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Schleusen- und Stauwehranlage Amerongen

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Datei:Amerongen weir outside overview.jpg
Schleusen- und Wehranlage in Amerongen

Die Schleusen- und Stauwehranlage Amerongen ist eine wasserbauliche Anlage, die im Rahmen des Deltaplans bei Amerongen am Nederrijn gebaut wurde. Nach siebenjähriger Bauzeit wurde sie 1966 eingeweiht. Die Anlage besteht aus einer Schleuse, den Stauwehren und einem Wasserkraftwerk. Im Verlauf von Nederrijn und Lek wurden drei Schleusen- und Stauwehranlagen gebaut.

Stauwehr

Aufgabe

Das Stauwehr hat die Aufgabe, den Wasserstand des Nederrijns zwischen Driel und Amerongen konstant zu halten. Wenn die Abflussmenge des Rheins niedrig ist, gewährleistet das Schließen des Wehrs, dass das Hinterland mit ausreichend Süßwasser für die Landwirtschaft versorgt wird, und der Wasserstand im Nederrijn für die Schifffahrt genügt. Bei zu viel Wasser aus dem Rhein werden die Wehre geöffnet, das Wasser kann dann schneller Richtung See abfließen. Bei geöffneten Wehren kann das Personal durch einen Tunnel unter dem Wehr zur anderen Seite gelangen.

Die beiden Wehre sind halbkreisförmige Visierwehre mit 9,50 Metern Höhe, die bei HSW (Höchster Schifffahrtswasserstand) eine Durchfahrtsbreite von 38 Metern und eine Höhe von 9,10 Metern garantieren. Größte Breite ist 48 Meter. Die Wehre wiegen 200 Tonnen.

Schleuse

Datei:Amerongen canal lock.jpg
Schleuse

Für die Schifffahrt ist neben dem Wehr eine Schleuse eingerichtet. Die Schleuse ist 260 Meter lang und 18 Meter breit. Mit einem Mitteltor kann die Schleuse in zwei Kammern aufgeteilt werden, 152 und 90 Meter. Daneben gibt es noch ein Wasserkraftwerk.

Wasserkraftwerk Maurik

Schleusen- und Stauwehranlage Amerongen
Turbine
Turbine
Turbine
Lage
Schleusen- und Stauwehranlage Amerongen (Gelderland)
Schleusen- und Stauwehranlage Amerongen (Gelderland)
Koordinaten 51° 58′ 25″ N, 5° 24′ 31″ OKoordinaten: 51° 58′ 25″ N, 5° 24′ 31″ O
 {{#coordinates:51,9737|5,4086|primary
dim=1000 globe= name= region=NL-GE/NL-UT type=building
  }}
Land NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg Niederlande
Datei:Flag of Gelderland.svg Gelderland<ref name="googlemaps">Das Stauwehr liegt in der Mitte des Flusses, das Kraftwerk auf Gelderländer Seite und die Schleuse auf Utrechter Seite. Quelle: Google Maps. Abgerufen am 8. November 2011.</ref>
Datei:Utrecht (province)-Flag.svg Utrecht<ref name="googlemaps"/>
Ort Utrechtse Heuvelrug (Amerongen)
Gewässer Nederrijn<ref name="milieu centraal"/>
f1
Kraftwerk

Eigentümer Nuon<ref name="milieu centraal">Waterkracht. Abschnitt "De Nederlandse waterkrachtcentrales". milieu centraal, abgerufen am 8. November 2011 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name="nuon">Hydropower. Abschnitt "Hydropower stations at Maurik, Hagestein & Alphen aan de Maas". Nuon, abgerufen am 8. November 2011 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Betriebsbeginn 1998<ref name="milieu centraal"/>
Technik

Engpassleistung 10<ref name="milieu centraal"/><ref name="nuon"/> Megawatt
Regelarbeitsvermögen 24<ref name="milieu centraal"/>-25<ref name="nuon"/> Millionen kWh/Jahr
Turbinen 4
Generatoren 4 à 2500 kW
Sonstiges
Datei:Amerongen hydrocentrale control panel.jpg
Bedientafel

Das Wasserkraftwerk Maurik verfügt über vier identische Turbinen, die jeweils in einem Strömungskanal mit einem variablen Durchmesser von vier bis zehn Metern verbaut sind.<ref name="nuon"/> Das Wasser strömt mit einer Geschwindigkeit von 12 m/s in die Turbinen.<ref name="nuon"/> Die Turbinen drehen sich 78 mal pro Minute.<ref name="nuon"/> Ein Getriebe erhöht diese Rotation auf 750 min−1 für die vier Generatoren.<ref name="nuon"/> Jeder Generator hat eine Leistung von 2500 kW,<ref name="nuon"/> insgesamt hat das Kraftwerk also eine Leistung von 10 MW.<ref name="milieu centraal"/> Die Generatoren erzeugen jährlich eine elektrische Energie von 24<ref name="milieu centraal"/> bis 25<ref name="nuon"/> GWh.

Fischtreppe

Datei:Amerongen fish ladder inlet.jpg
Fischtreppe

Die Fischtreppe ermöglicht den Wanderfischen den Zugang zu oberhalb gelegenen Gewässern. Sie besteht aus 24 Becken mit einem Höhenunterschied von jeweils 16 Zentimetern.

Ähnliche Anlagen

Anlage Driel

Eine zweite Schleusen- und Stauwehranlage gleicher Bauart befindet sich bei Driel, sie wurde 1974 fertiggestellt. Mit dieser Wehranlage wird die Wassermenge der IJssel reguliert. Bei einer Abflussmenge unter 2000 m³/s bei Lobith wird das Wehr geschlossen, der Zufluss zum Nederrijn wird auf 40 m³/s begrenzt. Damit wird ein ausreichender Wasserstand für die IJssel gewährleistet. Zu dieser Anlage gehört ebenfalls eine Fischtreppe.

Anlage Hagestein

Eine weitere baugleiche Anlage befindet sich bei Hagestein am Lek. Hier ist lediglich die Schleuse nur 220 Meter lang.

Einzelnachweise

<references />