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Sławomir Piechota

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Datei:Sławomir Piechota Sejm 2018.jpg
Sławomir Piechota

Sławomir Jan Piechota (* 1. Januar 1960 in Tomaszów Mazowiecki) ist ein polnischer Politiker (UW, PO). Er gehörte von 2005 bis 2023 dem Sejm in der V., VI., VII., VIII., IX. und X. Wahlperiode an.

Leben und Beruf

Seit seinem 12. Lebensjahr ist Sławomir Piechota auf Grund eines Unfalls querschnittgelähmt.<ref name="Gazeta04-11-2010"/> Zunächst absolvierte er an einer Berufsschule für Menschen mit Behinderung eine Ausbildung als Elektromechaniker. Anschließend studierte Rechtswissenschaften an der Universität Breslau und wurde als Rechtsanwalt niedergelassen. Zwischen 1990 und 1994 war er Behindertenbeauftragter der Woiwodschaft Breslau. Weiterhin war er Leiter des Wojewodschaftszentrums für Beschäftigung und Rehabilitierung Behinderter.

Sławomir Piechota ist seit 1985 verheiratet und hat zwei Kinder.<ref name="Omnie"/>

Politik

1994 wurde Piechota Mitglied des Stadtrates von Breslau, wo er bis 1998 zuerst stellvertretender Vorsitzender und später Vorsitzender war.<ref name="Omnie"/> Bei den Selbstverwaltungswahlen 1994 wurde er für das Wahlkomitee „Wrocławskiego Komitetu Obywatelskiego“ und bei den Selbstverwaltungswahlen 1998 für die Unia Wolności, der er von 1997 bis 2001 angehört hatte, in den Stadtrat gewählt. Vom Januar 1999 bis zum November 2002 war Piechota dann Mitglied des Vorstands der Stadt Breslau. 2002 gelang ihm für das Wahlkomitee von Rafał Dutkiewicz der erneute Einzug in den Stadtrat.<ref>Ergebnis auf der Liste der Wahlkommission, abgerufen am 19. April 2026.</ref>

Bei den Parlamentswahlen 2005 konnte Sławomir Piechota für die Platforma Obywatelska (PO) einen Sitz im Sejm erringen.<ref>Ergebnis auf der Liste der Wahlkommission, abgerufen am 19. April 2026.</ref><ref name="Omnie"/> Dieses Mandat konnte er bei den vorgezogenen Wahlen 2007 verteidigen.<ref>Ergebnis auf der Liste der Wahlkommission, abgerufen am 19. April 2026.</ref> Bei den Selbstverwaltungswahlen 2010 kandidierte Piechota für den Posten des Stadtpräsidenten Breslaus, musste sich aber mit 11,0 % der Stimmen Rafał Dutkiewicz geschlagen geben.<ref name="wybory2010"/> Bei den Parlamentswahlen 2011<ref>Ergebnis auf der Liste der Wahlkommission, abgerufen am 19. April 2026.</ref> und 2015<ref>Ergebnis auf der Liste der Wahlkommission, abgerufen am 19. April 2026.</ref> wurde er jeweils erneut für die PO in den Sejm gewählt. Von 2015 bis 2019 war er Vorsitzender des Petitionsausschusses des Sejm. Auch bei Parlamentswahl 2019, bei der er auf der Liste des von der PO dominierten Wahlbündnisses Koalicja Obywatelska (KO) antrat, konnte er seinen Sitz verteidigen.<ref>Ergebnis auf der Liste der Wahlkommission, abgerufen am 19. April 2026.</ref> Bei der Parlamentswahl 2023 kandidierte er nicht erneut und schied aus dem Sejm aus.

Bei den Selbstverwaltungswahlen 1994 wurde er für die KO in den Sejmik der Woiwodschaft Niederschlesien gewählt.<ref>Ergebnis auf der Liste der Wahlkommission, abgerufen am 19. April 2026.</ref>

Ehrungen

Weblinks

Commons: Sławomir Piechota – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name="Gazeta04-11-2010"> Gazeta Wrocław, Mocno spóźniony kandydat Sławomir Piechota, 4. November 2010 (<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />WebCite (Memento vom 26. Dezember 2010 auf WebCite))</ref> <ref name="Omnie"> Website von Sławomir Piechota, O mnie, abgerufen am 26. Dezember 2010 <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />WebCite (Memento vom 26. Dezember 2010 auf WebCite)</ref> <ref name="wybory2010"> Website der staatlichen Wahlkommission, Wybory Samorządowe 2010 - Miasto Wrocław, 19. Dezember 2010 (<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />WebCite (Memento vom 26. Dezember 2010 auf WebCite))</ref> </references>

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