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Santa Maria dei Miracoli (Venedig)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Santa Maria dei Miracoli (facciata).jpg
Fassade der Kirche

Santa Maria dei Miracoli ist eine Kirche im Stadtviertel Cannaregio, Campiello Santa Maria dei Miracoli, in Venedig und ist wegen ihrer charakteristischen Marmorverkleidung bekannt.

Geschichte

Im Jahre 1408 gab Francesco Amadi ein Bild der Madonna mit dem Kind bei Nicolo di Pietro in Auftrag. Im Lauf der Zeit entwickelte sich ein tiefer Glauben an dieses Bild, von dem man dachte, es sei wundertätig. Bald wurde ein Häuserkomplex abgerissen und zwischen 1481 und 1489 von Pietro Lombardo und seinen Söhnen die Kirche Santa Maria dei Miracoli erbaut.

Datei:Santa Maria Dei Miracoli (interno).jpg
Kirchenschiff und Chor

Kirchenbau

Pietro Lombardo und seine Söhne hatten nur ein sehr kleines und fast rechteckiges Gelände zum Bau der Kirche zur Verfügung. Die Kirche besteht daher nur aus einem Schiff mit Tonnengewölbe, ein 17 m hoher<ref>Cesare Augusto Levi: I campanili di Venezia. Notizie storiche, Ferdinando Ongania, Venedig 1890, n. 112, S. 76.</ref> Campanile erhebt sich nahe am Kanal. Antonio Vivaldi wirkte von 1703 bis 1716 am Ospedale della Pietà mit dem berühmten Waisenmädchen-Orchester – nicht in dieser Kirche, sondern im Vorgängerbau, der dort stand, wo heute das Hotel Metropole ist.

Daran schließt sich eine fast quadratische Apsis mit einer Kuppel an. Außen und innen wurde die Kirche mit Marmor in vielen verschiedenen Farben ausgeschmückt, was die Kirche zu einer Perle des Cannaregio macht. Zum Schutz vor Feuchtigkeit waren die Wände hohl. Bei einer Renovierung im 19. Jahrhundert wurden die Hohlräume jedoch verfüllt und die Kirche nahm demzufolge durch eindringende Feuchtigkeit Schaden.

Sie wurde deshalb Ende der 1990er Jahre aufwändig saniert. Die Kirche gehört zum Chorus, einem Zusammenschluss von über 15 Kirchen Venedigs.<ref>Chiesa di Santa Maria dei Miracoli. In: chorusvenezia.org. Abgerufen am 26. Januar 2024.</ref>

Literatur

Datei:Il fiore di Venezia, ossia, I quadri, monumenti, vedute e costumi veneziani (IA ilfioredivenezia03paol 0).pdf
Darstellung bei Paoletti, 1837, S. 8

Weblinks

Commons: Santa Maria dei Miracoli – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 45° 26′ 21,7″ N, 12° 20′ 21,3″ O

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Einzelnachweise

<references />