Schönbrunn (Herrnhut)
Schönbrunn Stadt Herrnhut
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(31)&title=Sch%C3%B6nbrunn 50° 59′ N, 14° 49′ O
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dim=10000 | globe= | name=Schönbrunn | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Einwohner: | 31 (31. Dez. 2011)<ref name="kontakt_2012-01" /> | |||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 2011 | |||||
| Postleitzahl: | 02747 | |||||
| Vorwahl: | 035873 | |||||
Lage von Schönbrunn auf dem Gebiet der Stadt Herrnhut (Stand: 1. Januar 2013)
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Schönbrunn ist ein Dorf und seit 2011 ein Ortsteil der Stadt Herrnhut in der sächsischen Oberlausitz. Nach der Eingemeindung nach Großhennersdorf wurde der Ort 2011 zusammen mit Euldorf, Heuscheune und Großhennersdorf nach Herrnhut eingemeindet. Schönbrunn liegt in der Gemarkung Großhennersdorf.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 3.81 MB) § 15. In: Webauftritt. Stadt Herrnhut, abgerufen im April 2026.</ref>
Geographische Lage
Der Ort liegt etwa zwei Kilometer östlich von Großhennersdorf im Landkreis Görlitz am nordwestlichen Rand des Oberwaldes. Im Süden der Siedlung erhebt sich der Schönbrunner Berg, im Südwesten der Große Berg. Auch die südlich gelegenen Christophhäuser zählen zu Schönbrunn.<ref name="grohedo" />
Geschichte
Der Ort ist einer der jüngsten der südlichen Oberlausitz, die Großhennersdorfer Gutsbesitzerin Henriette Sophie von Gersdorf ließ ihn 1724 anlegen, um nach dem Dreißigjährigen Krieg böhmischen Exulanten eine neue Heimat zu bieten, ähnlich wie dies bereits zwei Jahre zuvor mit Herrnhut geschehen war. Als über die Jahre mehr als 400 Glaubensflüchtlinge zusammenkamen und der Wunsch nach einer eigenständigen Gemeinde laut wurde, verbot der sächsische Kurfürst August der Starke die Aufnahme weiterer Exulanten. Dennoch drängten die Böhmen unter der Führung von Johann Liberda auf ein eigenes Schul-, Gerichts- und Kirchwesen. Da diese Forderungen durch das ausgesprochene Verbot nicht durchgesetzt werden konnten, wanderten die meisten dieser Familien am 10. September 1732 nach Preußen in das heutige Berlin-Neukölln und gründeten dort das böhmische Dorf Rixdorf.<ref name="sachsen-netzwerk" /> Die wenigen Verbliebenen übernahmen die Häuser in Schönbrunn, wurden in Herrschaftsordnung eingegliedert und nahmen 1741 das deutsche Kirchsystem an.
Einwohnerentwicklung
| Jahr | 1834<ref name="HOV" /> | 1864 | 1867<ref name="Einw_1867" /> | 1871 | 1890 | 2010 | 2011<ref name="kontakt_2012-01" /> |
| Einwohner | 78 | 57 | 56 | 44 | 37 | 35 | 31 |
Nach einer Zählung von 1864 verfügte Schönbrunn über vierzehn Häuser. Heute sind nur noch neun der Bauerngüter vorhanden. Die Christophäuser bestanden 1864 aus fünf Bauerngütern, von denen heute nur noch zwei erhalten geblieben sind und nur noch eines bewohnt wird.
Kulturdenkmale
Literatur
Weblinks
Schönbrunn im Historischen Ortsverzeichnis von SachsenVorlage:Abrufdatum
- Großhennersdorf In: Webauftritt der Stadt Herrnhut.
Einzelnachweise
<references>
<ref name="Einw_1867">Sachsen Statistisches Bureau (Hrsg.): Generalübersicht sämmtlicher Ortschaften des Königreichs Sachsen. Heinrich, 1868, S. 56 (Digitalisat).</ref>
<ref name="HOV">Schönbrunn im Historischen Ortsverzeichnis von SachsenVorlage:Abrufdatum</ref>
<ref name="kontakt_2012-01">kontakt 01-2012. Gustav Winter, Herrnhut 2012, S. 3 (Digitalisat).</ref>
<ref name="sachsen-netzwerk">Schönbrunn (Großhennersdorf). Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 7. Juni 2012. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref>
<ref name="grohedo">Jänike: Schönbrunn, Christophhäuser und Großer Berg. 2008, abgerufen am 7. Juni 2012.</ref>
</references>
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