Saint-Placide (Métro Paris)
Der U-Bahnhof Saint-Placide <templatestyles src="IPA/styles.css" /> ist eine unterirdische Station der Linie 4 der Pariser Métro.
Lage
Die Station befindet sich im Quartier Notre-Dame-des-Champs des 6. Arrondissements von Paris. Sie liegt längs unter der Rue de Rennes in Höhe deren Kreuzung mit der Rue de Vaugirard.
Name
Namengebend ist die dort in die Rue de Rennes mündende Rue Saint-Placide. Placidus von Subiaco (ca. 515–543) war einer der ersten benediktinischen Mönche,<ref>Gérard Roland: Stations de métro d’Abbesses à Wagram. Christine Bonneton, Clermont-Ferrand 2011, ISBN 978-2-86253-382-7, S. 197.</ref> in der katholischen Kirche gilt er als Heiliger (fr: Saint) und Märtyrer.
Der ursprüngliche Name „Vaugirard“ leitete sich von der Rue de Vaugirard her. Die mit 4,3 km längste Pariser Straße führte zum südwestlich vor der Stadt gelegenen Vorort Vaugirard, der 1860 nach Paris eingemeindet wurde.<ref>Gérard Roland, op. cit. S. 209.</ref>
Geschichte
Die Station wurde am 9. Januar 1910 unter dem Namen „Vaugirard“ in Betrieb genommen, als der 3900 m lange Mittelabschnitt der Linie 4 von Raspail bis Châtelet eröffnet wurde. Mit dessen Inbetriebnahme wurden die bis dahin getrennten Süd- und Nordäste der Linie zu einer von Porte de Clignancourt im Norden bis Porte d’Orléans im Süden verlaufenden Linie verbunden.<ref name="JT183f">Jean Tricoire: Un siècle de métro en 14 lignes. De Bienvenüe à Météor. 2. Auflage. La Vie du Rail, Paris 2000, ISBN 2-902808-87-9, S. 183 f.</ref>
Seit dem 15. November 1913 trägt die Station ihren heutigen Namen, da es zu Verwechslungen mit dem U-Bahnhof Vaugirard der von der konkurrierenden Gesellschaft Nord-Sud gebauten Linie A (seit 1930: Linie 12) kam.
Beschreibung
Unter einem elliptischen, weiß gefliesten Deckengewölbe mit gekrümmten Seitenwänden weist die Station Seitenbahnsteige an zwei parallelen Streckengleisen auf. Sie war ursprünglich 75 m lang, Mitte der 1960er Jahre wurde sie auf 90 m verlängert<ref>Brian Hardy: Paris Metro Handbook. 3. Auflage. Capital Transport Publishing, Harrow Weald 1999, ISBN 1-85414-212-7, S. 36.</ref> und für den Verkehr mit luftbereiften Zügen umgebaut.
Der einzige Zugang liegt an der Einmündung der Rue Notre-Dame-des-Champs, er ist durch einen Kandelaber des Typs „Val d‘Osne“ markiert. Schräg gegenüber, an der Einmündung der Rue du Regard, befindet sich ein zusätzlicher Ausgang mit einer Rolltreppe.
Nördlich der Station überquert der Tunnel der Linie 4 den der Linie 12. Da die beiden Strecken von verschiedenen Bahngesellschaften errichtet wurden, wurde an der Kreuzung der Rue de Rennes mit dem Boulevard Raspail kein Umsteigebahnhof angelegt.
Fahrzeuge
Auf der Linie 4 verkehrten bis 1928 5-Wagen-Züge aus zunächst drei zweimotorigen, später zwei viermotorigen Triebwagen und Beiwagen. Sie wurden durch Sprague-Thomson-Züge abgelöst, die in den Jahren 1966/67 sukzessive durch gummibereifte 6-Wagen-Züge der Baureihe MP 59 ersetzt wurden.<ref name="JT183f" /> Seit 2011 ist auf der Linie 4 die Baureihe MP 89 CC<ref group="Anm." name="mp89-cc-ca">CC bedeutet „Conduite Conducteur“ (fahrergesteuert), CA steht für „Conduite Automatique“ (automatisch gesteuert).</ref> im Einsatz. Die Umstellung auf fahrerlose Züge der Baureihen MP 89 CA<ref group="Anm." name="mp89-cc-ca" />, MP 05 und MP 14 hat am 12. September 2022 begonnen und soll bis Ende 2023 abgeschlossen sein.<ref>L'automatisation de la ligne 4 est en marche ! RATP, 12. September 2022, abgerufen am 24. September 2022.</ref>
Anmerkungen
<references group="Anm." />
Literatur
- Gérard Roland: Stations de métro. D’Abbesses à Wagram. 2003, ISBN 2-86253-307-6.
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
| Vorherige Station | Métro Paris | Nächste Station |
|---|---|---|
| Saint-Sulpice ← Porte de Clignancourt |
Datei:Paris m 4 jms.svg | Montparnasse – Bienvenüe Bagneux – Lucie Aubrac → |
Koordinaten: 48° 50′ 48,6″ N, 2° 19′ 36,9″ O
{{#coordinates:48,846844627752|2,3269128799438|primary
|dim=
|globe=
|name=
|region=FR-75C
|type=landmark
}}