Zum Inhalt springen

Santa Anna (Schiff)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

{{#if: behandelt das Schiff aus dem 16. Jahrhundert. Zum Schiff ähnlichen Namens aus dem 18. Jahrhundert siehe Santa Ana (Schiff).

 | Vorlage:Hinweisbaustein 
 | {{#ifeq: 0 | 0 |}}

}}

Datei:Grande caraque.jpg
Der Schiffstyp der Santa Anna: Eine grande caraque des Malteserordens, 16. Jahrhundert

Die Santa Anna war eine Karacke des Johanniterordens im 16. Jahrhundert und galt als eines der modernsten Schiffe ihrer Zeit. Eine Besonderheit der Santa Anna war ihr teilweise mit Bleiplatten beschlagener Rumpf, den einige Autoren als eine frühe Form der Schiffpanzerung betrachten,<ref name="Brennecke-140f" /> während andere die Verringerung der Wasserdurchlässigkeit als Hauptzweck ansehen.

Geschichte

Die Santa Anna lief am 21. Dezember 1522 in Nizza vom Stapel, einen Tag bevor die Johanniter bei der osmanischen Belagerung von Rhodos unter Gewährung freien Abzugs kapitulierten.

Der Unterwasserrumpf der Santa Anna war vollständig mit Bleiplatten beschlagen. Oberhalb der Wasserlinie waren zwei der sechs Decks des Schiffs mit Bleiplatten gepanzert, die mit Bronzenägeln an den hölzernen Schiffskörper geschlagen waren. Die Bewaffnung der Santa Anna war für 500 Soldaten ausgelegt; der Offiziersbereich besaß Essräume und Messen. Im Schiff war eine Schmiede untergebracht, in der mehrere Waffenschmiede auch auf hoher See ihrer Arbeit nachgehen konnten. Das Schiff hatte sogar eine eigene Windmühle und Backöfen an Bord, mit denen die Besatzung mit frischem Brot versorgt wurde. Darüber hinaus besaß die Santa Anna einen Garten mit Pflanzen, die in Blumenkästen entlang der Heckgalerie aufgehängt waren.<ref name="Brennecke-140f">Brennecke, Geschichte der Schiffahrt, S. 138.</ref><ref>Bradford, Johanniter, S. 140 f.</ref>

1531 gelang es der im Mittelmeer operierenden Santa Anna, allein ein osmanisches Geschwader von 25 Schiffen in die Flucht zu schlagen.<ref name="Pemsel-144ff">Pemsel, Seeherrschaft, S. 144 ff.</ref> Ein Jahr später nahm sie unter dem Oberkommando von Andrea Doria an einer Expedition gegen die Peloponnes teil, in deren Verlauf Koroni, Patras und die osmanischen Sperrfestungen am Eingang des Golfs von Korinth erstürmt wurden.<ref name="Pemsel-144ff"/> 1535 war die Karacke am erfolgreichen Angriff der spanischen Flotte unter Karl V. auf Tunis im Tunisfeldzug beteiligt, bei dem mehr als 100 Schiffe der maghrebinischen Korsaren erbeutet wurden.<ref>Brennecke, Geschichte der Schiffahrt, S. 144.</ref> Die Feuerkraft der Santa Anna trug maßgeblich dazu bei, die Feste La Goletta, die die Einfahrt zum Hafen beherrschte, zu bezwingen.<ref name="Pemsel-144ff"/>

Zeitweilig wurde die Santa Anna auch als Weizenfrachter eingesetzt, wobei sie bis zu 900 Tonnen Getreide an Bord nehmen konnte.<ref name="Brennecke-140f" /> Nur achtzehn Jahre nach ihrer Indienststellung wurde sie 1540 auf Befehl des Großmeisters Juan de Homedes abgewrackt.

Siehe auch

Literatur

  • Ernle Bradford: Johanniter und Malteser. Die Geschichte des Ritterordens. Universitas, München 1983. Englische Erstausgabe 1972 unter dem Titel The Shield and the Sword.
  • Jochen Brennecke: Geschichte der Schiffahrt. Künzelsau 1986 (2. Auflage), ISBN 3-89393-176-7, S. 138, 144.
  • Karl Herquet: Das erste Panzerschiff. In: Süddeutsches Familienblatt: Wochenschrift für die gebildete Welt. 1/1868, Nr. 4, S. 67–72 ({{#if: EwdGAAAAcAAJ

| {{#if: {{#if: ||1}} {{#if: EwdGAAAAcAAJ ||1}} | <0|&pg={{#if:|RA{{{Band}}}-}}PA67|&pg=67}}{{#if:|&q=}}#v=onepage|{{#if:|&pg=|}}{{#if:|&q=}}}}{{#if:|q=%7B%7B%7BSuchbegriff%7D%7D%7D}}|{{#if:|q=%7B%7B%7BSuchbegriff%7D%7D%7D}}}} {{#if:|{{#invoke:WLink|getEscapedTitle|{{{Linktext}}}}}|eingeschränkte Vorschau}}{{#if:|| in der Google-Buchsuche}}{{#ifeq:|US|-USA}}{{#if: EwdGAAAAcAAJ |{{#invoke: Vorlage:GoogleBook|fine |id=EwdGAAAAcAAJ |errN=Parameter „BuchID“ hat falsche Länge |errC=Parameter „BuchID“ enthält ungültige Zeichen |errH=# in der „BuchID“ |errP=Parameterzuweisungen in der „BuchID“ |class=editoronly |cat={{#ifeq: 0 | 0 | Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Google Buch}} |template= Vorlage:Google Buch}} }} | Es darf nur genau einer der beiden Parameter „Suchbegriff“ oder „BuchID“ ausgefüllt werden. Bitte beachte die in der Vorlage:Google Buch befindliche Dokumentation und prüfe die verwendeten Parameter.{{#ifeq: 0 | 0 | }}}} | Es muss mindestens einer der beiden Parameter „Suchbegriff“ oder „BuchID“ ausgefüllt werden. Bitte beachte die in der Vorlage:Google Buch befindliche Dokumentation und prüfe die verwendeten Parameter.{{#ifeq: 0 | 0 | }}}}{{#invoke:TemplatePar|check |all= |opt= Suchbegriff= BuchID= Seite= Band= SeitenID= Hervorhebung= Linktext= Land= KeinText= |cat= {{#ifeq: 0 | 0 | Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Google Buch}} |template= Vorlage:Google Buch |format= }}{{#if:|{{#if:{{#invoke:WLink|isBracketedLink|{{{Linktext}}}}}|}}}}).

  • Walther Kabel: Die Geschichte des ersten Panzerschiffs. In: Die Burg. Illustrierte Zeitschrift für die studierende Jugend. Jg. 2 (1914), S. 293–236 (online bei Wikisource).
  • Helmut Pemsel: Seeherrschaft. Eine maritime Weltgeschichte von den Anfängen bis 1850. Band 1, Bernard & Graefe Verlag, Koblenz 1995, ISBN 3-89350-711-6, S. 144 ff.
  • John Taaffe: History of the holy, military, sovereign Order of St. John of Jerusalem: or, Knights, Hospitallers, Knights Templars, Knights of Rhodes, Knights of Malta. 4 Bände. Hope & Co., London 1852.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />