Im Zuge der Verstärkung der deutschen und internationalen Kräfte vor der chinesischen Küste auf Grund des Boxeraufstandes entsandte die Kaiserliche Marine drei der neuesten und modernsten Torpedoboote nach Ostasien. Am 26. Juli 1900 liefen die als Lazarettschiff des Ostasiatischen Expeditionskorps vorgesehene Gera des Norddeutschen Lloyd und die Torpedoboote S 90, S 91 und S 92 nach Ostasien aus. Am 6. Oktober 1900 erreichte der kleine Verband Shanghai. Die Torpedoboote unterstützten die Linienschiffsdivision und das Ostasiatische Kreuzergeschwader bei der Überwachung der chinesischen Küste und der Flussmündungen. Nach Beruhigung der Lage in China wurden S 91 und S 92 wieder aus Ostasien abgezogen und traten am 6. März 1902 mit dem Großen KreuzerKaiserin Augusta die Heimreise an.
Das Torpedoboot S 90 wurde neben dem ebenfalls bei Schichau gebauten, ehemals chinesischen Zerstörer Taku als Sicherungsschiff des Stützpunktes Tsingtau und auch im Stationsdienst eingesetzt. Die Schiffe kamen dabei vor allem in den chinesischen Küstengewässern, aber auch auf dem Jangtsekiang zum Einsatz. 1913 fiel die Taku schwer beschädigt durch eine Grundberührung in der Kiautschou-Bucht endgültig aus und auch S 90 war weitgehend aufgebraucht. Die beiden alten Boote sollten daher 1914 durch drei neue Torpedoboote ersetzt werden.
Endschicksal
S 90 blieb bei Kriegsbeginn in Tsingtau für den Sicherungsdienst des Stützpunktes in Dienst, den sie zusammen mit dem Kanonenboot Iltis versah. Sie sicherte das Auslaufen der Schiffe, die Tsingtau zum Kreuzergeschwader als Versorgungsschiffe oder Verstärkungen (der Kleine KreuzerEmden, die Hilfskreuzer Prinz Eitel Friedrich und Cormoran) verließen. Ab Mitte August überwachten Schiffe der britischen China Station die Ausgänge von Tsingtau enger und brachten etliche Schiffe auf. Am Abend des 22. August 1914 entdeckte der britische Zerstörer Kennet die patrouillierende und den MinenlegerLauting sichernde S 90 und versuchte, sie abzufangen.<ref name="Röhr 1974" details="S. 193" /> S 90 erwiderte das Feuer und lockte die Kennet in den Feuerbereich einer 10,5-cm-Landbatterie, die sofort Treffer erzielte. Als auch noch die Jaguar auslief, drehte die Kennet ab, die drei Tote und sieben Verwundete an Bord hatte und deren Steuerbord-Zwölfpfünder zerstört war.<ref>Naval review, 1915, S. 151 f.; <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />{{#if:20131202232907
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Als sich das Ende der Verteidigungsmöglichkeiten der Kolonie abzeichnete, versuchte das Torpedoboot aus einer nächtlichen Überwachungsfahrt heraus, den Überwachungsring der alliierten Schiffe am 17. Oktober 1914 zu durchbrechen. Dabei gelang die Versenkung des alten japanischen Kreuzers Takachiho durch einen Torpedo.<ref name="Röhr 1974" details="S. 194" /> Der Kreuzer sank mit 271 Toten – Japans größter Verlust durch Feindeinwirkung im Ersten Weltkrieg.
Da eine erfolgreiche Flucht wegen Brennstoffmangels nicht wahrscheinlich erschien, versenkte der Kommandant, Kapitänleutnant Paul Brunner, das Boot noch in der Nähe Tsingtaus selbst und begab sich mit seiner Besatzung in chinesische Internierung.<ref>Bericht. (PDF) In: New York Times.</ref>
Literatur
Hans H. Hildebrand, Albert Röhr, Hans-Otto Steinmetz: Die deutschen Kriegsschiffe. Biographien – ein Spiegel der Marinegeschichte von 1815 bis zur Gegenwart. Ratingen o. J. (Einbändiger Nachdruck der siebenbändigen Originalausgabe, Herford 1979 ff.)
Cord Eberspächer: Die deutsche Yangtse-Patrouille. Deutsche Kanonenbootpolitik in China im Zeitalter des Imperialismus 1900–1914. Bochum 2004.
Hans Karr: Deutsche Kriegsschiffe. Das kaiserliche Ostasien-Geschwader 1859–1914. Motorbuch Verlag, Stuttgart 2021, ISBN 978-3-613-04421-0, S. 95 f.
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}} kreuzergeschwader.de
Fußnoten
<references>
<ref name="Karr 2021">
Hans Karr: Deutsche Kriegsschiffe. Motorbuch, Stuttgart 2021, S. 95 f.
</ref>
<ref name="Röhr 1974">
Albert Röhr: Deutsche Marinechronik. Stalling, Oldenburg / Hamburg 1974, ISBN 3-7979-1845-3.
</ref>
</references>