Salvator Rosa
Salvator Rosa, genannt Salvatoriello (* 20. Juni,<ref name="Meyers">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}{{#ifeq: 0 | 0
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Seine Darstellungen wilder und bergiger Landschaften zählen zu seinen beliebtesten und einflussreichsten Werken, die den extremen Gegensatz zu den pastoralen Landschaften seines Zeitgenossen Claude Lorraine bilden. Allerdings gehören auch makabre Bildthemen sowie philosophische Allegorien und Historien zu seinen Sujets. Als Dichter gehört er zu den wichtigsten italienischen Satirikern seiner Zeit.
Leben
Rosa war der Sohn eines Landvermessers. Entgegen seiner Neigungen wurde er zunächst dazu bestimmt ein Geistlicher zu werden. Zu diesem Zweck wurde er auf das „Colleggio della Congregazione Somasoa“ geschickt. Da ihm das nachfolgende Studium der Mönchsphilosophie nicht behagte, wurde er als untauglich des Collegiums verwiesen. Er wandte sich daraufhin dem Studium der klassischen Literatur, Poesie und der Musik zu und gelangte 1631/32 in das Haus des Malers Jusepe de Ribera<ref name="Montanari">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> und wurde Schüler des Aniello Falcone.<ref name="Montanari" /> Diese Ausbildung durchlief er auch bei Francesco Francanzano,<ref name="Montanari" /> der sein Schwager war. Im Frühjahr 1633 unternahm Rosa eine kleine Studienreise durch Apulien und Kalabrien, um „die Natur zu erforschen und aufs Papier zu bannen“. In den Abruzzen wurde er von Banditen überfallen, und Gerüchten zufolge soll er sogar einige Zeit an deren Raubzügen teilgenommen<ref name="Meyers" /> oder zumindest mit ihnen zusammen gelebt haben.<ref name="Pierer" />
Später kehrte er nach Neapel zurück, fand dort aber weder eine Anstellung noch regelmäßige Abnehmer seiner Werke. 1634<ref name="Pierer" /> oder 1635<ref name="Montanari" /> ging er nach Rom und lebte dort in der ersten Zeit ebenfalls in sehr großer Armut, später erhielt er die Förderung des Kardinals Francesco Maria Brancaccio<ref name="Montanari" /> aus Neapel. Neben vielen verschiedenen Arbeiten, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen, schuf Rosa weiterhin Bild um Bild und mit der Zeit fand sich auch ein interessiertes Publikum.
In den nächsten Jahren konnte er sich sogar ein kleines Atelier leisten, in welchem sich dann regelmäßig Kunstinteressierte in geselliger Runde trafen. Während sich Rosa aber durch seine liebenswürdigen Eigenschaften Freunde und Gönner erwarb, machte er sich durch seinen beißenden Witz ebenso viele Feinde. So führte sein Spott über andere Künstler wie Gian Lorenzo Bernini, den er zum Ziel seiner Satire machte,<ref name="Stern/Oppermann">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> und die Accademia S. Luca dazu, dass er Rom 1640<ref name="Montanari" /> verließ und dem Ruf des Kardinals Giancarlo de’ Medici (1611–1663) nach Florenz folgte. An dessen Hof genoss Rosa hohes Ansehen und er traf sich dort mit den „Schöngeistern von Florenz“, also den Dichtern und Gelehrten. Sie vereinigte sich zu einer Art Akademie, veranstalteten Vorlesungen und Disputationen, spielten Theater. Er war mit „Signora Lucrezia“ verbunden, die ihm in Florenz und später auch in Rom jeweils einen Sohn gebar.<ref name="Stern/Oppermann" /> Er kehrte 1649 nach Rom zurück und starb dort 1673 unmittelbar nach der Trauung mit seiner Konkubine.<ref name="Pierer" />
Werk
Rosas eigentümliche Richtung spricht sich besonders in seinen landschaftlichen Darstellungen aus. Mit gewaltig sich aufgetürmten Felsmassen, starken, zackigen Baumstämmen, Sturmwolken oder Schlaglichtern erzielt er eine großartige Gesamtwirkung, bleibt aber im Einzelnen gelegentlich überdramatisiert und unwirklich. Staffiert sind seine Szenen mit Banditen, Soldaten, Hexen etc.<ref name="Meyers" />
Rosa war, zusammen mit Aniello Falcone, der Begründer der Schlachtenmalerei als einer realistischen Darstellung der Kriegshandlung und das wichtigste Vorbild für Jacques Courtois.<ref name="bußmann">Klaus Bußmann, Heinz Schilling: 1648 – Krieg und Frieden in Europa. Katalogband und zwei Textbände. Münster / Osnabrück 1998, ISBN 3-88789-127-9, S. 145. (Dokumentation der Europaratsausstellung zum 350-jährigen Jubiläum des Westfälischen Friedens in Münster und Osnabrück)</ref> Ein großes Schlachtenbild befindet sich im Louvre, die Verschwörung des Catilina ist im Palazzo Pitti in Florenz zu sehen. Diese Gemälde schließen sich an Riberas Richtung an. Zahlreiche Bilder von Rosa befinden sich in England, andere im Louvre, in Dresden, Berlin, Wien, München oder Sankt Petersburg. Von vielen seiner Bilder wurden Stiche angefertigt. Er selbst radierte 85 Blätter, die mit großer Freiheit und Sicherheit behandelt wurden, aber in guten Abdrucken selten sind. Auch existieren von ihm „Satiren“ (Amsterdam 1664; neue Ausgabe Florenz 1770), deren eine, Die Dichtkunst, von Fiorillo auch eine Biographie des Künstlers (Göttingen 1785) enthält.
