Schlierberg (Langfurth)
Schlierberg Gemeinde Langfurth
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(38)&title=Schlierberg 49° 7′ N, 10° 29′ O
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| Höhe: | 515 (507–517) m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 38 (2021)<ref>Einwohnerzahlen 2021. In: langfurth.de. Abgerufen am 16. September 2022.</ref> | |||||
| Postleitzahl: | 91731 | |||||
| Vorwahl: | 09835 | |||||
Schlierberg (fränkisch: Schliaberch) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Langfurth im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Schlierberg liegt in der Gemarkung Langfurth.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 6. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Das Dorf liegt auf einem Hochplateau, dem sogenannten Buckfeld. 0,5 km nordwestlich erhebt sich der Schlierberg (531 m ü. NHN). Südlich des Orts fließt der Kesselbach, der mit dem Grundbach zum Langfurther Mühlbach zusammenfließt, der ein linker Zufluss der Sulzach ist. Im Westen liegen die Waldgebiete Große und Kleine Röt, im Osten das Waldgebiet Ochsenschlag und im Südosten der Herrenwald. Dort gibt es eine Schlucht, die als Geotop ausgezeichnet und als Naturdenkmal geschützt ist. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Beyerberg zur Staatsstraße 2248 (1,7 km östlich) bzw. nach Stöckau (2,1 km südwestlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 2. August 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Aus der Siedlungsgeschichte und Flurstruktur lässt sich schließen, dass der Ort höchstwahrscheinlich im 12. Jahrhundert als Vorwerk zum königlich-staufischen Landgut Beyerberg gegründet wurde. Er gilt als Stammort der spätpatrizischen Dinkelsbühler Familie Schlierberger.<ref>Gerfrid Arnold: Schlierberg. Zur Siedlungsgeschichte des Stammorts der Dinkelsbühler Patrizierfamilie Schlierberger. In: Alt-Dinkelsbühl, 1993, S. 36–45.</ref> Erstmals urkundlich erwähnt wurde Schlierberg vielleicht 1337, sicher 1387.<ref>Otto Puchner: Die Ortsnamen im Bezirksamt Dinkelsbühl als Zeugen germanisch-deutscher Besiedlung, 1939, S. 50.</ref> Der Ortsname verweist auf den dort anzutreffenden Feuerletten (schlier = Lehm). Schlierberg liegt an einem gekrümmt aufsteigenden Bachtal, der Krampakehl, die bei der Grenzbeschreibung der Gaugrenze des fränkischen Sualagaus und des alamannischen Riesgaus, zugleich auch der Grenze des Bistums Augsburg und Eichstätt als Landmarke eine Rolle spielte. In der Beschreibung 1595 heißt es „... und den Schlierberger Grund auf und Schlierberg, das Weiler, linker Hand liegen lassen ...“
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Schlierberg 10 Anwesen und 1 Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte das ansbachische Oberamt Wassertrüdingen aus, die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das ansbachische Verwalteramt Forndorf. Grundherren waren das Verwalteramt Forndorf (4 Halbhöfe, 2 Güter), die Reichsstadt Dinkelsbühl (Benefizium St. Veit: 1 Söldengut; Prädikaturpflege: 1 Hof) und das eichstättische Kastenamt Ornbau (1 Gut, 1 Gütlein).<ref name="N457">T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 457f.</ref><ref>Johann Bernhard Fischer: Schlierberg. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 384 (Digitalisat).</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 5, Sp. 130.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Wassertrüdingen.<ref>T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 572.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Schlierberg dem 1809 gebildeten Steuerdistrikt und Ruralgemeinde Oberkemmathen (am 11. November 1968 in Langfurth umbenannt) zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3879. Zitiert nach T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 533.</ref><ref>Langfurth > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 18. April 2025.</ref>
Einwohnerentwicklung
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Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Walburgis und St. Nikolaus (Beyerberg) gepfarrt.<ref name="N457"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach Herz Jesu (Bechhofen) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/><ref>Pfarrverband Burgheide. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 19. März 2023.</ref>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Schlierberg. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 130 (Digitalisat).
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783769665628 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
Weblinks
- Schlierberg. In: langfurth.de. Abgerufen am 26. Juni 2023.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Schlierberg in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Schlierberg im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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Ammelbruch | Dorfkemmathen | Langfurth | Matzmannsdorf | Neumühle | Oberkemmathen | Sägmühle | Schlierberg | Stöckau
Sonstige Orte: Schneidmühle | Sulzachhof