weitere begünstigende Ursachen werden genetische und aufgrund pränataler Belastung erworbene konstitutionelle Faktoren diskutiert. Einige Autoren sprechen von Auffälligkeiten in der neuromotorischen Entwicklung, die auf eine Unreife der Organisation des Gehirns schließen lässt.<ref>Mechthild Papoušek: Regulatory disorders in early childhood. Family physician counseling for crying, sleeping and feeding disorders. MMW Fortschr Med. 2005 Mar 24;147(12):32–34, 36, 38. PMID 15832790</ref><ref>N. v. Hofacker: Frühkindliche Störungen der Verhaltensregulation und der elterlichen Beziehung. Zur differentiellen Diagnostik um Therapie psychosomatischer Probleme im Säuglingsalter. In: K. v. Klitzing (Hrsg.): Psychotherapie in der frühen Kindheit. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1998.</ref>

Therapie und Prognose

Kinder- und Jugendärzte, Schreiambulanzen<ref>{{#if:|{{#iferror: {{#iferror:{{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}|}}| |}}}}{{#if:|{{{autor}}}: }}{{#if:|{{#if:Das Familienzentrum an der FH Potsdam|[{{#invoke:Vorlage:Internetquelle|archivURL|1={{#invoke:URLutil|getNormalized|1={{{archiv-url}}}}}}} {{#invoke:Vorlage:Internetquelle|TitelFormat|titel=Das Familienzentrum an der FH Potsdam}}]{{#if:| ({{{format}}})}}{{#if:| {{{titelerg}}}{{#invoke:Vorlage:Internetquelle|Endpunkt|titel={{{titelerg}}}}}}}}}|{{#if:http://www.familienzentrum-potsdam.de/das-familienzentrum-an-der-fh-potsdam/%7C{{#if:{{#invoke:TemplUtl%7Cfaculty%7C}}%7C{{#invoke:Vorlage:Internetquelle%7CTitelFormat%7Ctitel={{#invoke:WLink%7CgetEscapedTitle%7C1=Das Familienzentrum an der FH Potsdam}}}}|[{{#invoke:URLutil|getNormalized|1=http://www.familienzentrum-potsdam.de/das-familienzentrum-an-der-fh-potsdam/}} {{#invoke:Vorlage:Internetquelle|TitelFormat|titel={{#invoke:WLink|getEscapedTitle|1=Das Familienzentrum an der FH Potsdam}}}}]}}{{#if:| ({{{format}}}{{#if:{{#if: 2019-03-19 | {{#if:{{#invoke:TemplUtl|faculty|}}||1}}}}

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Frühe Interventionen, die darauf abzielen, die Eltern-Kind-Kommunikation zu verbessern und die Eltern in die Lage zu versetzen, ihr Kind besser zu beruhigen, können den Familien helfen.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>

Die Eltern-Kind-Beratung betrachtet die Eltern-Kind-Interaktion. Dabei werden die Eltern hinsichtlich des Entwicklungsstandes des Kindes beraten und ihnen Alternativen in der Interpretation kindlicher Signale geboten. Dies soll die intuitiven Fähigkeiten der Eltern stärken. Die Beratung kann daneben in der Aufarbeitung eventuell bestehender elterlicher Schuldgefühle helfen. In den meisten Fällen wird eine Eltern-Kind-Beratung mit einer bis fünf Beratungssitzungen als ausreichend angesehen. Auch die Hebamme kann in der Wochenbettbetreuung um Rat gefragt werden.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>

Daneben hat sich die Reduktion von Reizen als wirksam erwiesen. Hilfreich ist es auch, kindliche Übermüdung zu vermeiden und den Tagesablauf für das Kind vorhersehbar zu strukturieren, mit regelmäßigen Schlafphasen am Tag und gemeinsamen Spielen und Dialogen in den Wachphasen.<ref name="awmf" /><ref name="Dornes2000" /> Wichtig sind außerdem kurze Auszeiten (Time-out-Phasen) für die primäre Bezugsperson bei starker Überlastung. In kritischen Phasen mit großer Anspannung, Erschöpfung oder aufsteigender Wut wird den Eltern empfohlen, das Kind zunächst an einem sicheren Ort abzulegen, selbst im Nebenraum zur Ruhe zu kommen und erst anschließend das Kind zu beruhigen.<ref name="awmf" />

Eine Psychotherapie kann hilfreich sein, wenn deutliche Belastungen und Störungen der Eltern-Kind-Beziehungen feststellbar sind. Diese Form der Intervention beansprucht in den meisten Fällen bis zu zehn Sitzungen. Die Psychotherapie oder Beratung kann durch Videoaufnahmen, die in bestimmten Spielszenen von Eltern und Kindern gemacht werden, unterstützt werden.<ref name="hofacker-papousek-1998-disorders" /><ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> Diese dienen im Nachhinein als Grundlage für die Beratung hinsichtlich der Interaktion und ermöglichen den Eltern sehr anschaulich ein Verständnis für die gegenseitigen Reaktionen zwischen ihnen und ihrem Kind.

Bei Säuglingen, die aufgrund frühkindlicher Hirnschädigungen an exzessivem Schreien litten, ließ sich durch Pucken im Vergleich zur Massage die Schreidauer deutlich verringern.<ref name="ohgi">S. Ohgi et al.: Randomised controlled trial of swaddling versus massage in the management of excessive crying in infants with cerebral injuries. In: Arch. Dis. Child., 2004, 89, S. 212–216. PMID 14977692</ref><ref name="Swaddling">Bregje E. van Sleuwen et al.: Swaddling: a systematic review. In: Pediatrics, 2007 Oct, 120(4), S. e1097–1106. PMID 17908730</ref> Pucken in Verbindung mit einer Tagesstrukturierung reduzierte ebenfalls die Schreiphasen. Hier zeigte sich, dass bis zur achten Lebenswoche das Pucken eine zusätzliche Verminderung der Schreiphasen bewirkte, über dieses Alter hinaus jedoch nicht.<ref>Bregje E. van Sleuwen et al.: Comparison of behavior modification with and without swaddling as interventions for excessive Payingen. In: J Pediatr., 2006 Oct, 149(4), S. 512–517. PMID 17011324</ref> In einer weiteren Studie an gesunden, 6–16 Wochen alten Säuglingen zeigte sich, dass Pucken die Dauer tiefer Schlafphasen verlängerte und die Häufigkeit spontanen Aufwachens verringerte.<ref>Patricia Franco et al.: Influence of swaddling on sleep and arousal characteristics of healthy infants. In: Pediatrics, 2005 May;115(5), S. 1307–1111. PMID 15867039. pediatrics.aappublications.org Volltext (englisch)</ref> Als mögliche unerwünschte Wirkung des Puckens wird die Entwicklung einer Fehlbildung des Hüftgelenks durch ein zu enges Umwickeln der Beine des Säuglings genannt.<ref name="Swaddling" />

In den letzten Jahren werden auch alternativmedizinische Verfahren wie die Chiropraktik, die Cranio-Sacral-Therapie oder Osteopathie als Behandlung diskutiert. Jedoch ist deren Nutzen fraglich.<ref name="awmf" />

Literatur

Leitlinien

Fachliteratur

  • Mechthild Papoušek, Michael Schieche, Harald Wurmser (Hrsg.): Regulationsstörungen der frühen Kindheit. 3. Auflage. Huber, Bern 2007, ISBN 978-3-456-84036-9.
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Siehe auch

Weblinks

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Einzelnachweise

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