Werke (Auswahl)
- Schlacht, Öl auf Leinwand, 95 × 145 cm, Galleria degli Uffizi, Florenz<ref name="bußmann" />
- Der Zweifel des Heiligen Thomas, Retabel von 1638, Museo Municipale di Viterbo<ref name="Montanari" />
- Selbstbildnis, 1640, National Gallery, London<ref name="Montanari" />
- Bildnis der Lucrezia, um 1650, Palazzo Barberini, Rom<ref name="Montanari" />
- Sinnender Demokrit, 1651, Statens Museum for Kunst, Kopenhagen<ref name="Montanari" />
- Humana fragilitas, 1656, Fitzwilliam Museum, Cambridge<ref name="Montanari" />
- La Fortuna, 1659, J. Paul Getty Museum, Malibu<ref name="Montanari" />
- Saul und die Hexe von Endor, 1668, Musée du Louvre, Paris<ref name="Montanari" />
- Jason und der Drache, 1668, Musée des beaux-arts de Montréal<ref name="Montanari" />
Literarische Adaptionen
- E. T. A. Hoffmann setzte Salvator Rosa mit seiner Novelle Signor Formica aus den Serapionsbrüdern ein literarisches Denkmal.
Literatur
- Lady Morgan (d. i. Sydney Owenson): Life and Times of Salvator Rosa. 2 Bände. Henry Colburn, London 1824 (englisch).
- {{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}
- Salvator Rosa. In: Casimir von Chłędowski: Rom. Die Menschen des Barock. 14. Kapitel. Georg Müller, München 1921, S. 426–440 ({{#if:bub_gb_OZlLAAAAMAAJ
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- Hans Werner Schmidt: Die Landschaftsmalerei Salvator Rosas. Halle (Saale) 1930.
- Herwig Guratzsch u. a. (Hrsg.): Salvator Rosa. Genie der Zeichnung. Verlag Wienand, Köln 1999, ISBN 3-87909-667-8. (Begleitbuch zur gleichnamigen Ausstellung).
- James S. Patty: Salvator Rosa in French literature. From the bizarre to the sublime. University Press, Lexington KY 2005, ISBN 0-8131-2330-5.
- Walter Regel (Hrsg.): … Hoch gerühmt, fast vergessen, neu gesehen … Der italienische Maler und Poet Salvator Rosa. Studien zur Neubewertung. Königshausen & Neumann, Würzburg 2007, ISBN 978-3-8260-3667-5; (Inhaltsverzeichnis) (PDF).
- Achim Aurnhammer u. a. (Hrsg.): Salvator Rosa in Deutschland. Studien zu seiner Rezeption in Kunst, Literatur und Musik. Rombach Verlag, Freiburg/B. 2008, ISBN 978-3-7930-9533-0.
- {{ #if:Caterina Volpi|Caterina Volpi: |}}{{ #if:Rosa, Salvator|Rosa, Salvator|Salvator Rosa }}. In: Allgemeines Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker (AKL). {{ #if:99|{{#if:{{#iferror:{{#ifexpr:{{#switch:
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Weblinks
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- Landschaft mit Merkur und dem verlogenen Holzfäller. Website der Londoner National Gallery.
Einzelnachweise
<references />
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- Maler (Neapel)
- Landschaftsmaler
- Zeichner (Italien)
- Person (Königreich Neapel)
- Geboren 1615
- Gestorben 1673
- Mann