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Schmiden (Fellbach)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Schmiden
Stadt Fellbach
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Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city&title=Schmiden 48° 50′ N, 9° 16′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 48° 50′ 0″ N, 9° 15′ 48″ O
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Eingemeindung: 1. Januar 1973
Vorwahl: 0711
Lage von Schmiden in Baden-Württemberg
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Schmiden ist ein Stadtteil der Stadt Fellbach im baden-württembergischen Rems-Murr-Kreis. Er wurde 1973 eingemeindet und war zuvor eine selbständige Gemeinde.

Lage

Schmiden liegt in einer kleinen Vertiefung der Hochebene zwischen den Flüssen Neckar und Rems. Es befindet sich damit im Naturraum Neckarbecken beziehungsweise in dessen Teileinheit Waiblinger Bucht auf dem nach dem Ort benannten Schmidener Feld.<ref name=":0">Johann Daniel Georg von Memminger: Schmiden. In: Königlich statistisch-topographisches Bureau Württemberg (Hrsg.): Beschreibung des Oberamts Canstatt. J. G. Cotta’sche Buchhandlung, 1832 (wikisource.org).</ref>

Schmiden grenzt im Norden an das ebenfalls zu Fellbach gehörende Oeffingen und im Süden an die Fellbacher Kernstadt. Durch die nach dem Zweiten Weltkrieg entstandenen Wohngebiete ist Schmiden mit beiden Nachbarorten mittlerweile zu einem zusammenhängenden Siedlungsgebiet zusammengewachsen.<ref>Schmiden - Altgemeinde~Teilort. In: LEO-BW. Abgerufen am 7. Oktober 2021.</ref>

Geschichte

Die ältesten archäologischen Funde auf dem Gebiet Schmidens stammen aus der Jungsteinzeit. Eine Viereckschanze aus keltischer Zeit sowie die sogenannten Schmidener Keltenhirsche wurden 1980 entdeckt.<ref name=":1">Schmiden – Vom Bauernort zur modernen Gemeinde. In: fellbach.de. Abgerufen am 7. Oktober 2021.</ref>

1273 wurde der heutige Ort als Smidehain erwähnt, was lange als erste urkundliche Erwähnung galt und oft noch genannt wird. Mitte der 1990er Jahre wurde jedoch ein Dokument entdeckt, das den Ort bereits 1225 als Schmidheim erwähnt.<ref name=":1" /> Die Endung auf -heim deutet auf eine Entstehung des Ortsnamens in der Merowingerzeit hin.<ref name=":0" /> Archäologischen Funden zufolge entstand der Ort selbst oder eine entsprechenden Vorgängersiedlung (sogenanntes Ur-Schmiden) aber bereits um 600.<ref name=":1" />

Schmiden gehörte im Mittelalter zu den ältesten württembergischen Besitzungen. An der Grundherrschaft hatten allerdings verschiedene Stifte und Klöster einen Anteil, darunter das Domstift Konstanz, das Kollegiatstift Heilig Kreuz in Stuttgart und das Kloster Adelberg.<ref name=":0" />

Innerhalb des Bistums Konstanz gehörte Schmiden zum Landkapitel Cannstatt, das 1273 in einer Urkunde auch als Landkapitel Schmidheim bezeichnet wurde.<ref>Johann Daniel Georg von Memminger: Beschreibung des Oberamts Canstatt. Kapitel II: Geschichtlicher Überblick. Hrsg.: Königlich statistisch-topographisches Bureau Württemberg. J. G. Cotta’sche Buchhandlung, Stuttgart und Tübingen 1832 (Beschreibung des Oberamts Canstatt/Kapitel A 2).</ref>

Politisch gehörte der Ort zuerst dem Amt Waiblingen an, dann ab 1718 dem Amt (ab 1758 Oberamt) Cannstatt.<ref name=":0" /> Nach der Auflösung des Oberamts Cannstatt kam Schmiden erneut zum Oberamt Waiblingen, sowie hierdurch zu dessen Nachfolger, dem gleichnamigen Landkreis.<ref name=":2">Historisches. In: fellbach.de. Abgerufen am 7. Oktober 2021.</ref> Die Industrialisierung der Nachkriegsjahre Mitte des 20. Jahrhunderts sorgten für ein großes Wachstum des Ortes, wodurch sich Schmiden vom reinen Bauerndorf zur Wohnsiedlung für Arbeiter wandelte.<ref name=":1" />

Zum 1. Januar 1973 wurde Schmiden in die Stadt Fellbach eingemeindet und gehört als Teil dieser seither zum Rems-Murr-Kreis.<ref name=":2" />

Wappen

[[Datei:{{#property:p94}}|100px|links|Wappen der früheren Gemeinde Schmiden]] Blasonierung: „Geteilt von Blau und Gold (Gelb); oben eine goldene (gelbe) Getreidegarbe, unten eine waagerechter blauer Hammer.“<ref name="Wappen">Klemens Stadler: Deutsche Wappen, Band 8, Bremen 1971, S. 92</ref>
Wappenbegründung: Das Wappen wurde erst 1970 vom Innenministerium Baden-Württemberg genehmigt, nachdem es bereits 1938 geführt wurde. Es ist abgeleitet von einem Siegel aus dem Jahre 1843, welches bereits den späteren Wappeninhalt zeigte. Die Garbe bezieht sich auf den Getreideanbau auf dem „Schmidener Feld“ und der Schmiedehammer steht redend für den Ortsnamen, der einst Schmidtheim lautete.

Datei:Banner Schmiden.svg 00Banner: „Das Banner ist blau-gelb gespalten mit dem aufgelegten Wappen oberhalb der Mitte.“

Einzelnachweise

<references />

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