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Schönbrunn (Sankt Wolfgang)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Schönbrunn
Gemeinde St. Wolfgang
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(253)&title=Sch%C3%B6nbrunn 48° 13′ N, 12° 13′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(253) 48° 12′ 35″ N, 12° 13′ 0″ O
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Höhe: 600 m ü. NN
Fläche: 4,7 km²
Einwohner: 253 (31. Dez. 2022)<ref>Gemeinde St. Wolfgang in Oberbayern - Zahlen & Fakten. Abgerufen am 22. September 2024.</ref>
Bevölkerungsdichte: 54 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. April 1971
Postleitzahl: 84427
Vorwahl: 08085 / 08072
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Datei:Hofmark bzw. Gemeinde Schönbrunn.jpg
Historischer Plan

Schönbrunn ist ein Gemeindeteil von Sankt Wolfgang im oberbayerischen Landkreis Erding.

Lage

Das Pfarrdorf liegt auf einer Anhöhe am südlichen Rand des Gattergebirges. Das Gebiet wird im Nordwesten vom Rimbach begrenzt.

Ehemalige Gemeinde

Der Ort selbst hatte zum 31. Dezember 2011 etwa 115 Einwohner (dessen ehemaliges Gemeindegebiet 238 Einwohner<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Zahlen und Fakten zu St. Wolfgang (Memento vom 20. April 2015 im Internet Archive)</ref>). 1961 hatte Schönbrunn dagegen 74 Einwohner und das Gemeindegebiet insgesamt 222 Einwohner. Siehe auch die Entwicklung der Einwohnerzahl von St. Wolfgang.

Schönbrunn war eine eigenständige Gemeinde, die aus insgesamt 21 Siedlungen auf 471,06 Hektar bestand: dem Pfarrdorf Schönbrunn, den Weilern Notzing, Pürstling a. Parstling, Schmidberg und Stockham sowie den Einöden Aign, Birnbach, Eberhart, Geltenstett, Haubenstett, Hiedl, Hilgen am Weg, Kiener, Pürstling, Schachen, Singer, Stadler, Thalham, Ulrich, Zieglhäusl und Zwickl.<ref>Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus d. Volkszählung 1961, München, 1964</ref> Am 1. April 1971 wurde die Gemeinde Schönbrunn nach Sankt Wolfgang eingegliedert.<ref></ref>

Geschichte

1150 wird der Ort mit dem Ritter Berthold von Schönbrunn in einer Urkunde des Klosters Au am Inn erstmals erwähnt. 1299 stirbt der Freisinger Domdekan Heinrich von Schönbrunn. Ludwig von Schönbrunn wurde um 1440 Pfleger auf der Haagschen Burg Prunn. Die Schönbrunner bekleideten für Grafen von Haag im Spätmittelalter hohe Beamtenpositionen. Die Grafschaft Haag erteilt 1547 den Schönbrunnern das Recht im Ort eine Wirtsschenke zu errichten. Vor 1658 wird Schönbrunn Hofmarkssitz. 1660 verkauft Johann von Schönbrunn das Schlossgut und die Hofmarksrechte an den Erzbischof/Kurfürst Josef Clemens von Köln. Nach mehrmaligen Besitzerwechsel ging der Besitz um 1750 an den Bischof von Freising über, der einen Verwalter einsetzte. Danach waren die von Pauli Besitzer, die es an das Land Bayern übergaben. 1827 wurde die Hofmark aufgehoben und in eine Gemeinde, das Schlossgut in einen Bauernhof umgewandelt.

Datei:Schönbrunn (Sankt Wolfgang) v OSO.jpg
Schönbrunn von OSO

Die ehemalige Schwindkirchener Filialkirche wurde 1912 Expositur und wenig später selbstständige Pfarrei. Jedoch bildet sie heute zusammen mit Schwindkirchen und Sankt Wolfgang einen Pfarrverband. Bis in die 1960er Jahre hatte Schönbrunn eine eigene Schule. Im Jahr 2015 wurde die Wirtschaft geschlossen und zur Asylunterkunft umgebaut.

Sehenswürdigkeiten

Datei:Oberbauernhof Zenostr 1 Schönbrunn (Sankt Wolfgang).jpg
Im Schönbrunner Oberbauernhof stecken umfangreiche Teile des Schlosses
Datei:St. Zeno (Schönbrunn) Innenraum 1.jpg
Das Innere der Pfarrkirche St. Zeno

Politik

Schönbrunn bildet zusammen mit Gatterberg einen Wahl- bzw. Stimmbezirk. Bei der Landtagswahl 2008 erhielten die CSU 75 %, Freie Wähler 7,5 % und die FDP 6,9 % der Zweitstimmen<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/wahl2008.kreis-ed.infoErgebnis zur Landtagswahl 2008 am 28.09.2008: Stimmkreis Erding – Landkreis Erding – Gemeinde St. Wolfgang – Stimmbezirk Schönbrunn-Gatterberg (5) (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche im Internet Archive )</ref>. Bei der Bundestagswahl 2009 konnte die CSU in diesem gemeinsamen Wahlbezirk 71,1 % der Zweitstimmen gewinnen, gefolgt von der FDP mit 9,8 %.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/btw2009.kreis-ed.infoVorläufiges Ergebnis zur Bundestagswahl 2009 am 27.09.2009. Wahlkreis Ebersberg-Erding – Landkreis Erding – Gemeinde St. Wolfgang – Wahlbezirk Schönbrunn-Gatterberg (5) (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche im Internet Archive )</ref>

Der CSU-Ortsverband Gatterberg-Schönbrunn, der mit rund 5 % der Einwohner einer der prozentual stärksten Ortsverbände des Freistaats ist,<ref>Merkur-Online.de: CSU fürchtet Werteverlust in Landwirtschaft</ref> unterstützt bei den Gemeinderatswahlen die parteiunabhängige "Wählergruppe Gatterberg/Freie Wählergemeinschaft Schönbrunn", um eine kommunale Interessenvertretung der beiden Ortsteile im Wolfganger Gemeinderat sicherzustellen.

Literatur

  • Bernhard Zöpf: Geschichtliche Nachrichten über die ehemaligen Edelsitze Schwindkirchen, Schiltern, Giebing und Schönbrunn, Dulzheim, Lappach und Burgau im königlichen Landgericht Haag. München 1863 (Digitalisat). (= Oberbayerisches Archiv für vaterländische Geschichte, Band 23, München 1863, S. 359–368, online).
  • Sankt Wolfgang, Chronik einer Landgemeinde im Goldachtal (2007)

Weblinks

Commons: Schönbrunn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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