Schmiehe
Vorlage:Infobox Fluss Die Schmiehe ist ein etwa 10 Kilometer rechter und südsüdöstlicher Zufluss der Rot in Baden-Württemberg (Deutschland).
Name
Der Sprachwissenschaftler Albrecht Greule vermutet, dass sich der Name vom germanischen Verbstamm *smeuh- mit der Bedeutung „kriechen, gleiten, schmiegen“ ableitet und vielleicht Bezug auf die langsame Fließgeschwindigkeit nahm.<ref>Vorlage:Greule-DGNB</ref>
Geographie
Verlauf
Die Schmiehe entspringt östlich des namengebenden Ortes der Gemeinde Burgrieden im Gewann Schorren nahe dem Westrand eines größeren Waldgebietes, dem sie dann in etwa westnordwestlicher Richtung entlangläuft. Dabei tritt sie auf die Stadtteilgemarkung Bihlafingen der Stadt Laupheim über. Im zugehörigen Dorf mündet ihr aus dem genannten Waldgebiet der mit fast drei Kilometern Länge größte Zufluss Kaltenbach von rechts und Südosten her zu. Unterhalb wechselt sie aufs Gemeindegebiet von Hüttisheim, dessen Hauptort sie dann etwa nordwestwärts durchquert; sie wird dort von der L 1261 gekreuzt. Nachdem unterhalb vom zugehörigen Weiler Humlangen im Osten her noch der etwa einen Kilometer lange Weihergraben zugelaufen ist und die K 7369 sie überquert hat, fließt die Schmiehe fast westwärts auf das Dorf Dellmensingen der Stadt Erbach zu und unterquert dabei die B 30. Im Dorf mündet sie nahe dem Schloss in einen rechten Kanalzweig der Rot.
Einzugsgebiet
Das Einzugsgebiet der Schmiehe ist 21,1 km² groß und liegt naturräumlich zum größeren Teil im Unterraum Hügelland der unteren Riß der Donau-Iller-Lech-Platte, einer offenen Acker- und Wiesenlandschaft; der südöstliche Teil mit vor allem bewaldetem Einzugsgebiet des Kaltenbachs ist dagegen Teil der Holzstöcke, an deren Westrand auch der Oberlauf der Schmiehe entlangzieht.<ref name="BfL-179" /> In diesen recht flachen Wäldern liegen am Südosteck auch die mit etwa Vorlage:Höhe<ref name="TK-HLB-Höhe" group="LUBW" /> größten Höhen.
Jenseits der südlichen und dann der südwestlichen Wasserscheide bis zur Mündung grenzt durchweg Einzugsgebiet der aufnehmenden Rot an. Im Norden liegt Einzugsgebiet des Weihergrabens, der wenig abwärts des Schmiehe-Vorfluters Rot zur Donau läuft. Die größere Weihung führt den Abfluss jenseits der östlichen Wasserscheide noch etwas tiefer zur Donau.
Zuflüsse und Seen
Liste der Zuflüsse und Datei:RiverIcon-SmallLake.svg Seen und Datei:RiverIcon-LakeStartDam.svg Hochwasserrückhaltebecken von der Quelle zur Mündung. Gewässerlänge<ref name="GeNe-Länge" group="LUBW" />, Seefläche<ref name="SG-Seefläche" group="LUBW" /> und Höhe<ref name="TK-HLB-Höhe" group="LUBW" /> nach den entsprechenden Layern auf der Onlinekarte der LUBW. Andere Quellen für die Angaben sind vermerkt.
- (Anderer Oberlauf), von rechts und Süden auf etwa Vorlage:Höhe nahe Burgrieden-Häusleshof, 0,9 km; der linke Oberlauf ist hier erst weniger als 0,5 km lang
- Birkschöpflegraben, von links und Südwesten auf etwa Vorlage:Höhe nahe Häusleshof, 0,4 km
- Längegraben, von links und Westen auf etwa Vorlage:Höhe nahe Häusleshof, 0,2 km
- Bihlafinger Wiesengraben, von links und Südwesten auf etwa Vorlage:Höhe vor Laupheim-Bihlafingen, 0,7 km
- Greutgraben, von links und Südwesten am Westrand von Bihlafingen auf etwa Vorlage:Höhe, 0,8 km
- Kaltbach, von rechts und Südosten auf etwa Vorlage:Höhe in Bihlafingen, 2,9 km mit linkem Oberlauf Müssegraben; durchfließt oder entwässert im Riegelholz auf Höhen um Vorlage:Höhe die Datei:RiverIcon-SmallLake.svg Bihlafinger Weiher, zusammen 2,6 ha
- Schmiehegraben, von links und Südwesten nach Bihlafingen auf etwa Vorlage:Höhe, ca. 0,3 km<ref name="TK-abgemessen-Länge" group="LUBW" />
- Weihergraben, von rechts und Osten nach Hüttisheim auf Vorlage:Höhe<ref name="TK-Blau-Höhe" group="LUBW" />, 1,0 km
Natur und Schutzgebiete
Die Schmiehe durchläuft abwärts von Hüttisheim und vor ihrer Wende nach Westen das seit dem 10. August 1999 ausgewiesene, 56 Hektar große Landschaftsschutzgebiet Hüttisheim (LSG-Nummer 4.25.117), das unter anderem die Talbereiche und die Südhänge zwischen Hüttisheim und Humlangen umfasst. Ufergehölze, Wasserrinnen mit Röhrichtstreifen, Feldraine, Feldgehölze, Einzelbäume und Streuobstwiesen prägen in diesem Abschnitt das ökologisch wertvolle Kulturlandschaftsbild.<ref name="LSG-Hüttisheim-Steckbrief" />
Einzelnachweise
LUBW
Amtliche Online-Gewässerkarte mit passendem Ausschnitt und den hier benutzten Layern: Lauf und Einzugsgebiet der Schmiehe
Allgemeiner Einstieg ohne Voreinstellungen und Layer: Vorlage:GeoQuelle
<references group="LUBW">
Höhe:
<ref name="TK-HLB-Höhe" group="LUBW">Höhe nach dem Höhenlinienbild auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte.</ref> <ref name="TK-Blau-Höhe" group="LUBW">Höhe nach blauer Beschriftung auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte.</ref>
Länge:
<ref name="GeNe-Länge" group="LUBW">Länge nach dem Layer Gewässernetz (AWGN).</ref> <ref name="TK-abgemessen-Länge" group="LUBW">Länge abgemessen auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte.</ref>
EZG:
<ref name="BEZG-EZG" group="LUBW">Einzugsgebiet nach dem Layer Basiseinzugsgebiet (AWGN).</ref>
Seefläche:
<ref name="SG-Seefläche" group="LUBW">Seefläche nach dem Layer Stehende Gewässer.</ref>
</references>
Andere Belege
<references>
<ref name="LSG-Hüttisheim-Steckbrief">Steckbrief des Landschaftsschutzgebietes 4.25.117 Hüttisheim im Räumlichen Informations- und Planungssystem (RIPS) der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg</ref> <ref name="BfL-179">Vorlage:GeoQuelle</ref>
</references>
Literatur
- Topographische Karte 1:25.000 Baden-Württemberg, als Einzelblatt Nr. 7625 Ulm Südwest und Nr. 7725 Laupheim