Zum Inhalt springen

Scheinschwangerschaft

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
{{#ifeq:|ja|Klassifikation nach ICD-10-GM|Klassifikation nach ICD-10}}
{{#if: F45.8 | F45.8 | Eintrag fehlt }} Sonstige somatoforme Störungen | Eintrag fehlt }}
{{{02-BEZEICHNUNG}}}
{{{03-BEZEICHNUNG}}}
{{{04-BEZEICHNUNG}}}
{{{05-BEZEICHNUNG}}}
{{{06-BEZEICHNUNG}}}
{{{07-BEZEICHNUNG}}}
{{{08-BEZEICHNUNG}}}
{{{09-BEZEICHNUNG}}}
{{{10-BEZEICHNUNG}}}
{{{11-BEZEICHNUNG}}}
{{{12-BEZEICHNUNG}}}
{{{13-BEZEICHNUNG}}}
{{{14-BEZEICHNUNG}}}
{{{15-BEZEICHNUNG}}}
{{{16-BEZEICHNUNG}}}
{{{17-BEZEICHNUNG}}}
{{{18-BEZEICHNUNG}}}
{{{19-BEZEICHNUNG}}}
{{{20-BEZEICHNUNG}}}
{{{21-BEZEICHNUNG}}}
{{#ifeq:|ja|ICD-10 online (GM-Version 2026)|ICD-10 online (WHO-Version 2019)}}
{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 30}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 29}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 28}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 27}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 26}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 25}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 24}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 23}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 22}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 21}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 20}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 19}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 18}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 17}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 16}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 15}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 14}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 13}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 12}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 11}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 10}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 05}}

Bei einer Scheinschwangerschaft (Pseudogravidität oder Pseudocyesis) treten Schwangerschaftszeichen auf, obwohl keine Schwangerschaft vorliegt.<ref>G. W. Small: Pseudocyesis: an overview., Can J Psychiatry, 1986 Jun;31(5):452-7. doi:10.1177/070674378603100514. PMID 3524787, Review</ref> Ein Schwangerschaftstest kann dabei helfen, zwischen Schein- und echter Schwangerschaft zu unterscheiden.

Auch im Tierreich kommen Scheinträchtigkeiten vor.

Geschichte

Zu den bekanntesten Fällen von Scheinschwangerschaften zählt Königin Maria I. von England, die im 16. Jahrhundert unter dem gesellschaftlichen Druck litt, schwanger zu werden.<ref name="jay" /> Nach dem Zweiten Weltkrieg traten Scheinschwangerschaften gehäuft auf, bei etwa einer von 250 Schwangerschaften. Dies wurde mit den verschärften Geschlechternormen und den soziokulturellen Erwartungen an die Mutterschaft in dieser Zeit in Verbindung gebracht. Scheinschwangerschaften sind in der westlichen Welt heute äußerst selten.<ref name="jay" />

Anzeichen und Häufigkeit

Bei einer Scheinschwangerschaft treten körperliche Anzeichen einer Schwangerschaft auf. Dazu zählen eine ausbleibende oder verminderte Regelblutung, Blähungen, das subjektive Empfinden von Kindsbewegungen, Veränderungen der Brustgröße oder -form, Milchfluss außerhalb der Stillzeit, Gewichtszunahme, Übelkeit und Erbrechen, Veränderungen der Gebärmutter,<ref name="azi">M. Azizi, F. Elyasi: Biopsychosocial view to pseudocyesis: A narrative review. Int J Reprod Biomed. 2017 Sep;15(9):535-542. PMID 29662961; PMCID: }} PMC 5894469 (freier Volltext{{#if:|, PDF}}).</ref> erhöhte Prolaktinwerte im Blut und Wehen zum erwarteten Entbindungstermin.<ref>J. J. Tarín, C. Hermenegildo, M. A. García-Pérez, A. Cano: Endocrinology and physiology of pseudocyesis. Reprod Biol Endocrinol. Mai 2013, doi:10.1186/1477-7827-11-39. PMID 23672289; PMCID: }} PMC 3674939 (freier Volltext{{#if:|, PDF}})</ref> Am häufigsten sind Menstruationsstörungen und Veränderungen der Brust. Die Dauer der Symptome variiert zwischen einigen Wochen und neun Monaten.<ref name="azi" />

In der Vergangenheit waren Scheinschwangerschaften häufiger. So lag die Häufigkeit in den USA 1940 bei einem Fall pro 250 Schwangerschaften, 2007 bei ein bis sechs Fällen pro 22.000 Entbindungen. In Nigeria wurde eine Häufigkeit von einem Fall pro 344 Schwangerschaften und im Sudan bei einer von 160 Frauen mit Unfruchtbarkeit eine Scheinschwangerschaft diagnostiziert. Die meisten Fälle betreffen unfruchtbare, verheiratete Frauen im Alter von 20 bis 44 Jahren, die sich ein Kind wünschen. Das Syndrom ist selten bei Frauen nach der Menopause sowie bei Männern, Jugendlichen oder Kindern. Es tritt weltweit in allen sozialen Schichten auf. Die Häufigkeit variiert weltweit und hängt von gesellschaftlichen Wertvorstellungen zu Schwangerschaft, der Rolle der Frau sowie der Verfügbarkeit von Schwangerschaftstests und Ultraschall ab. Der Trend zu kleineren Familien in Industrieländern hat die Häufigkeit gesenkt.<ref name="azi" />

Ursachen, Diagnose und Therapie

Scheinschwangerschaft kann bei verschiedenen zerebralen und neuroendokrinen Störungen sowie hormonellen Veränderungen auftreten. Sie kommt auch bei Patientinnen mit chronischen oder nicht diagnostizierten psychischen oder organischen Erkrankungen vor. Zudem stehen soziokulturelle Faktoren, die Einnahme von Psychopharmaka und pathologische Erkrankungen in Zusammenhang mit Scheinschwangerschaften. Das Syndrom wird in der psychiatrischen Literatur verschiedenen Störungen zugeordnet. Patientinnen haben meist einen starken Kinderwunsch. Entweder ist das Paar unfruchtbar oder die Patientinnen wollen zwar ein Kind, fürchten jedoch Schwangerschaft oder Empfängnis. Es gibt bisher (2017) keine groß angelegten Studien oder ein anerkanntes klinisches Behandlungsprotokoll.<ref name="azi" />

Die Behandlung richtet sich nach der Ursache und erfolgt medikamentös oder psychotherapeutisch.<ref name="frau6">Psychosoziale-Gesundheit.net – Scheinschwangerschaft</ref> Ein multidisziplinärer Ansatz aus Gynäkologie und Psychologie unterstützt Patientinnen dabei, die Bedeutung ihrer Symptome zu erkennen und Stressfaktoren zu beseitigen. Zunächst wird mithilfe von Schwangerschaftstests und Ultraschalluntersuchungen eine tatsächliche Schwangerschaft ausgeschlossen. Ein vertrauensvolles Verhältnis zur Patientin ist wichtig, um die Diagnose vermitteln zu können. In vielen Fällen löst sich die Scheinschwangerschaft nach der Diagnose auf, manchmal wird sie jedoch nicht akzeptiert und die Patientin sucht sich andernorts Bestätigung. Die psychiatrische Vorgeschichte sowie klinische Beratung sollten Teil der psychologischen Behandlung sein. Die Unterstützung durch Familie und Freunde ist von entscheidender Bedeutung. Scheinschwangerschaften heilen oft spontan aus, werden aber häufig von Wehen begleitet.<ref name="azi" />

Sonstiges

Von der psychosomatischen Scheinschwangerschaft ist der Schwangerschaftswahn zu unterscheiden. beim Schwangerschaftswahn besteht der feste Glaube an eine Schwangerschaft, obwohl keine körperlichen Anzeichen oder Symptome vorliegen. Dieser Wahn ist häufig mit Schizophrenie assoziiert und gehört zu den psychotischen Störungen.<ref name="jay">C. G. Jayarajah: 'False positive': understanding pseudocyesis through old and new perspectives, Br J Psychiatry, Februar 2026; 228(2):164-168. doi:10.1192/bjp.2025.57. Epub 2025 Jul 16. PMID 40665647, Review</ref><ref name="azi" /><ref>Peter Hartwich, Arnd Barocka (Hrsg.): Wahn – Sinn und Antikohäsion in Wahn Definition – Psychodynamik – Therapie, Verlag Wissenschaft & Praxis, Sternenfels, 2004, ISBN 3-89673-208-0</ref>

