Süderoog (Schiff)
Die Süderoog in Kiel
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Die Süderoog war ein Vermessungs-, Wracksuch- und Forschungsschiff des Deutschen Hydrographischen Instituts (DHI) in Hamburg.
Beschreibung
Das Schiff wurde unter der Baunummer 824 auf der Hamburger Norderwerft Köser & Meyer gebaut. Das nach der nordfriesischen Hallig Süderoog benannte Schiff lief am 29. September 1956 vom Stapel<ref name="HA-560929">Ein neues Vermessungsschiff, Hamburger Abendblatt, 29. September 1956. Abgerufen am 10. Februar 2023.</ref> und wurde am 19. Dezember 1956 abgeliefert und in Dienst gestellt.<ref name="HA-561219">Vermessungsschiff „Süderoog“ fertig, Hamburger Abendblatt, 19. Dezember 1956. Abgerufen am 10. Februar 2023.</ref><ref name="DHI03">Vermessungs-, Wracksuch- und Forschungsschiff „Süderoog“, buesummaritim.de. Abgerufen am 10. Februar 2023.</ref>
Einsatzgebiet des Schiffes waren die Nord- und Ostsee. Für die Arbeit in flachen Gewässern wurden zwei Barkassen mitgeführt.<ref>25 Jahre vor der Küste unterwegs, Hamburger Abendblatt, 2. Januar 1982. Abgerufen am 10. Februar 2023.</ref> Das Schiff, das 1989 außer Dienst gestellt wurde,<ref>BSH verabschiedet Chef-Nautiker und Kapitän der Deneb in den Ruhestand (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive ), Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie, Pressemitteilung, 22. Dezember 2003. Abgerufen am 29. November 2012.</ref> war u. a. mit Echolot und Wracksuchgerät ausgerüstet.<ref name="HA-561219" /> An Bord konnten 17 Personen untergebracht werden.<ref name="HA-560929" />
Das Schiff wurde von zwei Viertakt-Sechszylinder-Dieselmotoren des Herstellers MWM mit jeweils 310 PS Leistung angetrieben, die auf zwei Propeller wirkten. Es erreichte eine Geschwindigkeit von 12 kn.<ref name="HA-561219" /> Der Rumpf des Schiffes war eisverstärkt.<ref name="HA-560929" />
Verbleib des Schiffes
Das Schiff wurde nach der Außerdienststellung verkauft und zu einer Yacht für zwölf Passagiere umgebaut. Es wurde als Indian Ocean Explorer unter der Flagge der Seychellen für Fahrten durch die Inselwelt der Seychellen und als Plattform für Tauchausflüge genutzt.<ref>Piraterie – Die Bedrohung auf See erreicht eine neue Dimension, Münchener Rück, S. 15 (PDF, 3,3 MB). Abgerufen am 23. August 2018.</ref> Um Ende März/Anfang April 2009 wurde das Schiff von Piraten entführt. An Bord befand sich zu dieser Zeit nur die aus sieben Personen bestehende Besatzung. Die Piraten forderten 1 Mio. US-Dollar für die Freilassung von Schiff und Besatzung. Bezahlt wurden im Juni 2009 schließlich 450.000 US-Dollar. Die Piraten gaben daraufhin die Besatzung frei, setzten das Schiff aber in Brand.<ref>Robert Young Pelton: Own a 170’ Anti-Piracy/Dive Exploration Yacht, Somalia Report, 7. September 2011. Abgerufen am 23. August 2018.</ref>
Einzelnachweise
<references />