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Schlacht in der Tucheler Heide

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Die Schlacht in der Tucheler Heide zu Beginn des Zweiten Weltkrieges vom 1. bis 5. September 1939 wurde in der Tucheler Heide in Großpommerellen südwestlich von Danzig im Polnischen Korridor zwischen deutschen und polnischen Truppen ausgetragen.

In der Kaiserzeit hatte sich dort in der Provinz Westpreußen der Truppenübungsplatz Gruppe (auch Gruppa, polnisch Grupa) westlich von Graudenz befunden, so dass das Gelände den deutschen Truppen bekannt war. Heinz Guderian z. B. stammte aus dem nahegelegenen Kulm.<ref>Thilo Vogelsang: Guderian, Heinz Wilhelm. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 7, Duncker & Humblot, Berlin 1966, ISBN 3-428-00188-5, S. 251 f.</ref>

Das Aufgebot der Wehrmacht, bestehend aus der 4. Armee unter General der Artillerie Günther von Kluge, hatte sich in Hinterpommern versammelt. Beteiligte deutsche Truppenteile waren:

Die polnische Pommern-Armee (Armia Pomorze) unter Generalmajor Władysław Bortnowski bestand aus der 4., 9., 15., 16. und 27. Infanterie-Division. Sie hatte das Gelände als Verteidigungsstellung gewählt. Die Verbände, die ab dem 30. August teilmobilisiert worden waren, waren noch gar nicht vollständig in ihren Stellungen angelangt, als die 300 Panzer von Guderian vorrückten.

Am Abend des 1. September fand das Gefecht bei Krojanty statt; daraus entstand später der Mythos, polnische Kavallerie habe vorsätzlich deutsche Panzer mit blanken Säbeln angegriffen.

An der Schlacht beteiligt war auch das Infanterie-Regiment 9, in dem der zweite und der dritte Sohn des Staatssekretärs im Auswärtigen Amt Ernst von Weizsäcker dienten. Leutnant Heinrich von Weizsäcker fiel am 2. September am Bahndamm von Klonowo bei einem polnischen Gegenangriff in den Abendstunden,<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />erstes-garderegiment.de (Memento vom 27. Januar 2008 im Internet Archive)</ref> Richard von Weizsäcker, der spätere Bundespräsident, überlebte.<ref>Klaus Wiegrefe: Der stille Revolutionär. In: Der Spiegel. Nr. 11, 2010 (online).</ref>

Datei:Polish prisoners of war escorted by germans.jpg
Von Deutschen eskortierte polnische Kriegsgefangene
Schlacht in der Tucheler Heide (Polen)
Schlacht in der Tucheler Heide (Polen)
Schlacht in der Tucheler Heide
Lage im damaligen Polen
Datei:Westpreußen und DanzigerBucht.png
Tucheler Heide in Westpreußen, Karte von 1896

Der Großteil der polnischen Einheiten war am 3. September eingekesselt, einigen polnischen Truppenteilen gelang noch der Rückzug nach Bydgoszcz (Bromberg). Nach wenigen Tagen waren die polnischen Kräfte aufgerieben und der Durchbruch nach Ostpreußen erreicht.<ref name="JnM">Christer Jörgensen, Chris Mann: Strategy and Tactics: Tank Warfare. Zenith Imprint, 2001, ISBN 0-7603-1016-5 (Seite 35 in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Ab 5. September teilten sich die deutschen Truppen auf, um Widerstandsnester an der Ostseeküste zu bekämpfen bzw. nach Süden ins polnische Kernland vorzustoßen.

Am 6. September besuchte Adolf Hitler Guderian und gratulierte ihm zum Erfolg.<ref name="Gilbert">Martin Gilbert: The Second World War: A Complete History. Owl Books, 2004, ISBN 0-8050-7623-9 (Seite 6 in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Literatur

  • Steven J. Zaloga: The Polish Army 1939–1945. Osprey, London 1982, ISBN 0-85045-417-4, S. 8 (Osprey militaryMen-at-Arms 117); eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />