Schönfeld (Kamern)
Schönfeld Gemeinde Kamern
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(185)&title=Sch%C3%B6nfeld 52° 44′ N, 12° 4′ O
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| Höhe: | 27 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 20,3 km²<ref name="Statistik-2008" /> | |||||
| Einwohner: | 185 (31. Dez. 2022)<ref name="EW-2022" /> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 9 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 2010 | |||||
| Postleitzahl: | 39524 | |||||
| Vorwahl: | 039382 | |||||
Lage von Schönfeld in Sachsen-Anhalt
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Schönfeld ist ein Ortsteil der Gemeinde Kamern im Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt.<ref name="Hauptsatzung" />
Geografie
Schönfeld, ein Dorf mit Kirche, liegt 4 Kilometer südwestlich von Kamern und 12 Kilometer südlich der Stadt Havelberg.<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref>
Im Nordosten des Dorfes beginnt das Waldgebiet „Schönfelder Heide“ an das sich im Osten das Fauna-Flora-Habitat-Gebiet „Kamernscher See und Trübengraben“ mit dem „Schönfelder See“ anschließt. Am See liegen die Bungalowsiedlungen „Hanauer Werder“ und „Brückholz“.<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref>
Die Gemarkung Schönfeld liegt am Nordwestrand des Landes Schollene, einem waldreichen Endmoränenbogen. Zwischen Schönfeld und der drei Kilometer westlich verlaufenden Elbe liegen die ausgedehnten, von zahlreichen Gräben durchzogenen Elbauen. Östlich erheben sich die Kamernschen oder Rehberger Berge bis zu 110 Meter über NN.
Nachbarorte sind Wulkau im Norden, Kamern und Rehberg im Nordosten, Mahlitz im Osten und Scharlibbe im Süden.<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref>
Geschichte
Mittelalter bis Neuzeit
Zwischen 1370 und 1400 wird ein zu Sandau gehöriges Dorf Schonenvelde im Lehnbuch der Magdeburger Erzbischöfe Albrecht III und Peter genannt.<ref name="Lehnbücher" />
Schönfeld wurde erstmals 1420 als schonenfelde in einer Klageschrift des Markgrafen Friedrich von Brandenburg gegen den Erzbischof Günther wegen der seit 1412 stattgefundenen Landesbeschädigungen erwähnt.<ref name="Riedel-2-3" />
Früher ist das Dorf durch Deichbrüche der Elbe oft geschädigt worden, so im Jahre 1785 durch den Durchbruch bei Hohengöhren und Schönfeld. Am 4. März 1805 stand der untere Teil des Dorfes unter Wasser.<ref name="Schmidt 1894" />
Wüstungen
Östlich des Dorfes am See liegt eine Wüstung, „der Hanau“ genannt. Zwischen Schönfeld und Sandau nahe der Elbe liegt „der Rudow“.<ref name="Schmidt 1894" /> Am Westufer des Schönfelder Sees sind die Reststrukturen eines abgetragenen Burgwalls zu erkennen.
Eingemeindungen
Schönfeld gehörte früher zum zweiten Distrikt im Jerichowschen Kreis im Norden des Herzogtums Magdeburg. 1816 kam es zum Kreis Jerichow II, dem späteren Landkreis Jerichow II in der preußischen Provinz Sachsen.
Am 25. Juli 1952 wurde die Gemeinde dem Kreis Havelberg zugeordnet. Am 1. Juli 1994 kam die Schönfeld zum heutigen Landkreis Stendal.<ref name="Metzler-Poeschel" /> Bis zum 31. Dezember 2009 war Schönfeld eine selbstständige Gemeinde und gehörte der Verwaltungsgemeinschaft Elbe-Havel-Land an.
