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Schmalblättriger Klee

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Schmalblättriger Klee
Datei:Flower April 2010-9.jpg

Schmalblättriger Klee (Trifolium angustifolium)

Systematik
Ordnung: Schmetterlingsblütenartige (Fabales)
Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Unterfamilie: Schmetterlingsblütler (Faboideae)
Gattung: Klee (Trifolium)
Sektion: Trifolium
Art: Schmalblättriger Klee
Wissenschaftlicher Name
Trifolium angustifolium
L.

Der Schmalblättrige Klee (Trifolium angustifolium) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Klee (Trifolium) in der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Er wurde in der Gattung in die Sektion Trifolium, Untersektion Angustifolia gestellt.

Datei:Trifolium angustifolium sl10.jpg
Blatt

Beschreibung

Der Schmalblättrige Klee ist eine einjährige, krautige Pflanze, die Wuchshöhen zwischen 15 und 50 Zentimeter erreicht. Die Stängel sind aufrecht, steif, am Grund verzweigt und anliegend behaart. Die seitlichen Triebe sind kürzer und aufsteigend.<ref name="Bayer1986" />

Die dreiteiligen Laubblätter sind im unteren Pflanzenteil lang, im oberen kurz gestielt. Die Nebenblätter sind etwa zur Hälfte mit den Blattstielen verwachsen. Der freie Teil ist lanzettlich mit vielen deutlichen Blattadern und pfriemlicher Spitze.

Die Fiederblättchen sind zwischen 3 und 5 Zentimeter lang und 0,2 bis 0,4 Zentimeter breit. Sie sind meist länger als die Blattstiele. Sie sind schmal lanzettlich bis linealisch, bei den oberen Blättern spitz, bei den unteren stumpf. Beide Blattseiten sind angedrückt behaart. Der Blattrand ist ganzrandig oder fast ganzrandig.

Der Schmalblättrige Klee blüht von März<ref name="Zohary-Heller1984" /> bis Juli<ref name="Bayer1986" />. Die kopfig gedrängten Blütenstände sind zylindrische oder kegelförmige Ähren. Sie werden 3 bis 8 Zentimeter lang und bestehen aus 1 bis 1,3 Zentimeter langen Schmetterlingsblüten.

Der Kelch hat zehn Nerven und eine röhren- bis glockenförmige Form und ist mit anliegenden bis abstehenden, steifen Haaren bedeckt, die aus Höckerchen auswachsen. Die Kelchzähne sind pfriemlich-borstenförmig mit scharfer, in der Fruchtreife steifer und stechender<ref name="ExkKreta" /> kahler Spitze. Die unteren sind länger als die oberen. Die Krone ist rosa bis purpurn und so lang wie die Kelchzähne oder nur sehr wenig länger.

Bei der Fruchtreife bilden sich einsamige eiförmige, häutige Hülsen mit knorpelähnlichem Samendeckel (Operculum). Sie reifen in der komplett verschlossenen Kelchröhre. Die Kelchzähne stehen sternförmig ab. Der Same ist eiförmig und von hellbrauner Farbe.<ref name="Zohary-Heller1984" />

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 16<ref name="Cytotax" /> oder auch 14<ref name="Zohary-Heller1984" />.

Datei:Trefle4.jpg
Schmalblättriger Klee (Trifolium angustifolium)
Datei:Trifolium angustifolium sl40.jpg
Blüten

