Schmiech
Vorlage:Infobox Fluss Die Schmiech ist ein etwa 25 Kilometer langer, linker Zufluss der Donau in Baden-Württemberg.
Name
1298 wird das Gewässer als fluvium … Smiehe erstmals schriftlich erwähnt. Der Name könnte sich vom germanischen Verbstamm *smeuh- „kriechen, schmiegen, gleiten“ ableiten.<ref>Vorlage:Greule-DGNB</ref>
Schmiechursprung
Die Schmiechquelle befindet sich in einer Felsspalte oberhalb von Springen, einem zum Schelklinger Stadtteil Gundershofen gehörenden ehemaligen Mühlenweiler. Der Schmiechursprung ist eine ergiebige Karstquelle ohne Quelltopf. Sie schüttet durchschnittlich 280 Liter pro Sekunde (min. 60 l/s., max. 900 l/s.).
Verlauf
Im oberen Schmiechtal fließt das Gewässer ostwärts durch Springen, Gundershofen, Sondernach, Hütten, Talsteußlingen, Teuringshofen und Schmiechen. In Talsteußlingen dreht sich ein historisches Mühlrad in der Schmiech. Dieses Wasserrad war von 1911 bis 1985 in der Talsteußlinger Mühle in Betrieb, 1997 wurde es von der Freiwilligen Feuerwehr Hütten restauriert und als Schauwasserrad an seinem heutigen Standort platziert. Vorlage:Absatz
Zuflüsse
Hierarchische Liste der Zuflüsse, jeweils von der Quelle zur Mündung. Auswahl.
- Sondernach, von rechts und Westsüdwesten auf Vorlage:Höhe bei der Riedmühle von Schelklingen-Sondernach, 0,8 km und 34,5 km².
- Riedwiesengraben, von links und Westnordwesten auf etwa Vorlage:Höhe in Schelklingen-Hütten, 0,3 km und über 0,1 km².
- Tiefentalgraben, von rechts und Südwesten auf etwa Vorlage:Höhe vor Schelklingen-Talsteußlingen, 2,4 km und 5,3 km².
- Dunstel, von rechts und Süden auf etwa Vorlage:Höhe am Ortsende von Talsteußlingen, 1,1 km und 1,1 km².
- Seewiesen-Bruckwiesengraben, von links und Westen auf etwa Vorlage:Höhe in Schelklingen-Teuringshofen, 1,0 km und 0,8 km². Auengraben.
- Riedgraben, von rechts und Südwesten auf etwa Vorlage:Höhe vor Allmendingen-Großallmendingen, 8,8 km und 30,8 km². Endet gewöhnlich im Weiten Tal, mit dem nur zeitweiligen Unterlauf ab dort etwa 1,4 km länger. Mit Talabschnitten Brieltal und Weites Tal.
- Dächinger Wassergraben, von links und Westen auf etwa Vorlage:Höhe abwärts von Ehingen (Donau)-Altsteußlingen, 1,9 km. Endet gewöhnlich vor der Mündung, mit dem zeitweiligen Unterlauf ab dort etwa 0,7 km länger.
- → (Abgang der Kleinen Schmiech), nach links auf knapp Vorlage:Höhe kurz vor Großallmendingen.
- Springe, von links und Nordwesten in Großallmendingen, ca. 0,2 km.
- (Abfluss der Zagstquelle), von links und Nordosten in Großallmendingen, über 0,1 km.
- Aschenbach, von links und Osten in Großallmendingen, 3,0 km.
- ← (Rücklauf der Kleinen Schmiech), von links auf Vorlage:Höhe kurz nach Kleinallmendingen, 3,2 km und 7,0 km².
- (Bewässerungsgraben), von links auf etwa Vorlage:Höhe, 0,7 km. Ist linker Abzweig der untersten Kleinen Schmiech.
- Nördlicher Espangraben, von rechts auf etwa Vorlage:Höhe, 0,2 km. Ist linker Mündungsarm des folgenden
- Südlicher Espangraben, von rechts und Nordwesten auf Vorlage:Höhe kurz vor Ehingen-Berkach, 0,7 km.
- …
- Heufelder Bach, von links und Osten auf Vorlage:Höhe in Ehingen, 3,1 km und 7,1 km².
- …
- Elsengraben, von links und Osten in Ehingen, 2,4 km.
- Weiherbach, von rechts und Westen auf unter Vorlage:Höhe in Ehingen, 8,3 km und 29,2 km².
- …
- Spitalriedgraben, von rechts und Südwesten auf etwa Vorlage:Höhe gegenüber dem Mühlweg von Ehingen, 2,1 km.
- …
Ehemaliges Pumpwerk der Albwasserversorgung
In Teuringshofen befindet sich ein Museum mit Informationen über den Beginn der Albwasserversorgung. Karl Ehmann ließ dieses Technische Kulturdenkmal im Jahr 1870 bauen, es kann an Sonntagen und auf Anmeldung besichtigt werden. Das Pumpwerk in Teuringshofen ist heute nicht mehr in Betrieb, die alten Maschinen sind aber noch vorhanden.
Die Schmiech im Urdonautal
In Schmiechen macht das Flüsschen ein Knie und fließt östlich an den Lutherischen Bergen vorbei in Richtung Süden im Tal der Urdonau, entgegen der damaligen Fließrichtung der Donau. Auf der Gemarkung Allmendingen wurde die Schmiech um die Jahrtausendwende im Zuge der Flurneuordnung Siegental renaturiert. Sie mäandriert hier ein Stück entlang der Bundesstraße 492, die zwischen Blaubeuren und Ehingen Teil der Oberschwäbischen Barockstraße ist. Zur Zeit der Krötenwanderung von der Schmiech zum Schmiechener See ist in diesem Straßenabschnitt besondere Vorsicht geboten. Bei den Renaturierungsmaßnahmen wurden mehrere Krötenunterführungen und -zäune gebaut, so dass sich die Situation zwischenzeitlich etwas entschärft hat.
Die Schmiech fließt durch Allmendingen, wo ihr von links die Springe, die in einer größeren Karstquelle entspringt, über ihren Teilungsarm Kleine Schmiech zufließt. Über Berkach erreicht die Schmiech Ehingen. Dort dient sie der Wasserversorgung der Zellstoff- und Papierfabrik Sappi, welche jährlich ca. 10,6 Mio. m³ Wasser aus dem Fluss bezieht (~20 m³/min)<ref>Umwelterklärung Sappi Ehingen 2014</ref>. Südlich der Stadt mündet die Schmiech schließlich in die Donau.
Literatur
- Johannes Baier: Über die Tertiärbildungen im Ulmer Raum. In: Documenta Naturae. 168, 1–32; München, 2008. ISBN 978-3-86544-168-3.
- Johannes Baier: Die Geologie des Ulmer Raums - Documenta Naturae, 173, 1–44; München, 2009. ISBN 978-3-86544-173-7.
Weblinks
- Internetpräsenz der Gemeinde Allmendingen
- Internetpräsenz der Großen Kreisstadt Ehingen/Donau
- Internetpräsenz der Stadt Schelklingen
Einzelnachweise
<references>
<ref name="BfL-179">Vorlage:GeoQuelle</ref>
</references>