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Schlesische Gebirgsbahn

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Datei:Śląska Kolej Górska.png
Schlesische Gebirgsbahn

Die Schlesische Gebirgsbahn ist eine Eisenbahnverbindung im heutigen Polen, die ursprünglich durch die Preußische Staatsbahn (später durch die Reichsbahndirektion Breslau) erbaut und betrieben wurde. Die Bauvorbereitungen begannen bereits 1911, ab 1922 war elektrischer Zugbetrieb von Hirschberg (Riesengebirge) nach Lauban, und später bis Görlitz möglich.

Geschichte

Die ursprünglich geplante Schlesische Gebirgsbahn von Kohlfurt über Lauban und Dittersbach nach Glatz nebst den Seitenlinien GörlitzLauban, RuhbankLiebau und DittersbachAltwasser (Waldenburg) mit Anschluss an die Breslau-Schweidnitz-Freiburger Eisenbahn war als Teilstück einer neuen durchgehenden Eisenbahnverbindung zwischen Berlin und Wien geplant. Bedingt durch den politischen Interessenkonflikt zwischen Preußen und Österreich, der 1866 im Deutschen Krieg mündete, ließ sich dieses Vorhaben nur verzögert realisieren und erreichte nie die angedachte Bedeutung.<ref>Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, I. HA Rep. 89, Nr. 29582</ref> Historisch wird der Abschnitt von Görlitz nach Waldenburg als Schlesische Gebirgsbahn bezeichnet. Die Instandsetzung der elektrischen Triebfahrzeuge erfolgte ab 1914 in der Hauptwerkstatt Lauban, dem späteren Reichsbahn-Ausbesserungswerk Lauban, welches auch für das mitteldeutsche Teilnetz verantwortlich war. In Hirschberg befand sich zudem ein spezialisiertes Bahnbetriebswerk für elektrische Traktion (Schienenfahrzeug).<ref>Eisenbahn-Album Schlesien, Band 1, S. 70, SSB-Medien, Zittau, 2025</ref> Elektrischer Bahnbetrieb in Schlesien bestand als einer der ersten in Deutschland auf diesem niederschlesischen Teilnetz. Die elektrischen Anlagen wurden nach 1945 von der Sowjetunion demontiert.<ref>Andreas Rasemann: Dienstfahrpläne deutscher Eisenbahnen, S. 149, vgb-Verlag, 2017</ref>

Als Teil der Schlesischen Gebirgsbahn gelten heute folgende Eisenbahnstrecken:

Weblinks

Einzelnachweise

<references />