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Sana Kliniken Sommerfeld

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Hellmuth-Ulrici-Klinik
Sana Kliniken Sommerfeld

Trägerschaft Sana Kliniken AG und Paritätischer Wohlfahrts­verband – Landes­verband Berlin e. V.
Ort Sommerfeld

Bundesland Brandenburg
Staat Deutschland
Koordinaten 52° 48′ 43″ N, 13° 2′ 14″ OKoordinaten: 52° 48′ 43″ N, 13° 2′ 14″ O
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Direktorin:
Ärztlicher Direktor:
Pflegedirektor:
Wiebke Gröper
Andreas M. Halder
Markus Berger
Betten 300<ref name="Spiegel" /> (263)<ref name="kremmen" />
Mitarbeiter 516<ref name="sana-3" /> (307 Vollkräfte)<ref name="Spiegel" />
Fachgebiete - Operative Orthopädie,
- Wirbelsäulenchirurgie,
- Manuelle Medizin,
- Anästhesie und Intensiv­medizin
- Zertifiziertes Endo­prothetik­zentrum<ref name="Spiegel">Sana Kliniken Sommerfeld. In: krankenhausspiegel-brandenburg.de. Landeskrankenhausgesellschaft Brandenburg e. V., abgerufen am 6. Mai 2021 (Krankenhausportrait).</ref>
Jahresetat 60,469 Millionen EUR<ref name="sana-3" />
Zugehörigkeit Sana Kliniken AG Ver­bund
Gründung 1912
Website sana.de/sommerfeld
Lage
Sana Kliniken Sommerfeld (Brandenburg)
Sana Kliniken Sommerfeld (Brandenburg)
Datei:Sommerfeld Klinik Portal.jpg
Pförtnerhaus und Portal

Die Hellmuth-Ulrici-Klinik (bis 1964 Waldhaus Charlottenburg) befindet sich im Ortsteil Sommerfeld der brandenburgischen Stadt Kremmen. Sie ist ein medizinisches Zentrum für Erkrankungen des Bewegungssystems und wird seit den 1990er Jahren von der Sana Kliniken AG betrieben. Landläufig hat sich die Bezeichnung Kliniken Sommerfeld bzw. nur Sommerfeld eingebürgert.<ref name="sana-1">Historie der Sana Kliniken Sommerfeld. In: sana.de. Sana Kliniken Berlin-Brandenburg GmbH, abgerufen am 6. Mai 2021.</ref><ref name="kremmen">Sana Kliniken Sommerfeld - Medizinische Versorgung auf höchstem Niveau. In: kremmen.de. Stadtverwaltung Kremmen, abgerufen am 6. Mai 2021 (Visitenkarte).</ref>

Geschichte

Das Waldhaus Charlottenburg wurde 1912–1914 als Lungenheilstätte (zeitgenössisch auch „Tuberkulosenheim“) der bis 1920 selbstständigen Stadt Charlottenburg errichtet.<ref>Vorlage:BerlinerArchitekturwelt</ref> Die Gebäude im alpinen Landhausstil entstanden unter der Leitung des Charlottenburger Stadtbaurats Heinrich Seeling nach Entwürfen von dessen Mitarbeiter Richard Ermisch<ref>Eberhard-Günther Ermisch, Klaus Konrad Weber: Richard Ermisch. Porträt eines Baumeisters. Ernst & Sohn, Berlin 1971, S. 23 f.</ref><ref>Peter Richter: Einer der bedeutendsten Tuberkuloseärzte. In: Märkische Allgemeine. 12. November 2014, abgerufen am 23. April 2021.</ref>.

Im Jahr 1964 erhielt die Klinik den Namen nach ihrem langjährigen Direktor Hellmuth Ulrici: Ulrici-Klinik. Im Jahr 1987 wurden die Klinik für operative Orthopädie, die wegen des Rückgangs von schweren Lungenerkrankungen für eine fachmedizinische Profiländerung sorgte, und die Klinik für Manuelle Medizin gegründet.<ref name="sana-1" />

