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Sabine Zimmermann (Politikerin)

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Datei:2024-09-01 Wahlabend Sachsen by Sandro Halank–034.jpg
Sabine Zimmermann (2024)
Datei:Zimmermann, Sabine.webm
Video-Vorstellung (2014)

Sabine Zimmermann geb. Ebert (* 30. Dezember 1960 in Pasewalk) ist eine deutsche Politikerin (BSW, zuvor Die Linke, SPD). Von Februar 2024 bis September 2025 war sie Landesvorsitzende des BSW in Sachsen. Von 2005 bis 2021 war sie Mitglied des Deutschen Bundestages für Die Linke. Sie war Spitzenkandidatin des BSW zur Landtagswahl in Sachsen 2024 und war von Oktober 2024 bis Januar 2026 Mitglied des Sächsischen Landtags sowie Vorsitzende der dortigen BSW-Fraktion.

Leben und Beruf

Nach dem Besuch der Polytechnischen Oberschule absolvierte Zimmermann von 1977 bis 1980 eine Ausbildung zur Facharbeiterin für Anlagentechnik mit Abitur. Anschließend besuchte sie eine Fachschule für Baustofftechnologie, die sie 1984 als Baustofftechnologin beendete. Danach war sie bis 1990 beim VEB Ziegelwerke Karl-Marx-Stadt und anschließend im Landratsamt Neustadt an der Waldnaab in der Abteilung Abfallwirtschaft tätig.

1992 wechselte sie als Gewerkschaftssekretärin zum Deutschen Gewerkschaftsbund. Seit 2001 war sie Vorsitzende der DGB-Region Vogtland-Zwickau.

Von 1995 bis 2005 war Zimmermann Mitglied der SPD, 2007 trat sie in die Partei Die Linke ein<ref>Götz Hausding: Die Rentenexpertin: Sabine Zimmermann. In: Das Parlament. Nr. 22–23/2014, 26. Mai 2014 (das-parlament.de [abgerufen am 19. Juli 2024]).</ref> und blieb dort Mitglied bis ins Jahr 2023. Sie begründete den SPD-Austritt mit der Einführung von Hartz IV im Rahmen der Agenda 2010, die nicht sozial gerecht gewesen sei.<ref>Frank Dörfelt: Parteiwechsel: So selten sind sie in Westsachsen gar nicht. In: Freie Presse, Zwickauer Zeitung. 26. Januar 2023 (freiepresse.de).</ref> 2012 gab sie ihre Kandidatur für den Parteivorsitz der Linken bekannt. Am Wahltag zog sie diese zurück. Katja Kipping wurde neue Parteichefin, nachdem sie sich gegen Dora Heyenn durchgesetzt hatte.

Spätestens ab Oktober 2023 unterstützte sie den Verein BSW – Für Vernunft und Gerechtigkeit.<ref>Ex-Abgeordnete der Linken: Partei von Wagenknecht will in Sachsen antreten. In: saechsische.de. 23. Oktober 2023, abgerufen am 23. Oktober 2023.</ref> Von Januar 2024 bis Dezember 2025 war sie Mitglied des Bundesvorstands der neugegründeten Partei.<ref>Ex-Linke Zimmermann will BSW-Landesverband aufbauen. (Videobeitrag aus der Sendung MDR Sachsenspiegel) In: mdr.de. 27. Januar 2024, abgerufen am 27. Januar 2024.</ref><ref>NDR: Wagenknecht-Partei: "100 weitere Interessierte in MV". Abgerufen am 2. September 2024.</ref>

Auf der Gründungsversammlung des sächsischen Landesverbandes des BSW am 24. Februar 2024 wurde sie zusammen mit dem Unternehmer Jörg Scheibe zur Landesvorsitzenden gewählt.<ref>Bündnis Sahra Wagenknecht gründet ersten Landesverband in Sachsen. In: mdr.de. 25. Februar 2024, abgerufen am 25. Februar 2024.</ref> Beim Landesparteitag am 13. September 2025 kandidierte sie nicht erneut für den Vorsitz; ihr folgte Ronny Kupke nach.<ref>dpa: Parteien: Neues Spitzenduo beim BSW: Jörg Scheibe und Ronny Kupke. In: Die Zeit. 13. September 2025, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 14. September 2025]).</ref>

Sabine Zimmermann wohnt seit 2021 in Werdau,<ref>Sabine Zimmermann. In: Wir sind der Osten. Abgerufen am 18. Juli 2024.</ref> ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Abgeordnete

Vom 16. Juli bis zum Ende der Legislaturperiode im Oktober 2004 gehörte Zimmermann für die SPD Sachsen dem Sächsischen Landtag an, nachdem Karl-Heinz Kunckel sein Mandat niedergelegt hatte.<ref>Sächsisches Amtsblatt Nr. 33 vom 12. August 2004, S. 808.</ref> In diesem Zeitraum fand allerdings keine Landtagssitzung mehr statt. Seit 2005, als sie über die offene Landesliste Sachsen der Linkspartei.PDS in den Bundestag einzog, war sie Mitglied des Deutschen Bundestages. Ihr Wahlkreis war Zwickau.<ref name="bundeswahlleiter2021">Bundestagswahl 2021: Gewählte „Z“. Bundeswahlleiter, abgerufen am 19. Juli 2024.</ref>

Im September 2012 wurde sie zur Vorsitzenden des Ausschusses für Arbeit und Soziales des Deutschen Bundestages gewählt, nachdem Katja Kipping auf Grund ihrer Wahl zur Parteivorsitzenden von diesem Amt zurückgetreten war. Im Januar 2018 übernahm sie den Vorsitz des Ausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.<ref>Sächsische Politiker: Ämter in Bundestagsausschüssen. In: welt.de. 31. Januar 2018, abgerufen am 19. Juli 2024.</ref> Zudem gehörte sie dem Ausschuss für Tourismus an und war stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales.<ref>Abgeordnete. Deutscher Bundestag, abgerufen am 23. Februar 2021.</ref>

Ab 2019 war Zimmermann Mitglied der Deutsch-Französischen Parlamentarischen Versammlung. Bei der Bundestagswahl 2021 kandidierte sie erneut, erhielt aber kein Mandat, da ihre Partei ihr keinen Listenplatz auf der Landesliste gegeben hatte.<ref name="bundeswahlleiter2021" /><ref>Linke sieht Generationswechsel skeptisch. In: freiepresse.de. 14. Mai 2021, abgerufen am 6. Oktober 2021.</ref>

Bei der Landtagswahl in Sachsen 2024 wurde sie als Spitzenkandidatin des BSW in den Sächsischen Landtag gewählt. Anschließend wurde sie zur Vorsitzenden der BSW-Fraktion im Landtag gewählt.<ref>Zimmermann zur BSW-Fraktionsvorsitzenden gewählt. In: mdr.de. 24. September 2024, abgerufen am 25. September 2024.</ref> Am 20. Januar 2026 legte sie ihr Landtagsmandat aus gesundheitlichen Gründen nieder. Für sie rückte Eric Recke in den Landtag nach.<ref>Sabine Zimmermann legt Landtagsmandat nieder. In: welt.de. 20. Januar 2026, abgerufen am 20. Januar 2026.</ref> Im Fraktionsvorsitz folgte ihr Ronny Kupke nach.<ref>Bündnis Sahra Wagenknecht: Ronny Kupke neuer BSW-Fraktionschef im Landtag von Sachsen. In: zeit.de. 27. Januar 2026, abgerufen am 27. Januar 2026.</ref>

Weblinks

Commons: Sabine Zimmermann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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