Zum Inhalt springen

Saint-Raphaël

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Vorlage:Hinweisbaustein

Saint-Raphaël
Datei:Blason ville fr Saint-Raphaël (Var).svg
Staat Frankreich[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]:  Frankreich
Region Provence-Alpes-Côte d’Azur
Département (Nr.) Var (83)
Arrondissement Draguignan
Kanton Saint-Raphaël
Gemeindeverband Estérel Côte d’Azur Agglomération
Koordinaten 43° 25′ N, 6° 46′ OKoordinaten: 43° 25′ N, 6° 46′ O
 {{#coordinates:43,424722222222|6,7677777777778|primary
dim=20000 globe= name=Saint-Raphaël region=FR-83 type=city
  }}
Höhe 0–560 m
Fläche
Einwohner 37.113 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte – Einw./km²
Postleitzahl 83700
INSEE-Code 83118
Website www.ville-saintraphael.fr
Datei:P1000359 Saint Raphael et son port de plaisance.JPG
Blick über den Hafen Vieux-Port auf Saint-Raphaël

Vorlage:Infobox Gemeinde in Frankreich/Wartung/abweichendes Wappen in Wikidata

Saint-Raphaël <templatestyles src="IPA/styles.css" />[sɛ̃ ʁafaɛl] <phonos file="LL-Q150 (fra)-Mecanautes-Saint-Raphaël.wav"></phonos> ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine französische Gemeinde und Hafenstadt mit 37.113 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) an der Mittelmeerküste (Côte d’Azur) im Département Var in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur. Sie gehört zum Arrondissement Draguignan, das Bureau centralisateur des gleichnamigen Kantons befindet sich in der Gemeinde. Außerdem ist Saint-Raphaël der Sitz des Gemeindeverbands Estérel Côte d’Azur Agglomération. Die Bewohner werden Raphaëlois und Raphaëloises genannt.

Die Gemeinde erhielt 2023 die Auszeichnung „Drei Blumen“, die vom Conseil national des villes et villages fleuris (CNVVF) im Rahmen des jährlichen Wettbewerbs der blumengeschmückten Städte und Dörfer verliehen wird.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Les communes labellisées.] Conseil national des villes et villages fleuris, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 13. Oktober 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Geografie

Datei:Cap du Dramont et ile d'Or.jpg
Küste am Cap Dramont bei Saint-Raphaël

Saint-Raphaël ist die östlichste Gemeinde des Départements Var. Sie liegt südwestlich von Cannes (24 Kilometer Luftlinie) und nordöstlich von Saint-Tropez (20 Kilometer Luftlinie) und ist sowohl Seebad als auch Winterkurort. Die Stadt liegt in der Bucht Baie de Saint-Raphaël und ist im Westen mit Fréjus zusammengewachsen. Im Osten grenzt sie an Agay, getrennt durch den Berg Le Dramont. Im Südosten der Stadt (6,5 Kilometer Luftlinie) bei Le Dramont liegt gut vom Strand sichtbar die Insel Île d’Or. Der Stadtstrand ist sandig. Auf der weiteren Küste Richtung Cannes, auch Les Calanques genannt, bestehen vorwiegend felsige Ufer mit mehreren kleineren Felsinseln. Die kleinbuchtigen Strände östlich vom großen Jachthafen Santa Lucia werden im Sommer stark besucht, da dieser Küstenabschnitt von teils sehr luxuriösen Sommerresidenzen, wie z. B. in Boulouris, geprägt ist.

Geschichte

Das Gebiet von Saint-Raphaël war bereits in der Antike besiedelt. Zunächst lebten hier ligurische Stämme, bevor die Römer die Region in ihre Provinz Gallia Narbonensis eingliederten. Unter dem Namen Forum Veneris entwickelte sich die Siedlung zu einer Station an der Via Aurelia, der wichtigen Verkehrsverbindung zwischen Rom und den gallischen Provinzen.<ref>Historic overview. Abgerufen am 2. Oktober 2025.</ref>

Im Mittelalter entstand um die dem Erzengel Raphael geweihte Kirche eine befestigte Ortschaft. Ab dem 10. Jahrhundert stand das Gebiet unter dem Einfluss der Abtei von Lérins. Der heute noch erhaltene romanisch-gotische Kirchenbau San Rafeu mit seinem Wachturm geht auf diese Zeit zurück.<ref>Historic overview. Abgerufen am 2. Oktober 2025.</ref>

Im 19. Jahrhundert wurde Saint-Raphaël zu einem beliebten Bade- und Kurort. Der Schriftsteller Alphonse Karr, der sich hier niederließ, sowie weitere Künstler und Intellektuelle trugen zur Bekanntheit des Ortes bei. Mit der Eröffnung der Eisenbahnlinie von Paris nach Nizza im Jahr 1863 setzte eine verstärkte touristische Entwicklung ein.<ref>Historic overview. Abgerufen am 2. Oktober 2025.</ref>

