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Schrämkrone

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Eine Schrämkrone ist ein Werkzeug, das an Säulen-Schrämmaschinen eingesetzt wurde.<ref name= "Quelle 2" /> Es gab bis zu fünf verschiedene Schrämkronentypen.<ref name= "Quelle 1" />

Aufbau

Die Schrämkronen bestehen aus Werkzeugstahl und sind am oberen Ende mit gehärteten Schneiden besetzt.<ref name= "Quelle 2" /> Bei einigen Typen waren die Schneiden auswechselbar.<ref name= "Quelle 1" /> So konnten abgenutzte Schneiden vor Ort durch den Schrämhauer gegen neue Schneiden ersetzt werden, ohne dass die Schrämkrone ausgewechselt werden musste.<ref name= "Quelle 2" /> Hierzu wurden die alten Schneiden einzeln aus der Schrämkrone seitlich herausgeschlagen und die scharfe Schneiden seitlich wieder eingeschlagen.<ref name= "Quelle 1" /> Die Kronen hatten, je nach Kronentyp, eine Länge von 65 bis 90 Millimetern und besaßen zwischen drei und acht Schneiden.<ref name= "Quelle 2" />

Einsatz

Kronen mit drei Schneiden zerkleinern das Gebirge nur sehr wenig und neigen dazu, in einer engen Schram festzuklemmen.<ref name= "Quelle 1" /> Mehrschneidige Kronen sind besser einsetzbar und neigen nicht zum Festklemmen, sie arbeiten sich in der Schram auch besser wieder frei.<ref name= "Quelle 2" /> Vielspitzige Kronen sind besonders gut für zähe Kohle geeignet. Auch Kohle, die mit Schwefelkies durchzogen ist, kann von den vielspitzigen Kronen besser bearbeitet werden. Aufgrund des beim Schrämen entstehenden Nachfalls liegen die Schramhöhen, die mit diesen Kronen erstellt werden können, je nach Kronentyp, zwischen 75 und 120 Millimeter.<ref name= "Quelle 1" />

Einzelnachweise

<references>

<ref name= "Quelle 1">Fritz Heise, Fritz Herbst: Lehrbuch der Bergbaukunde mit besonderer Berücksichtigung des Steinkohlenbergbaus. Erster Band, Verlag von Julius Springer, Berlin 1908.</ref> <ref name= "Quelle 2">Fritz Heise, Fritz Herbst: Lehrbuch der Bergbaukunde mit besonderer Berücksichtigung des Steinkohlenbergbaus. Erster Band, Fünfte verbesserte Auflage, Verlag von Julius Springer, Berlin 1923.</ref>

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