Südliche Glanz-Krabbenspinne
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| Südliche Glanz-Krabbenspinne | ||||||||||||
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| Datei:Synema globosum-pjt.jpg
Südliche Glanz-Krabbenspinne (Synema globosum), Weibchen | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Synema globosum | ||||||||||||
| (Fabricius, 1775) |
Die Südliche Glanz-Krabbenspinne (Synema globosum, Syn.: Synaema globosum), auch kurz Glanzkrabbenspinne genannt,<ref name="RLD">Breitling, R.; Merches, E.; Muster, C.; Duske, K.; Grabolle, A.; Hohner, M.; Komposch, C.; Lemke, M.; Schäfer, M. & Blick, T.: Liste der Populärnamen der Spinnen Deutschlands. (PDF; 5013 kB) In: Arachnologische Mitteilungen 59. April 2020, S. 38–62, abgerufen am 15. März 2026.</ref> ist eine der 40 in Mitteleuropa vorkommenden Arten aus der Familie der Krabbenspinnen (Thomisidae).
Beschreibung
Die Weibchen der Südlichen Glanz-Krabbenspinne erreichen durchschnittlich 8 mm, die Männchen nur 4 mm. Neben der Färbung sind die auf Erhebungen stehenden Seitenaugen markant, wobei die vorderen höher stehen. Prosoma und die Beine sind schwarz und dunkel-braun gezeichnet. Besonders auffällig ist die Oberseite des kreisrunden Opisthosomas, das auf gelbem bis rötlichem Grund in beiden Geschlechtern eine breite, schwarze, seitlich ausgefranste Zeichnung besitzt.
Lebensweise und Verbreitung
Die Tiere lauern auf ihre Opfer auf Doldenblütlern (Apiaceae) und anderen Blütenpflanzen, meist auf gelben oder roten Blüten und Blättern. Die erwachsenen Tiere können von Mai bis August entdeckt werden.
Die Art ist von allen europäischen Vertretern am weitesten verbreitet, fehlt allerdings im Norden (daher nicht in England und dem mittleren und westlichen Skandinavien). Nach Süden nehmen die Bestände deutlich zu. Sie ist auch von den Kanarischen Inseln bekannt, wobei es unsicher ist, ob sich dort bereits eine eigenständige Unterart entwickelt hat. In Deutschland liegen die meisten Nachweise in den Flussniederungen südlich des Mains, aber gelegentlich wird die Art auch noch weiter im Norden an der Elbe angetroffen.<ref>Nachweiskarte der Arachnologische Gesellschaft e.V.</ref>
Systematik
Aus der Gattung Synema sind vier europäische Arten bekannt. Die drei anderen Arten sind folgendermaßen verbreitet:<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Fauna Europaea ( des Vorlage:IconExternal vom 2. Juni 2017 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
- Synema ornatum (<templatestyles src="Person/styles.css" />Thorell, 1875): Ungarn, Ukraine und Südrussland.
- Synema plorator (<templatestyles src="Person/styles.css" />O.P.-Cambridge, 1872): südöstliches Europa (Südrussland bis Kreta).
- Synema utotchkini <templatestyles src="Person/styles.css" />Marusik & Logunov, 1995: Südrussland
Weltweit sind mehr als 120 Arten aus der Gattung Synema beschrieben:<ref>Norman I. Platnick, 2007. The World Spider Catalog, Version 7.5. American Museum of Natural History.</ref> Nearktis: 3, Neotropis: 44, Paläarktis: 15, Afrotropis: 51, Orientalis: 7, Australis: 2.
Früher wurden zahlreiche Unterarten unterschieden. Heute unterscheidet man neben der Nominatform Synema globosum globosum (<templatestyles src="Person/styles.css" />Fabricius, 1775) nur noch die in Russland vorkommende Unterart Synema globosum nigriventre <templatestyles src="Person/styles.css" />Kulczyński, 1901.<ref name="WSC">Naturhistorisches Museum der Burgergemeinde Bern: World Spider Catalog Version 18.0 – Synema. Abgerufen am 23. Februar 2017.</ref>
Quellen
Literatur
- H. Bellmann: Spinnen: beobachten – bestimmen. Naturbuch Verlag, Augsburg 1992, ISBN 3-89440-064-1.
- S. Heimer, W. Nentwig: Spinnen Mitteleuropas. Parey, Hamburg und Berlin 1991.
- D. Jones: Der Kosmos-Spinnenführer. Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co, Stuttgart 1996, ISBN 3-440-06141-8.
- M.J. Roberts: Collins Field Guide: Spiders of Britain & Northern Europe. Ramsbury, Bath 1995, ISBN 0-00-219981-5.
- A.S. Utochkin: Spiders of the genus Synaema, the group globosum (F.) in the USSR. Zoologicheskii Zhurnal 39: 1018–1024; Moskau 1960.
Einzelnachweise
<references />