Nach der deutschen Wiedervereinigung ging die Klinik vom DDR-Staatseigentum zunächst in die Trägerschaft des gesamtberliner Senats über. Schließlich erwarben die Sana Kliniken die Einrichtung und konzentrierten sich weiterhin auf gelenkspezifische Behandlungen. Seit 1997 ergänzt eine Rehabilitationsklinik die Komplettbehandlung. Dieser Neubau auf dem Klinikgelände wurde von der Architektengemeinschaft ESASP Architekten zusammen mit einem Untersuchungs- und Behandlungsgebäude geplant und errichtet.<ref>Website ESP Architekten. Abgerufen am 5. Januar 2024.</ref>

So entwickelte sich die Ullrici-Klinik auf dem Gebiet der Gelenk-Implantate schnell zu den führenden Einrichtungen in Deutschland (Kompetenzzentrum für Orthopädie mit den Fachkliniken für operative Orthopädie und nichtoperative Orthopädie, Schmerztherapie (Manuelle Medizin), Wirbelsäulenchirurgie sowie direkt angeschlossener Rehabilitationsklinik).<ref name="sana-1" /> Nach eigener Angabe werden rund 7500 Gelenkimplantationen pro Jahr durchgeführt,<ref name="sana-3">Daten & Fakten - Unser Haus in Zahlen. In: sana.de. Sana Kliniken Berlin-Brandenburg GmbH, abgerufen am 6. Mai 2021.</ref> Spitzenreiter sind Hüft- und Kniegelenke. Die Klinik für Pneumologie wurde im Jahr 2004 geschlossen, weiterhin wird jedoch die pneumologische Rehabilitation angeboten.<ref name="sana-1" />

Medizinische Einrichtungen

Folgende Einzeleinrichtungen gehören zu den Sommerfeld-Kliniken:

  • Klinik für Manuelle Medizin,<ref name="sana-2" /> insbesondere
    nichtoperative Orthopädie und Schmerzmedizin mit neuroorthopädischen Untersuchungen (manualmedizinische Diagnostik von Muskeln, Gelenken, Wirbelsäule, Faszien und Bewegungsabläufen) und einer apparativen Funktionsdiagnostik,<ref name="kremmen" />
  • Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie,<ref name="sana-2" />
  • Klinik für Wirbelsäulenchirurgie<ref name="sana-2" /> mit
    minimalinvasiven Techniken zur Behandlung von Bandscheibenvorfällen, Einengungen des Spinalkanals und Wirbelkörperbrüchen,<ref name="kremmen" />
  • Klinik für Operative Orthopädie<ref name="sana-2" /> (Klinik für Endoprothetik),<ref name="kremmen" />
  • Klinik für Orthopädische Rehabilitation<ref name="sana-2" />
    behandelt mit 185 Betten Patienten nach Operationen des Bewegungssystems und führt nichtoperative Weiterbehandlungen durch, außerdem werden unfallchirurgische Patienten nachbehandelt,<ref name="kremmen" />
  • Klinik für Pneumologische Rehabilitation<ref name="sana-2">Kliniken. In: sana.de. Sana Kliniken Berlin-Brandenburg GmbH, abgerufen am 6. Mai 2021.</ref>.

Gebäude und Park

1995 wurde das historische Gebäudeensemble unter Denkmalschutz gestellt. Es besteht aus einem Verwaltungsgebäude, mehreren Einzelbauten, die in der Bauphase für Infektionskranke, Frauen und Männer baulich getrennt waren. Hinzu kommen die technischen Bauten wie ein Wasserturm, Versorgungseinrichtungen (Maschinen- und Kesselhaus, ehemalige Küche) sowie eine Kapelle. Alle Gebäude im angepassten Landhausstil sind in einem gepflegten Park eingebettet.

Literatur

  • Stefan Wolter: Zukunft durch Tradition. Die Alpenidylle am Rande Berlins. Medizinhistorischer Spaziergang im 100. Jahr des Bestehens der Sana Kliniken Sommerfeld. Letterado-Verlag, 2013, ISBN 978-3-938579-28-2.
  • Andreas Jüttemann: Die preußischen Lungenheilstätten. Pabst, Lengerich 2016, ISBN 978-3-95853-138-3.
  • Andreas Schmitt: „Leuchten wir mal hinein…“: Das Waldhaus Charlottenburg in Sommerfeld/Osthavelland 1905–1945: Ein Stück Berliner Tuberkulosemedizin. 2004, doi:10.17169/refubium-5945 (Dissertation FU Berlin).

Weblinks

Commons: Waldhaus Charlottenburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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