Schloss Vaussieux
Das Schloss Vaussieux ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine Schlossanlage in Vaux-sur-Seulles, einer französischen Ortschaft in der Normandie. Die Anlage steht seit Juli 1970 als Monument historique unter Denkmalschutz.<ref name="merimee" /> Besonders bekannt wurde das Schloss als Namensgeber einer französischen Militäroperation, die mit {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) bezeichnet wird, und bei welcher der französische Marschall de Broglie im Schloss sein Hauptquartier bezog.
Geschichte
Schon 1056 gehörte Vaussieux einer gleichnamigen Familie, deren erstes namentlich bekanntes Mitglied Hugon de Vaussieux war.<ref name="fregnac274" /> Der Besitz kam im 13. Jahrhundert an Guillaume de Taillebois. Im Jahr 1413 verkaufte Catherine de La Luzerne die Seigneurie an Germaine de Longchamps.<ref name="fregnac274" /> Von dieser Familie kam die Herrschaft durch Heirat an die Grimonvilles, die sie 1605 an die Familie de Thioult veräußerten.<ref name="fregnac274" /> Marthe Marie Le Héricy, verwitwete de Thioult, vermachte das Anwesen ihrem Verwandten, dem Marquis d’Héricy, Jacques-Philippe-Auguste Le Héricy, weil ihre Ehe mit Arthur Antoine de Thioult kinderlos geblieben war. Er ließ 1771<ref name="bayeux" /> den Vorgängerbau aus der Zeit Heinrichs IV. durch das heutige Gebäude ersetzen und stellte es im August 1778 dem Marschall de Broglie als Hauptquartier für ein Militärmanöver in der Normandie zur Verfügung, das nach dem Schloss {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) genannt wird. Offiziellen Verlautbarungen zufolge sollten bei der rund 30.000 Mann<ref name="bayeux" /> umfassenden Operation zwei zu jener Zeit beliebte Taktiken miteinander verglichen werden, in Wahrheit ging es dem französischen König Ludwig XVI. aber vielmehr darum, die amerikanischen Soldaten in ihrem Unabhängigkeitskampf gegen England zu unterstützen. Durch die massive militärische Präsenz an der Küste Frankreichs waren die Engländer nämlich dazu gezwungen, einen Großteil ihrer Flotte nicht auslaufen zu lassen, obwohl diese dringend benötigten Nachschub und Truppen in die britischen Kolonien nach Amerika hätte bringen sollen.
Im 19. Jahrhundert hießen die Besitzer Fournés. Die Marquise von Fournés hinterließ das Schloss ihrer Tochter, einer Baroness du Charmel.<ref name="seydoux104" /> Diese ließ es in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts restaurieren, ehe die Anlage während des Zweiten Weltkriegs verkauft wurde und anschließend als Ferienunterkunft diente. Der Amerikaner Burton Huntington-Wilson erwarb das Schloss ließ es ab 1963 renovieren.<ref name="seydoux104" /> Zeitgleich wurde der Schlossgarten wiederhergestellt.
Beschreibung
Die Schlossanlage besteht aus einem dreiflügeligen {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), einer südöstlich davon liegenden, großzügigen Vorburg sowie der ehemaligen Schlossmühle, die südwestlich des Herrenhauses steht. Das einstige Mühlengebäude ist ein langgestreckter, zweigeschossiger Bau mit Fachwerkobergeschoss.
Zutritt zum Schlossgelände gewährt ein schmiedeeisernes Tor auf der Südseite des Areals, das am Ende eines kleinen, durch eine steinerne Balusterbrüstung abgegrenzten Vorplatzes steht. Von dort führt ein rund 80 Meter<ref name="kataster" /> langer schnurgerader Weg auf den Mittelrisalit des streng symmetrisch gestalteten {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) im nüchternen Stil des klassizistischen Barocks zu. Das dreigeschossige Hauptgebäude besitzt große Sprossenfenster, die im Erdgeschoss durch weiße Blendläden geschlossen werden können. Im ersten Obergeschoss befinden sich vor allen Fenstern kleine Balkone mit Balusterbrüstungen. Die einzelnen Etagen sind durch schlichte Gesimse aus Haustein voneinander abgegrenzt.
Dem achtachsigen Mitteltrakt des {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) schließen sich an dessen Ost- und Westende rechtwinkelig zwei gleich hohe Seitenflügel mit Eckquaderungen an, deren südliche Schmalseiten auf Höhe des Dachgeschosses von einem Rundgiebel bekrönt sind. Sämtliche Gebäudeflügel besitzen ein Walmdach. Die zentrale Mittelachse des Gebäudes wird durch einen zweiachsigen Mittelrisalit besonders betont. Er weist die typischen Dekorationsmerkmale des Louis-seize-Stils auf und wird von einem Dreiecksgiebel bekrönt.
Im Inneren ist die Ausstattung des Speisesaals besonders bemerkenswert. Der Raum besitzt als Wanddekoration Pilaster mit korinthischen Kapitellen, die auf einer Sockelvertäfelung aus dunklem Marmor stehen, sowie einen aufwändig gestalteten Fries aus Stuck-Arabesken. In einer mit rosa Marmor ausgekleideten und mit violettfarbenem Marmor eingefassten Nische steht ein Springbrunnen mit der Bronzestatue einer badenden Frau, die eine Kopie eines Werks von Étienne-Maurice Falconet ist. Ausgestattet ist der Raum mit Mahagonimöbeln des 18. Jahrhunderts.
Literatur
- Claude Frégnac: Merveilles des châteaux de Normandie. Hachette, Paris 1966, S. 274–275.
- Philippe Seydoux: Châteaux du Pays d’Auge et du Bessin. Éditions de la Morande, Paris 1992, ISBN 2-902091-14-1, S. 104.
Weblinks
Einzelnachweise
<references> <ref name="merimee">Eintrag des Schlosses in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)</ref> <ref name="fregnac274">C. Frégnac: Merveilles des châteaux de Normandie. 1966, S. 274.</ref> <ref name="bayeux"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />bayeux-intercom.fr ( des Vorlage:IconExternal vom 28. Oktober 2011 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., Zugriff am 26. September 2015.</ref> <ref name="seydoux104">P. Seydoux: Châteaux du Pays d'Auge et du Bessin. 1992, S. 104.</ref> <ref name="kataster">Angabe gemäß online verfügbarer Katasterkarte für Vaux-sur-Seulles.</ref> </references>
Koordinaten: 49° 16′ 6,1″ N, 0° 37′ 25,8″ W
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