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Saure Gurke (Auszeichnung)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Der Medienpreis Saure Gurke war ein Negativpreis, der von 1980 bis 2018 im Rahmen des Medienfrauentreffens für einen nach Ansicht der Teilnehmerinnen besonders frauenfeindlichen, von einer öffentlich-rechtlichen Anstalt produzierten Fernsehbeitrag vergeben wurde. Die kommerziellen Sender blieben ausgeschlossen, weil sie laut Gremium „außer Konkurrenz“ liefen. 2019 wurde die Verleihung eingestellt.<ref>J. Huber: "Saure Gurke für Sexismus: Ausgepreist In: taz vom 14. November 2019; abgerufen am 8. Juli 2020</ref>

Voraussetzungen

Der Preis wurde an Beiträge verliehen:<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Medienpreis Saure Gurke (Memento vom 16. September 2017 im Internet Archive)</ref>

  • in denen Frauen nicht vorkommen
  • in denen Frauen über ihren Körper definiert werden
  • die den Zuschauerinnen und Zuschauern überidealisierende Rollenmodelle aufdrängen

Preisträger

1980 bis 1989

  • 1980: Das Streitgespräch § 218 (WDR), Moderation: Theo M. Loch, Redaktion: Johannes Kaul, Gesprächsteilnehmer: Joseph Kardinal Ratzinger und Bundesjustizminister Hans-Jochen Vogel
    • Trostpreise
      • Hans-Joachim Kulenkampff „für seine altväterlich-charmante, auf keine Anzüglichkeit verzichtende Spielleitung“
      • die Redaktion Aspekte „für den Erfolg der letzten Jahre, diese Kultursendung möglichst frauenfrei zu halten“
      • die beiden Nachrichtensendungen Tagesschau und heute „für die getreuliche Wiedergabe männlicher Macht im öffentlichen Leben“
  • 1981: die Bonner Runde (ZDF), Moderation: Johannes Gross
  • 1982: Götter in Weiß…? aus der Reihe Die Frau an seiner Seite (Sender Freies Berlin), Buch und Regie: Host Cierpka
    • Trostpreise
      • die ARD- und ZDF-Sportredaktionen „für die schlüssig knappe Berichterstattung über das erste Frauen-Fußball-Länderspiel BRD:Schweiz“
      • Werner Höfer
  • 1983: Abtreibung auf Krankenschein aus der Reihe Wie würden Sie entscheiden?, Buch: Alexander Fuhrmann Moderation: Gerd Jauch, Redaktion: Gerd Jauch (ZDF)
  • 1984: Günther Nenning, Moderator der Talk-Show 3 nach 9 (Radio Bremen)
    • Trostpreis: Franz Alt (Report Südwestfunk) für sein Buch Liebe ist möglich
  • 1985: Günther von Lojewski, Moderator und Redakteur des Beitrages über Abtreibung in Report München (BR)
  • 1986: Mike Krüger (Moderator) und Jochen Filser (Redakteur) der Sendung Vier gegen Willi (Bayerischer Rundfunk)
    • Trostpreise
      • Wolf-Dieter Ebersbach (Südwestfunk) für die Rubrik „Frau und Auto“ in Das Rasthaus
      • Karl Joeressen und Pierre Kandorfer (ZDF) für Die kleine Filmkunde
  • 1987: Nur für Busse (SDR), Moderator: Jochen Busse, Redaktion: Günther Herbst
  • 1988: Mutter ist die Beste (ZDF), Moderatoren: Enrico de Paruta und Ramona Leiß
    • Trostpreis: WDR für den 7. Sinn vom 18. Februar 1988. „Mit schlüssiger Logik ist es der Redaktion gelungen, das fahrerische Unvermögen von Automobilistinnen darzustellen. Der Hang zu Stöckelschuhen und Lippenstift trübt Frauen den Blick fürs Einparken, Einfädeln und Anfahren am Berg.“
  • 1989: Madrid, Madrid, Madrid (Hessischer Rundfunk), Moderation: Wolf Hanke, Redaktion: Heiner Schölling

1990 bis 1999

2000 bis 2009

Ab 2010

Weblinks

Siehe auch

Einzelnachweise

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