Während des Zweiten Weltkriegs war Saint-Raphaël ein wichtiger Schauplatz der alliierten Landung in Südfrankreich. Am 15. August 1944 gingen hier im Rahmen der Operation Dragoon Truppen an Land und eröffneten damit eine neue Front zur Befreiung Frankreichs.<ref>Historic overview. Abgerufen am 2. Oktober 2025.</ref>

Heute ist Saint-Raphaël ein regional bedeutender Badeort an der Côte d’Azur, der auch aufgrund seiner Lage am Esterel-Massiv und seines historischen Stadtkerns touristische Bedeutung hat.<ref>Historic overview. Abgerufen am 2. Oktober 2025.</ref>

Nach der Befreiung Frankreichs von der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg wurden die afrikanischen Hilfstruppen der Tirailleurs sénégalais kaserniert und die Militärführung ließ sie teils monatelang in der Kaserne Gellieni in Fréjus auf ihre Heimreise nach Westafrika warten. Weil die Militärpolizei drei Soldaten beschuldigte, in Saint-Raphaël für Unruhe gesorgt zu haben, kam es am 19. August 1945 zu einem Vorfall, bei dem sie einen Soldaten tötete, was die Armee später als Unfall darstellte. Soldaten aus der Kaserne eilten herbei, um sich zu rächen und lieferten sich bis in die Nacht Kämpfe mit der Polizei. Dabei starben zwei Zivilisten und ein Angehöriger der Gendarmerie.<ref>Jean-Christophe Buisson: 1945. Éditions Perrin, Paris 2024, ISBN 978-2-262-10332-3, S. 217.</ref>

Bevölkerungsentwicklung

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2009 2019
Einwohner 13.425 17.844 21.080 24.118 26.616 30.233 33.804 34.269 36.027

Sehenswürdigkeiten

  • Die Kirche San Rafeu, die im 12. Jahrhundert im romanisch-provenzalischen Stil errichtet wurde, diente auch als Festung. Da der Turm an die militärischen Bauwerke der Templer erinnert, wird die Kirche teilweise fälschlich als Templerkirche bezeichnet. Vom Kirchturm aus bietet sich ein sehenswertes Panorama über die Stadt, die moderne Kirche im byzantinischen Stil, den Golf von Fréjus und den Strand sowie das Maurenmassiv im Hinterland. Bei klarem Wetter sieht man in 40 Kilometer Entfernung (Luftlinie) den Berg Montagne de Lachens (mit 1712 m der höchste Punkt im Département).

Die Menhire von Veyssières stehen in Saint-Raphaël.

  • Musée Louis-de-Funès (2019 eröffnet)

Verkehr

Datei:TGV Duplex 208 Carmillon Saint-Raphaël-Valescure 1.JPG
TGV Duplex im Bahnhof Saint-Raphaël-Valescure
Datei:Saint Raphael Gare routiere.jpg
Der 2010 in Betrieb genommene Busbahnhof neben dem Bahnhof

Die Stadt hat einen Bahnhof (Saint-Raphaël-Valescure) an der Bahnstrecke Marseille–Ventimiglia, die in diesem Abschnitt im Jahr 1863 von der Compagnie des chemins de fer de Paris à Lyon et à la Méditerranée (PLM) eröffnet wurde. Er wird von TGV-Hochgeschwindigkeitszügen der Relation Paris–Nizza, Nachtreisezügen und Regionalzügen des TER Provence-Alpes-Côte d’Azur bedient. Weitere Bahnstationen mit TER-Halten im Gebiet der Gemeinde Saint-Raphaël sind Boulouris-sur-Mer, Dramont, Agay, Anthéor-Cap-Roux und Trayas.

Die ehemalige Nationalstraße N 7 durch Saint-Raphaël wurde 1933 ins Landesinnere verlegt, die N 98 im Jahr 2006 zur Departementsstraße D 559 abgestuft. Nächste Autobahn ist die A 8 mit den Anschlussstellen 37 Fréjus und 38 Saint-Raphaël.

Städtepartnerschaften

Saint-Raphaël unterhält Städtepartnerschaften mit Dschermuk in Armenien, dem belgischen Gent, dem deutschen St. Georgen im Schwarzwald und dem israelischen Tiberias.

Söhne und Töchter der Stadt

Weblinks

Weitere Inhalte in den
Schwesterprojekten der Wikipedia:

Datei:Commons-logo.svg Commons – Medieninhalte (Kategorie)
Datei:Wikivoyage-Logo-v3-icon.svg Wikivoyage – Reiseführer

Einzelnachweise

<references/>

<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />

Vorlage:Hinweisbaustein