Vorkommen

Der Schmalblättrige Klee kommt in allen Ländern des Mittelmeergebietes außer der Sinai-Halbinsel vor.<ref name="Med-Check4" /> Im Norden erreicht sie den Südrand der Alpen,<ref name="Pignatti1-3" /> Rumänien und die ehemalige Tschechoslowakei.<ref name="FE2" /> Im Westen siedelt sie auf allen Inseln der Kanaren und des Madeira-Archipels und auf allen Inseln der Azoren außer Graciosa, Flores und Corvo.<ref name="Som" /> Im Osten kommt sie in den Kaukasusländern und im nördlichen Irak und Iran vor.<ref name="FT3" /> Sie ist in Chile<ref name="Chileflora" />, Südafrika<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig SANBI-red list.] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL;.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> und im südlichen Australien fest eingebürgert,<ref name="FloraBase" /> möglicherweise auch in Neuseeland,<ref name="FlNZ4" /> Kalifornien und Oregon.<ref name="JepsonManual1993" /> Dieser Klee besiedelt Vegetationslücken und offene Böden in trockenem Kultur- und Weideland<ref name="ExkKreta" /> bis in Höhenlagen bis 1300 Meter und bevorzugt eher basenarme Böden.<ref name="Bayer1986" />

Systematik

Der Artname Trifolium angustifolium wurde 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum erstveröffentlicht.<ref name="SpPl" /> Der Schmalblättrige Klee wird in der Gattung in die Sektion Trifolium, Untersektion Angustifolia gestellt.<ref name="Zohary-Heller1984" /> Eine Identifikation des alten lateinischen Pflanzennamens Trifolium acutum als Schmalblättriger Klee ist unsicher.<ref>Vgl. Otto Beßler: Prinzipien der Drogenkunde im Mittelalter. Aussage und Inhalt des Circa instans und Mainzer Gart. Mathematisch-naturwissenschaftliche Habilitationsschrift, Halle an der Saale 1959, S. 233 (zu Trifolium acutum – heisß scharpff klee).</ref>

Einzelnachweise

<references> <ref name="FT3"> </ref> <ref name="FE2"> D. E. Coombe: Trifolium in </ref> <ref name="Pignatti1-3"> Sandro Pignatti (Hrsg.): Flora d'Italia. Band 1. Edagricole, Bologna 2003, ISBN 88-506-2449-2, S. 739 (Dritter unveränderter Nachdruck der 1. Auflage von 1982). </ref> <ref name="FlNZ4"> C. J. Webb, W. R. Sykes, P. J. Garnock-Jones: Flora of New Zealand Volume IV: Naturalised Pteridophytes, Gymnosperms, Dicotyledons. 1988, ISBN 0-477-02529-3, Trifolium angustifolium online </ref> <ref name="ExkKreta"> </ref> <ref name="Bayer1986"> </ref> <ref name="Zohary-Heller1984"> Michael Zohary, David Heller: The Genus Trifolium. The Israel Academy of Sciences and Humanities, Jerusalem 1984, ISBN 965-208-056-X, S. 447–450. </ref> <ref name="Cytotax"> J. Chr. van Loon: A cytotaxonomical atlas of the Balkan flora. Gebrüder Bornträger, Berlin & Stuttgart 1987, ISBN 3-443-63001-4, S. 99 </ref> <ref name="FloraBase"> FloraBase – The West Australian Flora, abgerufen am 27. August 2010 </ref> <ref name="JepsonManual1993"> online </ref> <ref name="Med-Check4"> (online). </ref> <ref name="Som"> Alfred Hansen, Per Sunding: Flora of Macaronesia. Checklist of vascular plants. In: Sommerfeltia. 4. Auflage. Band 17, 1993, S. 126–127. </ref> <ref name="Chileflora"> Chileflora.com </ref> <ref name="SpPl"> Carl von Linné: Species Plantarum. Band 2, Impensis Laurentii Salvii, Holmiae 1753, S. 769, Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3Dhttp%3A%2F%2Fwww.biodiversitylibrary.org%2Fopenurl%3Fpid%3Dtitle%3A669%26volume%3D2%26issue%3D%26spage%3D769%26date%3D1753~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A~SZ%3D~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D. </ref> </references>

Weblinks

Commons: Schmalblättriger Klee – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
  • Thomas Meyer, Michael Hassler: Mittelmeerflora. [1]