Durch einen Gebietsänderungsvertrag beschloss der Gemeinderat der Gemeinde Schönfeld am 20. Mai 2009, die Gemeinde Schönfeld in die Gemeinde Kamern einzugemeinden. Dieser Vertrag wurde vom Landkreis als untere Kommunalaufsichtsbehörde genehmigt und trat am 1. Januar 2010 in Kraft.<ref name="AB-SDL" />
Einwohnerentwicklung
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Quellen: 1867 bis 1990 Unterlagen der Volkszählung
Religion
Die evangelischen Kirchengemeinde Schönfeld, die früher zur Pfarrei Schönfeld bei Sandau an der Elbe gehörte,<ref name="Almanach1903" /> wird heute betreut vom Pfarrbereich Sandau im Kirchenkreis Stendal im Propstsprengel Stendal-Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.<ref name="Pfarrbereich" />
Die ältesten überlieferten Kirchenbücher für Schönfeld stammen aus dem Jahre 1680.<ref name="Machholz" />
Die katholischen Christen gehören zur Pfarrei St. Elisabeth in Tangermünde im Dekanat Stendal im Bistum Magdeburg.<ref name="Bistum-MD" />
Politik
Wappen
Blasonierung: „In Blau eine goldene Garbe.“
Die Farben von Schönfeld sind Gelb - Blau.
Das Wappen wurde 1996 vom Magdeburger Kommunalheraldiker Jörg Mantzsch gestaltet. Die Garbe nimmt Bezug auf den Ortsnamen und ist somit ein redendes Wappen. Schon in den 1940er Jahren existierte ein Gemeindesiegel mit Wappen, das die gleiche Symbolik zeigt. Dieser Wappenvorläufer wurde vom Staatsarchivrat Otto Korn gestaltet.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Die evangelische Dorfkirche Schönfeld, ein Backsteinbau aus dem 15. Jahrhundert,<ref name="Altmarkkirchen" /> steht auf einer kreisrunden Anhöhe, umgeben vom Ortsfriedhof. Der Turm und westliche Teile der Schiffswände sind gotisch, Schiff und Chor zeigen starke neuzeitlichen Veränderungen. An der Nordseite befinden sich zwei spitzbögige Portale, deren Türen geschnitzte Inschriften tragen.
- Sehenswert sind die Fachwerkbauten in der Dorfstraße, großbäuerliche Wohn- und Wirtschaftsgebäude, die heute unter Denkmalschutz stehen.
- In Schönfeld wirkte in den Sommermonaten ab 1994 das Künstlerpaar Matschinsky-Denninghoff, das neben ihrem Atelier einen Skulpturengarten geschaffen hat.<ref>Klaus Lederer: Nachlass Matschinsky-Denninghoff - Berlinische Galerie. In: altertuemliches.at. Februar 2021, abgerufen am 9. August 2021.</ref>
Verkehr
Die Gemeinde Schönfeld liegt an der Bundesstraße 107 von Havelberg nach Genthin.
Die Bahnstrecke Schönhausen–Sandau, an dem Haltepunkt Schönfeld (Elbe) bestand, wurde 1997 eingestellt. Der nächste Bahnanschluss befindet sich im 15 Kilometer entfernten Schönhausen (Elbe) (Lehrter Bahn).
Es verkehren Linienbusse und Rufbusse von stendalbus.<ref>Fahrplan der Linie 900. In: Stendalbus. Abgerufen am 9. August 2021.</ref>
Literatur
- Vorlage:BibOCLC
- W. Schmidt: Heimatkunde der Kreise Jerichow I und II für Schule und Haus. Selbstverlag des Verfassers, Ferchels 1894, S. 209–211. (Nachdruck: SelbstVerlag Eugen & Constanze Gliege)
Weblinks
- Schönfeld im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie
Einzelnachweise
<references> <ref name="AB-SDL">Landkreis Stendal: Gebietsänderungsvertrag über die Eingemeindung der Gemeinden Schönfeld und Wulkau in die Gemeinde Kamern. In: Amtsblatt für den Landkreis Stendal. 19. Jahrgang, Nr. 16, 5. August 2009, ZDB-ID 2665593-7, S. 164–167 (landkreis-stendal.de [PDF; 4,4 MB; abgerufen am 2. Mai 2021]).</ref>
<ref name="Almanach1903">Vorlage:PfarrAlmanachProvinzSachsen1903</ref>
<ref name="Altmarkkirchen">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783981403954 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>
<ref name="Bistum-MD">Bistum Magdeburg, Online-Bistumskarte. 2013, abgerufen am 9. August 2021.</ref>
<ref name="Bühling-1864">A. Bühling: Geographisch-statistisch-topographisches Handbuch des Regierungsbezirks. Ortschafts-Verzeichniß des Regierungs-Bezirkes Magdeburg. Magdeburg 1864, S. 36–37, VI. 149 (Digitalisat).</ref>
<ref name="EW-2014">Anke Schleusner-Reinfeldt: Zahl der Einwohner sinkt nur leicht. In: Volksstimme Magdeburg, Lokalausgabe Havelberg. 30. Januar 2015 (volksstimme.de [abgerufen am 12. August 2021]).</ref>
<ref name="EW-2018">Anke Schleusner-Reinfeldt: 33 Einwohner weniger im Elbe-Havel-Land. In: Volksstimme Magdeburg, Lokalausgabe Havelberg. 15. Januar 2019 (volksstimme.de [abgerufen am 12. August 2021]).</ref>
<ref name="EW-2019">Anke Schleusner-Reinfeldt: Einwohnerzahl sinkt. In: Volksstimme Magdeburg, Lokalausgabe Havelberg. 17. Januar 2020 (volksstimme.de [abgerufen am 12. August 2021]).</ref>
<ref name="EW-2021">Ingo Freihorst: Klietz und Kamern legen 2021 zu. In: Havelberger Volksstimme, Elb-Havel-Echo. 19. Februar 2022, DNB 1047268663, S. 18.</ref>
<ref name="EW-2022">Yulian Ide: Hurra! Wir wachsen wieder! In: Stendaler Volksstimme, Biese-Aland-Kurier. 21. Januar 2023, DNB 1047269554, S. 19–20.</ref>
<ref name="Hauptsatzung">Verbandsgemeinde Elbe-Havel-Land: Hauptsatzung der Gemeinde Kamern. In: Amtsblatt für den Landkreis Stendal. 29. Jahrgang, Nr. 36, 19. November 2019, ZDB-ID 2665593-7, S. 269–271 (landkreis-stendal.de [PDF; 2,9 MB; abgerufen am 19. Juni 2021]).</ref>
<ref name="Heineccius-1785">Johann Ludwig Heineccius: Ausführliche topographische Beschreibung des Herzogthums Magdeburg und der Grafschaft Mansfeld, Magdeburgischen Antheils. Berlin 1785, S. 293 (Digitalisat).</ref>
<ref name="Hermes-Weigelt">Vorlage:BibOCLC</ref>
<ref name="Lehnbücher">Gustav Hertel: Die ältesten Lehnbücher der Magdeburgischen Erzbischöfe (= Historische Commission der Provinz Sachsen [Hrsg.]: Geschichtsquellen der Provinz Sachsen und angrenzender Gebiete. Band 16). S. 85 (Digitalisat).</ref>
<ref name="Machholz">Vorlage:Kirchenbücher Provinz Sachsen 1925</ref>
<ref name="Metzler-Poeschel">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3824603217 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>
<ref name="Pfarrbereich">Pfarrbereich Sandau. Abgerufen am 25. Juni 2021.</ref>
<ref name="Riedel-2-3">Vorlage:CodexDiplBrandenbgTeilB</ref>
<ref name="Schmidt 1894">W. Schmidt: Heimatkunde der Kreise Jerichow I und II für Schule und Haus. Selbstverlag des Verfassers, Ferchels 1894, S. 164–167. (Nachdruck: SelbstVerlag Eugen & Constanze Gliege)</ref>
<ref name="Statistik-2008">Statistischer Bericht. Bevölkerung der Gemeinden nach Landkreisen. 31. Dezember 2008, abgerufen am 9. August 2021.</ref> </references>