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Sarasvati (Fluss)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Rigvedic geography.jpg
Geographie des Gebietes, in dem der Rigveda entstanden ist; der rigvedische Name Sindhu entspricht dem heutigen Indus

Sarasvati ({{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=sa |SCRIPTING=Deva |SERVICE=Sanskrit}}, f.) ist in der vedischen Religion und im Hinduismus der von der Göttin Sarasvati abgeleitete Name eines mythologischen Flusses, dessen Lokalisation umstritten ist.

Datei:Sarasvati river.jpg
Rekonstruktion des Flussverlaufs: 1 = früherer Verlauf, 2 = heutiges Flussbett, 3 = heutige Wüste Thar, 4 = früherer Küstenverlauf, 5 = heutiger Küstenverlauf, 6 = heutige Städte, 7 = trockengefallene Ghaggar/Satluj-Yamuna-Kanäle der (prä-)Indus-Kultur

Mythos

Im Rigveda wird der Fluss Sarasvati ebenso besungen wie die gleichnamige Göttin. So heißt es: <poem>

  • Sie brach mit Ungestüm gleich einem Wurzelgräber den Rücken der Berge mit den gewaltigen Wogen auf. Sarasvati, die die Fremden abwehrt, möchten wir mit Lobliedern, mit Gebeten zur Gnade erbitten.<ref>Karl Friedrich Geldner, {{#switch: {{{form}}}

| pur = | abk = RV  | link = Rigveda  | nolink | #default = Rigveda  }}{{#if:6|6{{#if:61|,61{{#if:2|,2{{#if:|–{{{4}}}|}}|}}|}}}} {{#if:6|{{#if:61|de|de}}{{#if:61|sa|sa}}|desa}}</ref> </poem> In Vers 14 des gleichen Abschnitts heißt es: <poem>

  • Sarasvati! Geleite uns zu Glück; entziehe dich nicht! Lass uns mit deiner Milch (Wasser) nicht zu kurz kommen! Freu dich unserer Freundschaft und unserer Clangenossenschaft. Nicht möchten wir von dir fort in fremde Länder gehen!<ref>Karl-Friedrich Geldner, Rig-Veda</ref>

</poem> In der Hymne An die Flüsse<ref>{{#switch: {{{form}}} | pur = | abk = RV  | link = Rigveda  | nolink | #default = Rigveda  }}{{#if:10|10{{#if:75|,75{{#if:|,{{{3}}}{{#if:|–{{{4}}}|}}|}}|}}}} {{#if:10|{{#if:75|de|de}}{{#if:75|sa|sa}}|desa}}</ref> werden 18 Flussläufe, interessanterweise in der Reihenfolge von Osten nach Westen, dann von Norden nach Süden, mit ihren rigvedischen Namen aufgelistet.<ref>Michael Witzel und Toshifumi Goto: Rig-Veda ; Erster und Zweiter Liederkreis, S. 432</ref> Unter ihnen sind es vor allem der Sindu (Indus) und seine Nebenflüsse (auch der Sarasvati), die von den Sängern wegen ihrer Wassermenge gepriesen werden.

Sonstiges

Durch tektonische Verschiebungen soll der Flusslauf allmählich versandet sein. Es wird vermutet, dass der Beas oder der Ghaggar-Hakra mit den meisten Erwähnungen gemeint ist.<ref>so durch Christian Lassen, Friedrich Max Müller, Marc Aurel Stein, C.F. Oldham und Jane Macintosh</ref>

Der im Fort von Allahabad befindliche Saraswati Koop wird von gläubigen Hindus als Quelle des Flusses angesehen und entsprechend verehrt.

Siehe auch

Der Quellfluss des Shipra im indischen Bundesstaat Madhya Pradesh trägt von seiner Quelle bis nördlich der Stadt Indore den Namen Saraswati.

Weblinks

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Literatur

  • Herbert Wilhelmy: Das Urstromtal am Ostrand der Indusebene und das Sarasvati-Problem. - In: Zeitschrift für Geomorphologie, Supplementband 8, Verlag Gebrüder Borntraeger, Berlin und Stuttgart 1969, S. 76–93.

Einzelnachweise

<references />