Ebenfalls von der Scheinschwangerschaft zu unterscheiden ist die Couvade bei Männern, die mit einer Schwangeren zusammenleben, und ähnliche Symptome wie ihre Partnerin zeigen.<ref>A.E. Storey, C.J. Walsh, R.L. Quinton, K.E. Wynne-Edwards: Hormonal correlates of paternal responsiveness in new and expectant fathers. Evol Hum Behav. 2000 Mar 1;21(2):79-95. doi:10.1016/s1090-5138(99)00042-2. PMID 10785345.</ref>

Bei der Pseudograviditätskur handelt es sich um eine Hormontherapie, bei der hochdosierte Östrogen-Gestagen-Kombinationen in hohen Dosen über einen Zeitraum von acht bis zwölf Wochen verabreicht werden. Auf diese Weise wird eine künstliche „Schwangerschaft“ herbeigeführt. Die Therapie ist bei verschiedenen Erkrankungen indiziert.<ref>Pschyrembel Wörterbuch Gynäkologie und Geburtshilfe / bearb. von d. Pschyrembel-Red. unter d. Leitung von Christoph Zink. Berlin; New York: de Gruyter, 1987. ISBN 3-11-010953-0, Reprint 2014, S. 215</ref>

Literatur

  • F. Brocktington, Mario Lanczik: Psychiatrische Erkrankungen bei Frauen: Scheinschwangerschaft. In: Hanfried Helmchen (Hrsg.): Psychiatrie spezieller Lebenssituationen (= Psychiatrie der Gegenwart. Band 3). Springer-Verlag, Berlin/Heidelberg/New York 2000, ISBN 3-540-65800-9.

Weblinks

[[wikt:{{#if:|{{{lang}}}:}}{{#if:|{{{1}}}|{{#invoke:WLink|getArticleBase}}}}|Wiktionary: {{#if:|{{{2}}}|{{#if:|{{{1}}}|{{#invoke:WLink|getArticleBase}}}}}}]]{{#switch: 1

|1|= – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen |0|-= |X|x= |#default= –

}}{{#if:| {{#ifeq: {{{lang}}} | de | {{#ifeq: 0 | 0 | }} | ({{#invoke:Multilingual|format|{{{lang}}}|slang=!|shift=m}}) }}}}

{{#invoke:TemplatePar|check

  |opt= 1= 2= lang= suffix=
  |template=Vorlage:Wiktionary
  |cat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Schwesterprojekt
  }}

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein

{{#ifeq: s | p | | {{#if: 4337195-4 | |

}} }}{{#ifeq:||{{#if: | [[Kategorie:Wikipedia:GND fehlt {{#invoke:Str|left|{{{GNDCheck}}}|7}}]] }}{{#if: | {{#if: | | }} }} }}{{#if: | {{#ifeq: 0 | 2 | | }} }}{{#if: | {{#ifeq: 0 | 2 | | }} }}{{#ifeq: s | p | {{#if: 4337195-4 | | {{#if: {{#statements:P227}} | | }} }} }}{{#ifeq: s | p | {{#if: 4337195-4 | {{#if: {{#invoke:Wikidata|pageId}} | {{#if: {{#statements:P227}} | | }} }} }} }}{{#ifeq: s | p | {{#if: | | {{#if: {{#statements:P244}} | | }} }} }}{{#ifeq: s | p | {{#if: | {{#if: {{#invoke:Wikidata|pageId}} | {{#if: {{#statements:P244}} | | }} }} }} }}{{#ifeq: s | p | {{#if: | | {{#if: {{#statements:P214}} | | }} }} }}{{#ifeq: s | p | {{#if: | {{#if: {{#invoke:Wikidata|pageId}} | {{#if: {{#statements:P214}} | | }} }} }} }}Vorlage:Wikidata-Registrierung

pl:Ciąża rzekoma#Ciąża urojona