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Schrämeisen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Kilof, pick, pickaxe, Hacke, Keilhaue.jpg
Historische Keilhaue

Ein Schrämeisen,<ref name="Quelle 1" /> auch Schrämhaue genannt,<ref name="Quelle 2" /> ist ein geschmiedetes bergmännisches Werkzeug, das früher im Bergbau zur manuellen Schrämarbeit verwendet wurde.<ref name="Quelle 1" /> Das Schrämeisen wurde zusammen mit dem Schrämspieß eingesetzt.<ref name="Quelle 3" />

Aufbau und Anwendung

Vom Aufbau her ähnelt das Schrämeisen einer Keilhaue, allerdings ist das Schrämeisen kleiner und leichter.<ref name="Quelle 1" /> Das Blatt des Schrämeisens ist rechtwinklig zu einem Stiel umgebogen. In das Auge des Stiels wurde das sogenannte Helm eingesteckt.<ref name="Quelle 3" /> Als Helm wurde der hölzerne Stiel bezeichnet, der in das Auge des Hauwerkzeugs gesteckt wird.<ref name="Quelle 2" /> Es gab auch Schrämeisen, die komplett aus Stahl gefertigt wurden, sodass ein separater Holzstiel nicht erforderlich war.<ref name="Quelle 1" /> Schrämeisen werden überwiegend für schmale Schrampacken angewendet.<ref name="Quelle 3" />

Einzelnachweise

<references>

<ref name="Quelle 1">Fritz Heise, Fritz Herbst: Lehrbuch der Bergbaukunde mit besonderer Berücksichtigung des Steinkohlenbergbaus. Erster Band, Verlag von Julius Springer, Berlin 1908.</ref> <ref name="Quelle 2">Heinrich Veith: Deutsches Bergwörterbuch mit Belegen. Verlag von Wilhelm Gottlieb Korn, Breslau 1871.</ref> <ref name="Quelle 3"> Fritz Heise, Fritz Herbst: Lehrbuch der Bergbaukunde mit besonderer Berücksichtigung des Steinkohlenbergbaus. Erster Band, Fünfte verbesserte Auflage, Verlag von Julius Springer, Berlin 1923.</ref>

</references>

Siehe auch