Scheinstrom
Der Scheinstrom ist der aus dem Stromnetz entnommene, in einem Stromleiter fließende Wechselstrom. In der maßgeblichen Norm<ref> DIN 40110-1:1994-03 Wechselstromgrößen.</ref> wird statt Scheinstrom der Begriff Gesamtstrom verwendet. Dieser Strom setzt sich zusammen aus Wirkstrom und Blindstrom.
Der Effektivwert des Gesamtstroms <math>I</math> ergibt sich aus den Effektivwerten des Wirkstroms <math>I_\mathrm p</math> und des Blindstroms <math>I_\mathrm q</math> zu
- <math>I = \sqrt{I_\mathrm p^2 + I_\mathrm{q}^2}\ .</math>
Phasenverschiebungswinkel
Bei sinusförmigem Verlauf von Strom und Spannung lässt sich ein Winkel <math>\varphi</math> zwischen den Phasen des Wirk- und des Gesamtstroms eines Verbrauchers angeben. Das Verhältnis des Wirkstroms <math>I_\mathrm p</math> zum Gesamtstrom <math>I</math> stimmt mit dem Verhältnis der Wirkleistung <math>P</math> zur Scheinleistung <math>S</math> überein:
- <math>\cos \varphi = \frac{I_\mathrm p}I = \frac PS \ .</math>
Bei einem Elektromotor wird der Phasenverschiebungswinkel oder dessen Kosinus zumeist auf seinem Typenschild angegeben.
Nennstrom
Der maximal zulässige Effektivwert des Gesamtstroms im Dauerbetrieb eines Verbrauchers wird häufig als Nennstrom bezeichnet; bei einem Dreileitersystem gilt er für jeden einzelnen Außenleiter.
Siehe auch
Belege
<references />