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Salicylursäure

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Strukturformel
Strukturformel von Salicylursäure
Allgemeines
Name Salicylursäure
Andere Namen
  • Saliglycinsäure
  • 2-Hydroxyhippursäure
Summenformel C9H9NO4
Kurzbeschreibung

weißer Feststoff<ref name="Sigma" />

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 207-661-6
ECHA-InfoCard 100.006.965
PubChem 10253
ChemSpider 9835
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 195,17 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

167–169 °C<ref name="Sigma" />

Löslichkeit

schlecht löslich in Wasser (1,8 g/l bei 20 °C)<ref name="roempp" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="Sigma">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref>
keine GHS-Piktogramme

H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze<ref name="Sigma" />
Toxikologische Daten

3000 mg·kg−1 (LD50Rattes.c.)<ref name="Sigma" />

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Salicylursäure (Saliglycinsäure), C9H9NO4, ist ein Carbonsäureamid der Salicylsäure mit Glycin. Chemisch gesehen ist es auch ein Derivat der Hippursäure. Salicylursäure wird in der Leber nach Aufnahme von Salicylsäurepräparaten gebildet, wobei bis zu 70 % der Salicylsäure zu Salicylursäure umgesetzt werden.<ref name="roempp">Eintrag zu Salicylsäure. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref> Sie wird mit dem Harn ausgeschieden.<ref name=gme59/>

Salicylursäure kristallisiert aus der heißen wässerigen Lösung in konzentrisch-gruppierten Nadeln aus. Salicylursäure schmeckt bitter, reagiert sauer, löst sich in heißem Wasser, Ethanol und Diethylether.<ref name=gme59>L. Gmelin: Handbuch der Chemie, Band 6, S. 257–258, Universitäts-Buchhandlung von Karl Winter, 1859.</ref> Nachweisbar ist sie in Lösung durch Eisen(III)-Salze, z. B. Eisen(III)-chlorid. Bei positivem Nachweis bilden sich violette Komplexe.<ref>B. Brinkmann (Hrsg.), B. Madea (Hrsg.): Handbuch gerichtliche Medizin Band 2, S. 322, 1. Auflage, Springer Verlag Berlin, 2003, ISBN 978-3-540-66447-5.</ref> Nach langem Kochen zerfällt Salicylursäure in Salicylsäure und Glycin.<ref name=gme59/>

Einzelnachweise

<references />