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Salbeiblättrige Zistrose

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Salbeiblättrige Zistrose
Datei:Zistrose.jpg

Salbeiblättrige Zistrose (Cistus salviifolius)

Systematik
Rosiden
Eurosiden II
Ordnung: Malvenartige (Malvales)
Familie: Zistrosengewächse (Cistaceae)
Gattung: Zistrosen (Cistus)
Art: Salbeiblättrige Zistrose
Wissenschaftlicher Name
Cistus salviifolius
L.

Die Salbeiblättrige Zistrose (Cistus salviifolius) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Zistrosen (Cistus) in der Familie der Zistrosengewächse (Cistaceae).

Beschreibung

Datei:Cistus salviifolius g1.jpg
Salbeiblättrige Zistrose (Cistus salviifolius)
Datei:LotemMarvani ST 06.jpg
Blüte mit Bestäuber
Datei:Melera (Cytinus hypocistiis) - panoramio.jpg
Gelber Zistrosenwürger (Cytinus hypocistis)

Der aromatisch duftende, meist immergrüne, graugrüne Strauch erreicht Wuchshöhen von 30 bis 100 cm. Im Gegensatz zur ebenfalls weißblütigen Montpellier-Zistrose ist diese nicht drüsig-klebrig. Die bis 4 cm langen und etwa 2 cm breiten, gestielten Blätter sind von eiförmiger bis elliptischer Form und gegenständig angeordnet. Sie sind beiderseits sternhaarig, die Oberseite ist runzelig. Sie sind beiderseits grün oder unterseits von dichtem Filz grau.<ref name="Hegi1966" />

Die weißen, lang gestielten Blüten stehen einzeln oder in Büscheln zu zweit bis dritt in der Achsel eines Tragblattes. Sie messen etwa 3 bis 5 cm im Durchmesser. Die fünf Kelchblätter sind breit eiförmig und filzig behaart. Die beiden äußeren sind am Grund herzförmig, die 3 inneren sind breit eiförmig. Die fünf Kronblätter sind weiß mit gelbem Grund. Sie sind etwa 2 Zentimeter lang, ihre Form ist rundlich verkehrt dreieckig.<ref name="Hegi1966" /> Blütezeit ist von April bis Juni. Jede Blüte enthält zahlreiche Staubblätter. Es werden kleine und vielsamige Kapselfrüchte mit bleibendem Kelch gebildet.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 18.<ref name="IPCN" />

Vorkommen

Die Salbeiblättrige Zistrose ist im gesamten Mittelmeerraum verbreitet und erreicht im Norden den Alpensüdrand. Von folgenden Ländern und Gebieten kommt sie ursprünglich vor: Marokko, Algerien, Tunesien, Libyen, Portugal, Spanien, die Balearen, Madeira, Frankreich, Italien, die Schweiz, Korsika, Sardinien, Sizilien, Slowenien, Kroatien, Montenegro, Albanien, Griechenland, Bulgarien, Kreta, in der Ägäis, Zypern, in der Türkei, Syrien, im Libanon, in Israel, Jordanien, Georgien und im Kaukasusraum.<ref name="Euro+Med" /> Standorte sind Garigues, Macchien, trockene Felshänge auf nährstoffarmen, sauren Böden. Im Tessin steigt die Art im Onsernonetal bis 700 Meter Meereshöhe auf<ref name="Hegi1966" />, auf der Iberischen Halbinsel kommt sie von 0 bis 1800 Meter Meereshöhe vor.<ref name="FloraVascular" /> Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt & al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 1 (sehr trocken), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 2 (sauer), Temperaturzahl T = 5 (sehr warm-kollin), Nährstoffzahl N = 2 (nährstoffarm), Kontinentalitätszahl K = 3 (subozeanisch bis subkontinental).<ref name="InfoFlora" />

Ökologie

Blütenbesucher sind Bienen (z. B. Halictus) und Hummeln, aber auch der Käfer Oxythyrea squalida <templatestyles src="Person/styles.css" />Scop.<ref name="Hegi1966" />

Auf den Wurzeln schmarotzt im Mittelmeergebiet der Gelbe Zistrosenwürger (Cytinus hypocistus).

Nutzung

Früher wurden Blätter und Blüten als 'Herba et flores cisti foeminae' als Mittel bei Wunden, Geschwüren, Durchfall und Ruhr verwendet.<ref name="Hegi1966" /> Als Zierstrauch wird die Art seit 1584 in Gärten gepflanzt.<ref name="Hegi1966" />

Literatur

  • Peter Schönfelder, Ingrid Schönfelder: Die Kosmos Mittelmeerflora. Über 1600 Arten und 1600 Fotos (= Kosmos-Naturführer). Franckh-Kosmos, Stuttgart 2018, ISBN 978-3-440-15405-2, S. 176.
  • Jean-Claude Rameau, Dominique Mansion, Gérard Dumé: Flore forestière française. Guide écologique illustré. 1: Plaines et collines. Institut pour le Développement Forestier, Paris, 1989, ISBN 2-904740-16-3, S. 407.
  • Marilena Idžojtić: Dendrology. Academic Press, 2019, ISBN 978-0-12-819644-1, S. 170.

Einzelnachweise

<references> <ref name="IPCN">Cistus salviifolius bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name="InfoFlora"> Cistus salviifolius L. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Euro+Med"> E. von Raab-Straube (2018):Cistaceae. – In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. Datenblatt Cistus salviifolius</ref> <ref name="Hegi1966"> </ref> <ref name="FloraVascular"> Datenblatt bei Flora Vascular. </ref> </references>

Weblinks